Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 13.08.2015

Lkw macht sich selbständig – Fußgänger erfasst – Schaufensterscheiben zu Bruch

SCHWEINFURT. Ein Lastwagen hat sich am Donnerstagmittag offenbar selbständig gemacht. Der 7,5 Tonner rollte eine Straße hinab, erfasste dabei einen Fußgänger und kam letztlich in der Schaufensterscheibe eines Geschäftes zum Stehen. Die Unfallermittlungen führt die Polizeiinspektion Schweinfurt.

 

Gegen 12:45 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken die Mitteilung eines Zeugen ein, dass ein Lastwagen in der Oberen Straße gegen eine Schaufensterscheibe geprallt war. Unverzüglich machte sich eine Streife der Schweinfurter Polizei auf den Weg dorthin. Bei ihrem Eintreffen stellten die Beamten fest, dass ein 7,5 Tonner einer ortsansässigen Firma vom Fahrer auf der Straße abgestellt worden war. Der Lkw hatte sich daraufhin aus bislang noch unklaren Gründen selbständig gemacht und war vorwärts insgesamt rund 40 Meter bis zum Schaufenster davon gerollt.

Im Verlauf dessen erfasste der Lkw einen Fußgänger und drückte ihn gegen eine Hauswand. Der Mann wurde schwer verletzt und kam nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in eine Klinik. Der verursachte Schaden an den zwei etwa 2,5 mal 7 Meter großen Schaufenstern beläuft sich sicher auf mehrere tausend Euro. Die Schweinfurter Feuerwehr kümmerte sich um die Sicherung bzw. Verschalung der zu Bruch gegangenen Scheiben.

Wie es letztlich dazu kommen konnte, dass sich der Lastwagen selbständig machte, ist jetzt Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Jähriger bei Arbeitsunfall schwer verletzt

GROSSWALLSTADT, LKR. MILTENBERG. Im Zuge von Abbauarbeiten eines Regals hat sich am Donnerstagvormittag ein 26-Jähriger schwere Verletzungen zugezogen. Der Mann stürzte aus etwa drei Metern auf den Boden. Die Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Obernburg.

Gegen 10:45 Uhr hatte der Arbeiter gemeinsam mit einem Kollegen ein Regal in einer Firma in der Mömlinger Straße demontiert. Hierzu war der 26-Jährige auf eine Palette gestiegen, die von seinem Kollegen mittels eines Gabelstaplers in die Höhe gefahren worden war. Im Zuge der Arbeiten stürzte der Mann aus dem Raum Offenbach von der Palette und fiel etwa drei Meter zu Boden.

Nach einer Versorgung durch den Rettungsdienst vor Ort wurde der 26-Jährige in eine Klinik eingeliefert. Die genauen Umstände des Arbeitsunfalls werden jetzt von Beamten der Polizeiinspektion Obernburg geführt.

Lasterfahrer seit 70 Stunden ohne ausreichende Pause unterwegs

GEISELWIND, LKR. KITZINGEN. Viel zu lange und viel zu schnell – und das auch noch mit einer fremden Fahrerkarte – war ein Kraftfahrer unterwegs, den Autobahnpolizisten in der Nacht zum Donnerstag auf der A 3 kontrolliert haben. Letztendlich muss der Mann seinen Sattelzug bis Sonntagabend abstellen und die Staatsanwaltschaft ordnete eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro an.

Kurz vor Mitternacht fiel den Beamten der 40-Tonner mit österreichischer Zulassung bei einem Überholvorgang in der Überholverbotszone zwischen den Anschlussstellen Geiselwind und Schlüsselfeld auf und sie stoppten den Sattelzug. Bei der Kontrolle versuchte der 60-jährige Fahrer, der allein im Fahrzeug war, durch Ablenkungsmanöver zu verhindern, dass die Polizisten die Fahrerkarte aus dem Kontrollgerät entnahmen. Als die Kontrolleure dann doch die Karte mit den digitalen Aufzeichnungen in Händen hatten, stellten sie zunächst fest, dass die Karte einem anderen gehörte. Seine eigene Fahrerkarte, die er schon seit einer Woche nicht mehr benutzt hatte, fanden die Beamten in der Hosentasche des Mannes.

Die Daten auf der benutzten Fahrerkarte erklärten auch das Verhalten des Lkw-Fahrers bei der Kontrolle: Er hatte seit 70 Stunden keine ausreichende Pause mehr eingelegt und war mehrmals mit einer Geschwindigkeit von über 120 km/h unterwegs gewesen.

Nun wird gegen ihn unter anderem wegen des Verdachts der Fälschung beweiserheblicher Daten, Missbrauch von Ausweispapieren und Verstößen gegen das Fahrpersonalgesetz ermittelt. Da er keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er für die zu erwartende Strafe eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Brand in Firmengebäude – niemand verletzt

SCHWEBHEIM, LKR. SCHWEINFURT. Bei einem Brand in einem Firmengebäude am Aschenhof ist am Donnerstagmorgen glücklicherweise niemand verletzt worden. Dem Sachstand nach dürfte ein technischer Defekt für den Ausbruch verantwortlich sein. Der Sachschaden liegt wohl im sechsstelligen Bereich.

Kurz vor 06:00 Uhr war ein Nachbar des Firmengebäudes auf Rauch aufmerksam geworden und alarmierte über Notruf Polizei und Feuerwehr. Bei Eintreffen einer Streife der Schweinfurter Polizei stellten die Beamten fest, dass dunkle Rauchschwaden aus einem Fenster im ersten Obergeschoss drangen. Die Ordnungshüter betraten dann das Gebäude, um sich darin noch möglicherweise aufhaltende Personen zu warnen. Tatsächlich trafen sie auf zwei Mitarbeiter, die sie ins Freie begleiteten.

Die Freiwilligen Wehren aus Schwebheim, Röthlein, Gochsheim sowie der Erkunder der Feuerwehr Werneck waren ebenfalls rasch vor Ort und hatten den Brand, der im Bereich der Laborräume ausgebrochen war, zügig gelöscht. Anlässlich der Löscharbeiten musste die Straße „Aschenhof“ voll gesperrt werden. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei zur Brandursache dürfte ein technischer Defekt im Bereich der Klimaanlage ursächlich für das Feuer gewesen sein. Der Schaden am Gebäude selbst ist wohl überschaubar. Im Labor dürfte dieser allerdings im sechsstelligen Bereich liegen.

Polizei befreit Reh aus Gartenteich

GÜNTERSLEBEN, LKR. WÜRZBURG. Mit vereinten Kräften haben Polizeibeamte in der Nacht zum Donnerstag ein Reh aus einer misslichen Lage befreit. Das Tier war in einen Gartenteich gestürzt und konnte sich selbst nicht mehr befreien.

Gegen 00:45 Uhr teilte eine Zeugin der Polizeiinspektion Würzburg-Land mit, dass ein Reh in den Teich eines Wohnanwesens im Winterleitenweg gestürzt ist und jetzt nicht mehr herauskommt. Beim Eintreffen der Streife stand das Tier tatsächlich in dem etwa 3,50 mal 3,50 Meter großen Teich. Nachdem es immer wieder versuchte sich selbst zu befreien, war das Problem rasch ausgemacht. Aufgrund der Tiefe von etwa einem Meter war der Rand des Teiches für das Reh einfach zu hoch.

Mit vereinten Kräften und unter Zuhilfenahme eines Keschers gelang es dann den Ordnungshütern das Tier zunächst etwas anzuheben bis es ein weiterer Beamter beherzt greifen und aus dem Wasser ziehen konnte. Etwas irritiert und durchaus leicht geschwächt verabschiedete sich das Tier danach in den angrenzenden Wald.

Die Tatsache, dass die Beamten leicht durchnässt aus diesem Einsatz zur Wache zurückkehrten, ist gerade bei den derzeitigen Temperaturen zweifelsohne vernachlässigbar.

Nach versuchtem Wohnungseinbruch – Polizeihubschrauber im Einsatz

THÜNGERSHEIM, LKR. WÜRZBURG. Nach einem versuchten Wohnungseinbruch ist es am späten Mittwochabend zu einem Polizeieinsatz gekommen, bei dem auch ein Hubschrauber beteiligt war. Letztlich verlief die Fahndung nach dem Unbekannten ergebnislos.

Kurz nach 23:30 Uhr war die Bewohnerin einer Erdgeschosswohnung in der Ringstraße auf verdächtige Geräusche im Bereich ihres Balkons aufmerksam geworden. Beim Nachsehen konnte sie einen Mann erblicken, der offenbar in das Anwesen einsteigen wollte und sofort flüchtete. Unverzüglich alarmierte die Frau über Notruf die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und mehrere Streifen fahndeten nach dem Verdächtigen, der mit einer schwarzen Sporttasche unterwegs war, ergebnislos. Auch ein hinzugezogener Polizeihubschrauber konnte den Mann nicht mehr aufspüren.

Letztlich wurde von dem Täter eine Außenbeleuchtung im Wert von etwa 200 Euro abgerissen. Wer sachdienliche Hinweise geben kann oder Beobachtungen gemacht hat, die den Beamten bei der Ermittlung des Täters helfen können, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/ 457-0 zu melden.

PP Unterfranken