Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 12.10.2015

Polizei News Unterfranken

Nach Tod eines 19-Jährigen – neue Erkenntnisse zum Unfallhergang

ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. Nach dem Unfalltod eines 19-Jährigen am Samstagabend haben die intensiven Ermittlungen der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich neue Erkenntnisse ergeben.

 

Die Auswertung von Spuren, die Befragung der Zeugen und die vorläufige Einschätzung des Sachverständigen haben im Laufe des Montags zu der Einschätzung geführt, dass der 19-Jährige von nur einem Pkw erfasst worden war.

Bei diesem handelt es sich um den Opel, der von einem 21-Jährigen aus dem Landkreis Aschaffenburg geführt wurde. Dieser hatte unmittelbar nach dem Unfall an Ort und Stelle angehalten und war bis zum Eintreffen der Polizei an der Unfallstelle geblieben. Die Fahndung nach dem weiteren unbekannten Pkw ist somit hinfällig und wird widerrufen.

Der Verdacht, dass ein weiterer unbekannter Wagen den 19-Jährigen zuvor erfasste, hatte sich aus der Erstbefragung der Zeugen ergeben. Diese Beteiligung konnte durch die weiteren Ermittlungen allerdings nicht bestätigt werden. Ungeachtet dessen dauern die Ermittlungen der Polizei, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt werden, an. Insgesamt werden die Ermittlungen und die abschließende Begutachtung des Sachverständigen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Nach mehreren Diebstahlsdelikten – 35-Jähriger festgenommen

WÜRZBURG / GROMBÜHL. Am Mittwochabend haben Zivilbeamte der Operativen Ergänzungsdienste einen 35-Jährigen festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, eine Vielzahl von Diebstählen aus Automaten, einen Pkw-Aufbruch und einen Einbruch in eine Cafeteria verübt zu haben. Wegen eines Haftbefehls in anderer Sache sitzt der Mann seit Donnerstag in Haft. Die Kripo Würzburg ermittelt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.
Bereits in der Nacht von 09.09. auf den 10.09. war es in der Gutenbergstraße zu einem Aufbruch eines geparkten Kleintransporters gekommen. Der damals noch Unbekannte entwendete aus dem Fahrzeug eine Tankkarte, mehrere Schlüssel für Getränke- und Süßwarenautomaten und einen Laptop. Mit den gestohlenen Schlüsseln wurden in der Folge im Stadtgebiet Würzburg insgesamt 17 Verkaufsautomaten geöffnet und daraus Bargeld entwendet. Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen.

Durch gesicherte Spuren am Fahrzeug war es möglich, einen 35-Jährigen als dringend Tatverdächtigen für dieses Delikt zu identifizieren. Zunächst war es für die Kriminalbeamten nicht möglich, weitere Maßnahmen gegen den Mann zu treffen, denn er war nach Aktenlage ohne festen Wohnsitz. Zusätzlich haben sich auch Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der 35-Jährige wohl als Tatverdächtiger für den Einbruch in eine Cafeteria in der Nacht von 13.09. auf 14.09. in der Josef-Schneider Straße in Frage kommt. Hier hatte sich der Einbrecher gewaltsam Zutritt zu der Krankenhaus-Cafeteria verschafft und aus einer Kasse Bargeld entwendet.

Zivile Polizeibeamte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg hielten in der Folge die Augen nach dem 35-Jährigen offen. Letztlich entdeckte eine Streife den Mann am Mittwochabend gegen 18:40 Uhr zu Fuß in der Josef-Schneider-Straße. Wegen eines Haftbefehls in anderer Sache klickten hier an Ort und Stelle die Handschellen. Im Rahmen einer sich anschließenden Beschuldigtenvernehmung in der Polizeidienststelle räumte der Mann dann auch ein, dass er die Diebstähle aus den Automaten verübt hat, in die Cafeteria eingestiegen war und auch für den Aufbruch des Kleintransporters verantwortlich sei.

Der gesamte Beuteschaden beläuft sich nach derzeitigen Erkenntnissen auf etwa 3.500 Euro. Der Sachschaden für alle Fälle wird auf 1.500 Euro geschätzt.

Ein Richter des Amtsgerichts Würzburg schickte den 35-Jährigen am Donnerstagnachmittag mit dem bereits bestehenden Haftbefehl hinter Schloss und Riegel einer Justizvollzugsanstalt. Die Staatsanwaltschaft Würzburg beabsichtigt nun, noch einen weiteren Untersuchungshaftbefehl für die vorliegenden Straftaten zu beantragen. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

 

Zimmerbrand durch technischen Defekt an Aquarium – keine Verletzten

SCHWEINFURT. Ein technischer Defekt an einem Aquarium ist wohl Auslöser für einen Zimmerbrand, der sich am Sonntagvormittag ereignet hat. Durch die rechtzeitige Entdeckung einer Nachbarin und dem schnellen Einschreiten der Feuerwehr konnte ein wesentlich größerer Schaden noch verhindert werden. Nach derzeitigem Sachstand wird von einem Schaden von rund 10.000 Euro ausgegangen.
Gegen 10:50 Uhr hatte eine Hausbewohnerin Rauch aus der Eingangstüre im Erdgeschoß des Hauses in der Heinrich-Spieß-Straße festgestellt. Die Zeugin alarmierte sofort die Rettungskräfte. Beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei wurde trotz Klingelns, Klopfens und Rufens nicht geöffnet und in der Folge die Wohnungseingangstüre aufgebrochen. Beim Betreten wurde eine komplette verrußte Wohnung festgestellt, in der niemand zugegen war. Im Bereich des Wohnzimmerschranks schlugen Flammen hoch, die sofort von den Floriansjüngern bekämpft und gelöscht werden konnten.

Nach dem Lüften der Wohnung und der näheren Begutachtung des Brandobjekts stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Brand vermutlich infolge eines technischen Defekts am Fischaquarium ausgebrochen ist, welches mittig auf dem Wohnzimmerschrank stand. Noch während der Löscharbeiten kamen die beiden Bewohner zurück. Sie hatten das Haus gegen 08:00 Uhr verlassen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist ihnen kein Fehlverhalten vorzuwerfen.