Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 10.02.2016

Polizei News Unterfranken

Bilanz der Unterfränkischen Polizei zum Fasching 2016

UNTERFRANKEN. Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Narren in der fünften Jahreszeit unterwegs und die Unterfränkische Polizei hatte viele Einsätze zu bewältigen. Bei den im Vorfeld angekündigten Kontrollen im Straßenverkehr wurden fast 9.000 Fahrzeuge kontrolliert und bei einer Vielzahl von Faschingsveranstaltungen unter anderem Jugendschutzkontrollen durchgeführt sowie Anzeigen wegen Körperverletzung und anderen alkoholbedingten Delikten aufgenommen.

 

Wo reichlich Alkohol geflossen war, gerieten mancherorts Personen leicht in Streit und es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen. Wo zu viel Alkohol geflossen war, endete die Feier auch im schlimmsten Fall in der Notaufnahme der Krankenhäuser. Insbesondere Teenager waren wieder in ganz Unterfranken mit teilweise besorgniserregend hohen Promillewerten unterwegs und mussten in der Folge medizinisch betreut werden.

Die Zahl der Anzeigen wegen Abgabe von Alkohol an Kinder und Jugendliche ging in diesem Jahr erfreulicherweise zurück und die Zahl der Fahrten unter Alkoholeinfluss ist leicht gesunken. Insgesamt ist die Unterfränkische Polizei mit dem Verlauf der Faschingszeit zufrieden. Der überwiegende Großteil der Närrinnen und Narren Bevölkerung hat friedlich gefeiert.

 

Region Mainfranken

 

Mit rund 80.000 Zuschauern war der Würzburger Faschingszug am Sonntag gut besucht und die Innenstadt voll mit Jecken und Faschingsfeiernden. Der Umzug verlief nahezu störungsfrei. Da die Feiern rund um den Faschingszug zur späteren Stunde meist immer feuchtfröhlicher wurden, hatte die Würzburger Polizei im Anschluss an den Gaudiwurm alle Hände voll zu tun.

In der Posthalle kam es am frühen Abend zu einer Auseinandersetzung zwischen fünf weiblichen Jugendlichen, zwei der Mädchen zogen sich dabei Verletzungen zu. In der Juliuspromenade schlug ein Unbekannter noch während der Faschingszug sich durch die Innenstadt zog einem 19-Jährigen ins Gesicht. Zur späteren Stunde gerieten in derselben Straße dann zwei Gruppen in Streit und es kam zu einer handfesten Auseinandersetzung, bei der mehrere Personen verletzt wurden.

Auch in den Gemeinden im Raum Mainfranken waren zahlreiche kleinere Faschingsumzüge unterwegs, bei denen ausgelassen gefeiert wurde. In Ochsenfurt hatte im Anschluss an die Veranstaltung eine etwa zehnköpfige Gruppe offenbar betrunkener Männer am Abend Verkehrszeichen auf die Fahrbahn der Marktbreiter Straße gestellt. Als ein 23-Jähriger die Schilder wieder zurück an den Fahrbahnrand schieben wollte, griffen ihn die Männer an und traten auf ihn ein, als er am Boden lag.

Auffällig war leider auch im Jahr 2016, wie viele Jugendliche gerade rund um die Faschingszüge dem Alkohol zu stark zugesprochen hatten, bis sie sich in einem besorgniserregenden Zustand befanden und teilweise medizinische Betreuung benötigten. Beim Faschingszug in Eibelstadt hatte eine 16-Jährige zu viel Alkohol konsumiert und musste mit dem Wert von 1,6 Promille in eine Klinik eingeliefert werden. In Waldbüttelbrunn war ein 16 Jahre alter Faschingsnarr so stark betrunken, dass er nicht mehr fähig war einen Alkoholtest mitzumachen. Sein Abend endete im Krankenhaus.

Der Kitzinger Faschingszug verlief mit etwa 5.000 Zuschauern insgesamt reibungslos. Für ein 13 Jahre altes Mädchen endete der Tag jedoch in der Notaufnahme. Offenbar nach dem Konsum von Haschisch und Alkohol war sie zeitweise nicht mehr ansprechbar. Auch in Gemünden, Marktheidenfeld und Karlstadt griff die Polizei Jugendliche mit hohen Alkoholwerten auf. Eine 15-Jährige aus Karlstadt landete mit einer Alkoholvergiftung in der Notaufnahme.

 

Region Main-Rhön

 

Während zahlreiche Jugendschutzkontrollen in der Region ohne Beanstandungen verliefen, fiel nach dem Faschingsumzug in Bad Brückenau eine amtsbekannte Jugendliche auf. Die 17-Jährige hatte über 2,0 Promille und leistete Widerstand gegen die Beamten. In Bad Neustadt an der Saale stellten die Beamten wiederholt fest, dass Jugendliche mit hochprozentigem Alkohol im Gepäck beim Umzug aufliefen. Die Polizisten stellten mehrfach Alkoholika sicher. Eine junge Dame musste in Gewahrsam genommen werden. Nachdem sie in der Dienststelle zusammengebrochen war, wurde die Jugendliche mit rund 1,8 Promille in ein Krankenhaus gebracht.

Neben Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungsdelikten, die es in vielen Orten gab, sind zwei junge Männer im Alter von 22 und 23 Jahren in Hammelburg besonders aufgefallen. Sie führten in ihren Rucksäcken Rauschgiftutensilien, Gasrevolver, Einhandmesser und einen Teleskopschlagstock mit. Die Gegenstände wurden sichergestellt.

 

Region Untermain

 

Beim Faschingszug in Obernburg feierten etwa 5.000 Zuschauer trotz Dauerregen. Im Anschluss an die Veranstaltung kam es zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen, die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Eine räuberische Erpressung bei der ein Mitglied einer Rockerbande einem Mitglied einer rivalisierenden Gruppe den Pullover unter Vorhalt eines Messers abnahm, beschäftigte die Beamten außerdem.

In Aschaffenburg und Alzenau stellten die Polizisten mehrfach Betäubungsmittel bei Faschingsnarren sicher. In Alzenau hatten Unbekannte zudem Gullideckel aus der Fahrbahn herausgehoben, wodurch ein Verkehrsunfall verursacht wurde. Dass alkoholisierte Feiernde oft auch plötzlich gegen die Ordnungshüter vorgehen, zeigte unter anderem ein Fall aus Aschaffenburg. Hier randalierte ein 28-Jähriger Besucher des Faschingszugs in einem Taxi und leistete Widerstand gegen die hinzugerufenen Vollstreckungsbeamten aus Aschaffenburg. Im Anschluss musste der Mann in der Arrestzelle ausgenüchtert werden.

 

Verkehrsdelikte

 

In der als „tolle Tage“ bekannten Faschingszeit hat die Unterfränkische Polizei wie angekündigt vermehrt Verkehrskontrolle insbesondere auch mit Zielrichtung Alkoholkontrollen durchgeführt. Insgesamt sind rund 9.000 Fahrzeuge samt den Fahrerinnen und Fahrern überprüft worden, ähnlich viele wie im vorherigen Jahr. Dabei fiel auf, dass sich auch dieses Jahr wieder zahlreiche Personen trotz teilweise starker Alkoholisierung hinters Steuer gesetzt hatten. 24 (37 – Vorjahreswerte in Klammern) Fahrzeugführer wurden mit Promillewerten zwischen 0,5 und 1,1 gestoppt und müssen nun mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren und dem damit verbundenen Fahrverbot rechnen. Bei 45 (36) Autofahrern lag der Wert sogar bei über 1,1 Promille. Hier wird wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt und es droht der Fahrerlaubnisentzug.

Insgesamt 22 (27) mal schritten die Beamten präventiv ein und verhinderten, dass Betrunkene sich überhaupt erst hinters Steuer setzten. 30 (24) Fahrer waren gänzlich ohne Führerschein unterwegs und müssen mit einer Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis rechnen.

In 29 (23) Fällen stellten die Polizisten noch an Ort und Stelle den Führerschein der alkoholisierten Fahrer sicher und 27 (29) Fahrzeugführer standen offensichtlich unter Drogeneinfluss. Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren, sind mit 12 Fällen im Vergleich zum Vorjahr mit 13 Fällen etwa gleich geblieben.

 

Jugendschutzkontrollen

 

Auch 2016 hat die Unterfränkische Polizei wieder gemeinsam mit den örtlichen Jugendämtern gezielt Kontrollen zum Jugendschutz durchgeführt. Nachdem die Zahl der stark alkoholisierten Jugendlichen von 2014 auf 2015 erschreckend angestiegen war, ist die Bilanz in diesem Jahr eine bessere. 46 (58) mal ermitteln die unterfränkischen Ordnungshüter wegen Alkoholabgabe an Kinder und Jugendliche.

5 Kinder und Jugendliche waren auf Tanzveranstaltungen, wo sie sich verbotenerweise aufgehalten haben, aufgegriffen und anschließend ihren Erziehungsberechtigten übergeben worden. In 2 (11) Fällen schreiben die Beamten eine Anzeige gegen Veranstalter wegen jugendschutzrechtlicher Verstöße, auch 5 (12) Erziehungsberechtige müssen sich deshalb verantworten.

Die Präventionsarbeit sowie die Kontrollen der Polizei gemeinsam mit den örtlichen Jugendämtern hat offenbar eine gewisse Wirkung gezeigt. Die Unterfränkische Polizei wird deshalb auch weiterhin mit den Sicherheitsbehörden an einem Strang ziehen und zukünftig ein Auge auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen haben. Und dies nicht nur, aber verstärkt während der Faschingszeit.

 

Fazit

 

Offenbar hatten die meisten Närrinnen und Narren eine fröhliche Faschingszeit und konnten die tollen Tage ausgelassen genießen. Wie wichtig die zielgerichteten Kontrollen im Straßenverkehr und auch im Bereich des Jugendschutzes sind, hat die Auswertung der Statistik auch dieses Jahr wieder gezeigt. Mit mehr Präsenz und auf die aktuelle Sicherheitslage angepassten Einsatzkonzepten für Sicherheit zu sorgen war das diesjährige erreichte Ziel der Unterfränkischen Polizei.

 

Die Unterfränkische Polizei bedankt sich bei allen Faschingsbegeisterten, die maßvoll, aber nicht weniger fröhlich gefeiert haben.

 

Audiodatei

 

Unter Vorhalt eines Messers Pullover erbeutet – 40-Jähriger in Untersuchungshaft – Kripo sucht Zeugen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 10.02.2016

KLEINWALLSTADT, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Dienstagnachmittag ist es auf dem Faschingsumzug zu einem Vorfall mit Rockerbezug gekommen, in dem jetzt die Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft ermittelt. Ein 40-Jähriger sitzt seit Mittwochnachmittag unter anderem wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung in Untersuchungshaft.
Gegen 15:45 Uhr hatte sich ein 44-Jähriger auf dem Faschingsumzug in der Wallstraße befunden. Nachdem er Kamelle vom Boden aufhob, habe er plötzlich einen Mann vor sich gesehen, der ein Messer in der Hand hielt. Dieser habe den Geschädigten aufgefordert, den Pullover auszuziehen. Das Kleidungsstück des 44-jährigen hatte Symbole eines Rockerklubs als Aufschrift. Mit dem Pullover flüchtete der Unbekannte, der selbst eine Rockerkutte einer anderen Vereinigung trug.

Nach Alarmierung der Polizei wurden die Einsatzkräfte auf eine Person vor einer Gaststätte aufmerksam, die genau auf die Beschreibung des Unbekannten passte. Der Mann flüchtete noch kurz durch die Hintereingangstüre des Lokals, konnte aber wenig später festgenommen werden. Es handelt sich bei dem Mann um einen 40-Jährigen, der im Landkreis Miltenberg wohnhaft ist. Kurz vor der Festnahme zeigte der Mann noch den sogenannten „Hitlergruß“ und bei einer körperlichen Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte geringe Mengen Kokain. Er wurde zur Polizeidienststelle transportiert und der Kriminalpolizei übergeben.

Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 40-Jährige noch im dringenden Verdacht steht, gegen 18:25 Uhr in der Wallstraße eine Körperverletzung begangen zu haben. Wohl mit der Absicht sich vor der Polizei zu verstecken habe er dort einen Wirt angesprochen und gebeten, die Toilette des Lokals zu benutzen. Nachdem der 43-jährige Gastwirt das Ansinnen ablehnte, sei es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Im Verlauf habe der 40-Jährige dem Gastwirt mit der Hand auf den Hinterkopf geschlagen.

Nach Kontaktaufnahme mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde entschieden, dass der Beschuldigte dem Haftrichter vorgeführt wird. Dieser erließ am Mittwochnachmittag einen Untersuchungshaftbefehl.
Bei der genauen Rekonstruktion der Geschehnisse hofft der Sachbearbeiter der Kripo Aschaffenburg jetzt auch auf Zeugenhinweise. Wer entsprechende Beobachtungen zu den geschilderten Sachverhalten gemacht hat, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

 

Mehrere Polizeistreifen an Asylunterkunft – Handfester Streit unter zwei Bewohnern

FLADUNGEN / OT HEUFURT, LKR. RHÖN-GRABFELD. Am späten Mittwochvormittag sind mehrere Polizeistreifen zu einem Einsatz in eine Asylbewerberunterkunft gefahren, da angeblich mehrere Bewohner mit Messern aufeinander losgehen würden. Letztlich waren lediglich zwei Männer in einen handfesten Streit verwickelt.
Gegen 11:40 Uhr war die Mitteilung aus der Unterkunft in der Frankenstraße bei der Einsatzzentrale eingegangen. Da angeblich mehrere Bewohner mit Messern aufeinander losgehen würden, fuhr eine Vielzahl von Streifenbesatzungen, die sich auch von den umliegenden Polizeidienststellen auf den Weg machten, zur Unterkunft.

Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass zu keiner Zeit ein Messer im Spiel war. Den ersten Ermittlungen zufolge waren zwei Bewohner im Alter von 19 und 28 Jahren wegen der Müllentsorgung in Streit geraten. Nach einem Wortgefecht hätten sich die beiden gegenseitig geschlagen. Sichtbare Verletzungen hat keiner von ihnen davongetragen. Im späteren Verlauf soll ein weiterer Bewohner im Alter von 19 Jahren dem 28-Jährigen gedroht haben. Die Ermittlungen zu den Körperverletzungsdelikten und auch der Bedrohung führt jetzt die Polizeiinspektion Mellrichstadt.

 

Mehrere Polizeistreifen an Asylunterkunft – Handfester Streit unter zwei Bewohnern

FLADUNGEN / OT HEUFURT, LKR. RHÖN-GRABFELD. Am späten Mittwochvormittag sind mehrere Polizeistreifen zu einem Einsatz in eine Asylbewerberunterkunft gefahren, da angeblich mehrere Bewohner mit Messern aufeinander losgehen würden. Letztlich waren lediglich zwei Männer in einen handfesten Streit verwickelt.
Gegen 11:40 Uhr war die Mitteilung aus der Unterkunft in der Frankenstraße bei der Einsatzzentrale eingegangen. Da angeblich mehrere Bewohner mit Messern aufeinander losgehen würden, fuhr eine Vielzahl von Streifenbesatzungen, die sich auch von den umliegenden Polizeidienststellen auf den Weg machten, zur Unterkunft.

Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass zu keiner Zeit ein Messer im Spiel war. Den ersten Ermittlungen zufolge waren zwei Bewohner im Alter von 19 und 28 Jahren wegen der Müllentsorgung in Streit geraten. Nach einem Wortgefecht hätten sich die beiden gegenseitig geschlagen. Sichtbare Verletzungen hat keiner von ihnen davongetragen. Im späteren Verlauf soll ein weiterer Bewohner im Alter von 19 Jahren dem 28-Jährigen gedroht haben. Die Ermittlungen zu den Körperverletzungsdelikten und auch der Bedrohung führt jetzt die Polizeiinspektion Mellrichstadt.

 

 

22-Jährige unsittlich berührt – Ermittlungen gegen 36-Jährigen

WÜRZBURG / ZELLERAU. Ein Vorfall am Dienstagmorgen in einer Asylbewerberunterkunft ist jetzt Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Ein 36-Jähriger steht im dringenden Verdacht, eine Beschäftigte unter anderem unsittlich berührt zu haben. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Gegen 06:25 Uhr hatte eine Reinigungskraft ihre Arbeit in der Asylbewerberunterkunft in der Jägerstraße aufgenommen. Bereits hier sei ihr ein 36-Jähriger aufgefallen, der ihr fortwährend gefolgt sei. Letztlich habe sich der Beschuldigte ihr in den Weg gestellt, sie gegen den Willen auf die Wange geküsst und sie dabei auch an der Brust berührt.

Nach Verständigung der Polizei war eine Streife schnell vor Ort und nahm den dringend Tatverdächtigen vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der Beschuldigte wieder auf freien Fuß. Gegen ihn wird jetzt wegen Beleidigung auf sexueller Grundlage ermittelt.

 

 

Drogenparty im Hotelzimmer – Polizei stellt 450 Gramm Marihuana sicher – Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl gegen 21-Jährigen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt

SCHWEINFURT. Eine Gruppe aus neun Personen hatte am Montagabend in einem Hotelzimmer offenbar ein (be)rauschendes Fest geplant. Beamte der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt stellten bei einem Partygast mehr als 450 Gramm Betäubungsmittel sicher und nahmen den 21-Jährigen fest. Er wurde am Dienstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt und nachdem der Richter Haftbefehl erlassen hatte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Am Montagabend gegen 20.00 Uhr meldete sich eine Angestellte eines Hotels in der Hadergasse telefonisch bei der Polizei. Die Frau teilte mit, dass es aus einem Zimmer stark nach Marihuana riechen würde und sie den Verdacht hege, dort würde eine Drogenparty stattfinden. Mehrere Streifen der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt machten sich daher auf den Weg zum Hotel und stellten dort ebenfalls den verräterischen Geruch fest.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erwirkt und wenig später das Zimmer betreten. Dort fanden die Beamten insgesamt neun Personen vor. Ein 21 Jahre alter Mann aus Schweinfurt hatte neben mehreren hundert Euro auch rund 450 Gramm Marihuana in einer Plastiktüte bei sich, das die Beamten sicherstellten. Der 21-Jährige wurde festgenommen.

Bei den Durchsuchungen der vier weiblichen Personen im Alter von 16, 17 und 18 Jahren sowie den übrigen vier männlichen Personen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren stellten die Polizisten noch weitere Drogen sicher. Ein junger Mann hatte eine geringe Menge Betäubungsmittel offenbar an diesem Abend von dem Festgenommenen, der auch das Zimmer angemietet hatte, erworben. Den Haupttatverdächtigen nahmen die Beamten mit zur Polizeiinspektion Schweinfurt, wo er in einer Arrestzelle die Nacht verbrachte. Die fünf Jugendlichen wurden im Anschluss an die Kontrolle ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Mittlerweile hat die Kripo Schweinfurt die Sachbearbeitung wegen unterschiedlichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz übernommen. Am Dienstagnachmittag wurde der Beschuldigte, der in der Vergangenheit bereits unter anderem auch wegen eines Betäubungsmitteldelikts auffällig geworden war, dann auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Heranwachsenden. Der 21-Jährige sitzt seitdem in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Die Kripo Schweinfurt wird im Rahmen der nun anstehenden Ermittlungen in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt insbesondere prüfen, an wen der 21-Jährige im Rahmen der Feier Betäubungsmittel verkauft und abgegeben hatte.

 

Frau während Faschingsveranstaltung an die Brust gefasst – Polizei sucht Zeugen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt

BAD NEUSTADT A. D. SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Im Rahmen des „Neuschter Nachtumzuges“ ist am Sonntagabend eine junge Frau von einem ihr nicht bekannten Mann an die Brust gefasst worden. Die Bad Neustädter Polizei nahm noch am Abend einen Tatverdächtigen fest. Die Kripo Schweinfurt ermittelt und sucht Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.
Gegen 21:30 Uhr hatte ein junger Mann auf dem Marktplatz im Bereich der Bushaltestelle unweit der öffentlichen Toiletten offenbar eine 19-Jährige aus dem Raum Bad Kissingen begrabscht. Nach Angaben der Geschädigten hatte der Beschuldigte Sie an den Handgelenken festgehalten und ihr an die Brust gefasst. Die Frau lief anschließend zu ihrem Begleiter und erzählte ihm von dem Vorfall. In der Folge lief der 27-Jährige zum Tatverdächtigen und es kam zu einer Rangelei zwischen den beiden Männern. Der Beschuldigte zog sich hierbei Verletzungen zu.

Zwei Mitarbeiter der Sicherheitswacht stellten das Gerangel fest und verständigten die Polizei. Beamte der Polizeiinspektion Bad Neustadt an der Saale waren wenig später vor Ort, trennten die Streitenden und nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, wurde der 19-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen wegen Beleidigung mit sexueller Grundlage und Körperverletzung dauern an.

Mittlerweile hat die Kripo Schweinfurt die Sachbearbeitung übernommen. Auf dem sichergestellten Mobiltelefon des 19 Jahre alten Beschuldigten befinden sich mehrere Lichtbilder von der Geschädigten und ihm, die etwa zwei Stunden vor dem Vorfall aufgenommen wurden. Der Beschuldigte, der einen auffälligen roten Pullover trug und südländisches Aussehen hatte, hatte während der Veranstaltung offenbar mit mehreren weiblichen Faschingsnarren gemeinsam Fotos aufgenommen.
Die Sachbearbeiterin der Schweinfurter Kripo bittet nun Zeugen, die die Rangelei und eventuell auch das Geschehen zuvor beobachtet haben, sich bei der Kripo zu melden. Hinweise werden unter Tel. 09721/202-1731 entgegen genommen.

 

 

Exhibitionist tritt Seniorin gegenüber

ASCHAFFENBURG. In einer Kleingartenanlage ist einer Seniorin am Samstagnachmittag ein Exhibitionist gegenüber getreten. Die Frau flüchtete vor dem unbekannten Mann und verständigte später die Polizei. Die Kripo Aschaffenburg hofft bei ihren Ermittlungen nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Die 81-Jährige hatte gegen 14:30 Uhr die Hecken auf ihrem Gartengrundstück in der Kleingartenanlage am Bischberg geschnitten. Als sie sich nach einiger Zeit zum Gartenzaun hin umdrehte, bemerkte sie, dass direkt hinter ihr am Zaun ein Unbekannter stand, der an seinem Geschlechtsteil manipulierte. Während die Geschädigte sich in ihr Gartenhaus flüchtete, entfernte sich der Mann in Richtung Bahngleise.
Der Unbekannte kann wie folgt beschrieben werden:
Etwa 30 Jahre alt, höchstens 1,70 m groß, er trug einen hellgrauen Kapuzenpullover und helle Turnschuhe.

Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Personen, die Angaben zu dem Unbekannten machen können oder sonst Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

43-Jähriger fährt rückwärts auf Autobahn und rammt Streifenwagen – beherzter Einsatz der Polizei verhindert Schlimmeres

ASCHAFFENBURG. Dem beherzten Eingriff von vier Polizeibeamten am Mittwochmorgen ist es zu verdanken, dass es auf der A 3 zu keinem größeren Unfall gekommen ist. Ein offenbar psychisch belasteter Mann war auf der Autobahn rückwärts entgegen der Fahrtrichtung gefahren. Der 43-Jährige rammte mehrfach zwei Streifenwägen, bevor er eingekeilt und aus dem Opel geholt werden konnte. Der Mann wurde anschließend mit leichten Verletzungen in eine Klinik gebracht.

 

Begonnen hatte die Geschichte bereits in Hessen auf der Rastanlage Weiskirchen in Fahrtrichtung Würzburg. Dort war der Mann kurz vor 01.00 Uhr einem Tankwart aufgefallen, weil er nach dem Tanken aus der Rastanlage heraus als Geisterfahrer auf die Autobahn in Richtung Frankfurt aufgefahren war. Dies hatte einen Einsatz der hessischen Autobahnpolizei ausgelöst. Das Fahrzeug konnte allerdings von den Beamten nicht mehr aufgefunden werden.

Gegen 04.30 Uhr hatte eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach auf der A 3 in Fahrtrichtung Würzburg ein Pannenfahrzeug festgestellt, das nach der Anschlussstelle Aschaffenburg-Ost noch vor der Einhausung mit eingeschaltetem Warnblinker auf dem Standstreifen stand. Die Beamten sicherten den Opel Insignia mit rumänischer Zulassung von hinten mit Blaulicht ab und nahmen Kontakt zu dem Fahrer auf. Als ein Beamter den Mann auf dem Fahrersitz ansprach, begann dieser hektisch im Fahrzeug mit den Armen zu rudern und fuhr mit seinem Fahrzeug schließlich rückwärts auf den rechten Fahrstreifen.

Mehrere Lkw und Pkw konnten dem Opel ausweichen, so dass es glücklicherweise zu keinem Unfall kam. Die Beamten, die die Gefährlichkeit des Verhaltens des Mannes erkannten, veranlassten sofort eine Vollsperrung der Autobahn in beide Richtungen. Nachdem der 43-Jährige wieder zurück auf den Standstreifen gefahren war, versuchten die Beamten erneut Kontakt mit dem Mann aufzunehmen. Auch da wiederholte der Mann das Fahrmanöver und geriet rückwärts auf die Hauptfahrbahn.

Mit mittlerweile hinzugezogenen Verstärkungskräften der Aschaffenburger Polizei versuchten die Autobahnpolizisten nun, den Opel einzukeilen. Der Opel-Fahrer fuhr jedoch mehrfach mit Vollgas gegen die vor und hinter ihm befindlichen beiden Dienstwagen.

Anschließend fuhr er etwa einen halben Kilometer rückwärts Richtung Anschlussstelle Aschaffenburg-Ost, wendete auch auf der Fahrbahn und rammte immer wieder die ihn stoppen wollenden Polizeifahrzeuge. Letztendlich gelang es den vier Beamten den Mann mit zwei Polizeifahrzeugen derart einzukeilen, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Selbst da probierte der 43-Jährige noch, sich vorwärts und rückwärts stoßend frei zu fahren.

Die Polizisten mussten eine Scheibe des Opels einschlagen und den Fahrer, der heftig um sich trat, aus dem Fahrzeug holen. Der Mann, der leichte Verletzungen an der Schulter erlitten hatte, wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Er befand sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Die vier Beamten blieben unverletzt, die beiden Polizeifahrzeuge sind erheblich beschädigt worden. An dem Opel Insignia entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg war auch ein Sachverständiger vor Ort. Die Vollsperrung in Fahrtrichtung Frankfurt konnte zügig wieder beendet werden, die Fahrbahn in Fahrtrichtung Würzburg musste unter anderem für die Beseitigung der Trümmerteile und Abtransport der Fahrzeuge noch gesperrt bleiben, seit 06.45 Uhr läuft der Verkehr auf einem Fahrstreifen wieder.

 

Audiodatei

 

Hebelspuren an Eingangstüre – Kripo hofft auf Zeugenhinweise

SCHWEBHEIM, LKR. SCHWEINFURT. Zwischen Ende Januar und Montag ist es zu einem versuchten Einbruch in ein Einfamilienhaus gekommen. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt jetzt auch Zeugenhinweise entgegen.
Am Montag gegen 19:00 Uhr hatte der Bewohner des Hauses in der Hauptstraße die Hebelspuren an der Eingangstüre bemerkt und die Polizei alarmiert. Den Ermittlungen zufolge war der Einbrecher zwischen dem 31. Januar und dem Zeitpunkt der Entdeckung aktiv. In das Haus war er nicht vorgedrungen und es blieb beim Sachschaden.
Die Kriminalpolizei Schweinfurt hofft jetzt auch auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

 

Mehrere Wohnwägen aufgebrochen – Zwei Tatverdächtige nach Fahndung festgenommen

MAINSTOCKHEIM, LKR. KITZINGEN. Am Sonntagnachmittag haben Beamte der Kitzinger Polizei im Rahmen einer Fahndung zwei Männer vorläufig festgenommen. Zuvor war die Meldung über mehrere aufgebrochene Wohnanhänger eingegangen. Die Ermittler haben konkrete Hinweise darauf, dass das Duo auch für weitere Straftaten verantwortlich sein dürfte.
Am Sonntagnachmittag hatte die Polizeiinspektion Kitzingen die Mitteilung über mehrere aufgebrochene Wohnanhänger in der Kleingartenanlage in der Albertshöfer Straße erhalten. Zwei Tatverdächtige sollen dabei festgehalten werden. Als die Streifenbesatzungen eintrafen, waren die beiden Verdächtigen bereits zu Fuß flüchtig. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnten zwei junge Männer, die sich im Unterholz am Main in Tatortnähe versteckt hatten, vorläufig festgenommen werden. Ermittlungen ergaben, dass die 21 und 20-jährigen Männer insgesamt vier Wohnanhänger aufgebrochen haben dürften. In unmittelbarer Nähe konnten zwei Fahrräder und ein Behältnis mit Aufbruchswerkzeug, welches den Beschuldigten zugeordnet werden konnte, aufgefunden werden.

Eine Überprüfung ergab, dass die beiden Fahrräder in der letzten Woche in Iphofen entwendet worden waren. Ferner liegen konkrete Hinweise vor, dass die beiden Tatverdächtigen für diverse Gartenhausaufbrüche in Mainbernheim, einem Ladendiebstahl in Kitzingen, sowie Kindergarten- und Pkw-Aufbrüche in Iphofen verantwortlich sein dürften. Der bisherige Gesamtschaden wird auf 5000 Euro geschätzt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen sie wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen der Kitzinger Polizei dauern weiter an.

 

9-Jähriger gerät unter eigenen Pkw – Nach Reanimation ins Krankenhaus

HAIBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Mittwochvormittag ist es zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem ein Rentner von seinem eigenen Pkw überfahren worden war. Nach der Befreiung und einer Reanimation wurde der 69-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallermittlungen führt die Polizeiinspektion Aschaffenburg.

 

Pkw
Foto: lizenziert

Kurz nach 09:45 Uhr war der Notruf über den schweren Unfall in der Goethestraße bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Sofort machten sich Rettungskräfte, die Freiwillige Feuerwehr und auch eine Streifenbesatzung der Aschaffenburger Polizei auf den Weg. Beim Eintreffen der Helfer war der 69-Jährige unter seinem Mitsubishi eingeklemmt. Die Floriansjünger hoben das Fahrzeug an, um den Mann zu befreien. Ein Notarzt leitete vor Ort Reanimationsmaßnahmen ein, die auch erfolgreich verliefen. Danach wurde der Mann zur Weiterbehandlung mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Nach den ersten Ermittlungen zum Hergang, war der Pkw am Straßenrand geparkt. Der 69-Jährige saß alleine in seinem Mitsubishi und konnte das Fahrzeug wegen eines Defekts nicht starten. Er stieg aus und das Auto kam rückwärts ins Rollen, da es auf einer leichten Steigung stand. Im Zuge dieser Geschehnisse muss der Mann unter das Fahrzeug geraten sein. Die genauen Ermittlungen zum Geschehensablauf hat der Unfalldienst der Aschaffenburger Polizei aufgenommen.

PP Unterfranken