Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 14.10.2015

StockSnap / Pixabay , Hund Dummy

Festnahmen nach Einbruch in Einfamilienhaus – Vorbildliches Verhalten von Nachbarn

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 14.10.2015

OBERTHULBA, LKR. BAD KISSINGEN. Vorbildliches Verhalten von Nachbarn mit der schnellen Weitergabe von wichtigen Informationen an die Polizei führte am Dienstagnachmittag zur vorläufigen Festnahme von zwei Männern nach dem Einbruch in ein Einfamilienhaus. Die Kripo Schweinfurt hat in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt die Ermittlungen aufgenommen.

 

Die Bewohnerin eines Einfamilienhauses an der Hurschelwiese hatte nach einer Nachtschicht geschlafen. Gegen 12:55 Uhr wurde sich durch verdächtige Geräusche im Haus wach und schaute nach dem Rechten. An der gewaltsam geöffneten Terrassentüre im Wohnzimmer überraschte sie zwei Männer und fing lauthals an um Hilfe zu schreien. Die beiden Verdächtigen flüchteten sofort zu Fuß.

Ein Nachbar war auf die Hilfeschreie aufmerksam geworden und nahm geistesgegenwärtig zu Fuß die Verfolgung der beiden Flüchtenden auf. Im Bereich des Parkplatzes der Merzweckhalle stiegen die Männer in einen Ford mit litauischer Zulassung ein und fuhren weg. Ein weiterer Nachbar, der auch auf die Situation aufmerksam geworden war, kam mit seinem Pkw an den Parkplatz und ließ den zu Fuß Folgenden einsteigen. Zusammen fuhren sie dem Ford noch einige Zeit nach, bis sie ihn im Bereich der Waldstraße aus den Augen verloren hatten.

Die zwischenzeitlich verständigte Polizeiinspektion Hammelburg leitete mit Unterstützung angrenzender Polizeidienststellen und auch einem Polizeihubschrauber eine umfangreiche Fahndung nach dem gesuchten Ford ein. Zunächst waren die Verdächtigen spurlos verschwunden. Allerdings waren Fahndungskräfte der hessischen Polizei nach einem Hinweis aus Bayern auf der Autobahn A3 gegen 15:30 Uhr auf das gesuchte Fahrzeug aufmerksam geworden.

Im Rahmen einer Kontrolle im Bereich von Hanau entdeckten die Polizeibeamten dann das Diebesgut aus dem Wohnungseinbruch in Oberthulba in Form von eines Mobiltelefons. Das Elektronikteil, sowie weiterer Schmuck und Armbanduhren waren professionell unter Verkleidungen des Fords versteckt. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Derzeit laufen die Abklärungen, ob die Schmuckstücke aus weiteren Wohnungseinbrüchen stammen.

Die beiden festgenommenen Männer im Alter von 25 und 19 Jahren wurden zur Kriminalpolizei Schweinfurt gebracht. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ordnete die Vorführung beim Ermittlungsrichter an. Dieser erließ am Mittwochnachmittag gegen beide Untersuchungshaftbefehle und sie wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht.

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Nach Tod eines Hundes – Erste Ermittlungsergebnisse

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und des Landratsamtes Main-Spessart vom 14.10.2015

GEMÜNDEN / OT LANGENPROZELTEN, LKR. MAIN-SPESSART. Nach dem Tod eines Hundes in der zweiten Augustwoche, liegt mittlerweile ein Gutachten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor. Demnach ist nicht auszuschließen, dass der 53-Jährige Besitzer das Tier mit einem Elektrotacker getötet hat. Ein weiterer Hund verstarb wenig später, einem Gutachten zufolge, an bereits länger andauernder Krankheit.
Wie die Polizeiinspektion Lohr bereits berichtet hatte, besteht der Verdacht, dass der Tierhalter am 9. August einen seiner Hunde mit einem Elektrotacker getötet hat. Die Befunde bestätigen, dass gegen einen der Hunde ein solches Gerät eingesetzt wurde, lassen aber keinen Nachweis darauf zu, ob dies vor oder nach dem Tod des Hundes geschehen ist. Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Lohr am Main sind abgeschlossen und wurden zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft Würzburg abgegeben.

Im Fall des zweiten Hundes steht fest, dass dieser nicht getötet wurde. Er war offenbar bereits längere Zeit schwer krank. Ob hier ein strafrechtlicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, wird ebenfalls durch die zuständige Staatsanwaltschaft geprüft. Der Tierhalter selbst gibt an, dass er das erste verstorbene Tier mit dem Elektrotacker von Krankheit erlösen wollte.
Unabhängig davon hat der Landkreis Main-Spessart ein Tierhalteverbot gegen den 53-Jährigen ausgesprochen.

 

Schnullersuche löst Verkehrsunfall aus – Pkw überschlägt sich – Drei Personen verletzt

UETTINGEN, LKR. WÜRZBURG. Am Mittwochmorgen ist es zwischen den Ortschaften Uettingen und Helmstadt zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem drei Insassen verletzt wurden. Alleinbeteiligt kam ein VW von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. Die Polizeiinspektion Würzburg-Land führt die Unfallermittlungen.
Gegen 08:15 Uhr war die 22-Jährige VW-Fahrerin von Helmstadt kommend auf Kreisstraße WÜ11 in Richtung Uettingen unterwegs. Auf dem Beifahrersitz saß eine 15-jährige Jugendliche und im Fond des Fahrzeugs der 3-jährige Sohn der Fahrerin. Das Fahrzeug kam zunächst nach rechts ins Bankett. Nach einem Gegenlenken der Frau fuhr der VW über die Straße und prallte mit hoher Wucht in den linken Straßengraben. Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals und blieb letztlich auf dem Dach liegen.

Private Ersthelfer kümmerten sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die Fahrzeuginsassen. Alle drei Personen wurden anschließend vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht.

Nach ersten Befragungen war das Kind im Fahrzeug unruhig und die Beifahrerin suchte nach dem Schnuller. Hierdurch abgelenkt verursachte die 22-Jährige den folgenschweren Verkehrsunfall. Am Fahrzeug selbst entstand Totalschaden in Höhe von etwa 1.000 Euro.

 

Zwei Einbrüche in Einfamilienhäuser – Polizei hofft auf Hinweise

RIMPAR / OT GRAMSCHATZ UND GÜNTERSLEBEN, LKR. WÜRZBURG. Zwischen Dienstagvormittag und den frühen Nachmittagsstunden sind Einbrecher in zwei Einfamilienhäuser eingestiegen. In einem Fall machte der Dieb Beute im Wert von etwa 600 Euro. Die Polizeiinspektion Würzburg-Land hat die ersten Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
In Tatzeitraum zwischen 10:00 Uhr und 13:30 Uhr war ein Unbekannter in ein Wohnhaus in der Retzstadter Straße in Gramschatz eingestiegen. Hierzu hebelte der Einbrecher auf der Gebäuderückseite ein Fenster auf und kam so ins Innere. Nach den ersten Erkenntnissen durchsuchte der Täter zwar Schränke im Erdgeschoss, nahm aber keine Beute mit. Der Sachschaden wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt.

Bei einem weiteren Einbruch in der Zeit zwischen 08:30 Uhr und 10:30 Uhr in der Günterslebener Fichtenstraße hatte ein Unbekannter Beute im Wert von etwa 600 Euro gemacht. Ebenfalls über die Rückseite des Einfamilienhauses drang der Einbrecher gewaltsam in das Gebäude ein. Dort angekommen nahm der Unbekannte einen Laptop, ein Tablet, Modeschmuck und eine Geldbörse mit. Eine Zeugin fand gegen 10:30 Uhr am Maidbronner Weg einen Teil der Beute. Der Sachlage nach sortierte der Täter dort Bargeld aus und warf den Geldbeutel und die Laptoptasche weg.
Die Polizeiinspektion Würzburg-Land hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1630 zu melden.

 

Frontalzusammenstoß zwischen Pkw und Kleintransporter – 77-Jähriger vor Ort gestorben

OCHSENFURT, LKR. WÜRZBURG. Ein 77-jähriger Pkw-Fahrer ist am Mittwochmorgen bei einem Frontalzusammenstoß mit einem VW-Bus an der Unfallstelle gestorben. Die Unfallermittlungen führt die Polizeiinspektion Ochsenfurt. Zur genauen Rekonstruktion des Geschehens wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg auch ein Sachverständiger mit eingeschaltet.

 

Kurz vor 07:00 Uhr war der Golf-Fahrer auf der Staatsstraße 2269 aus Richtung Hopferstadt kommend in Fahrtrichtung Ochsenfurt unterwegs. Im Auslauf einer langgezogenen Rechtskurve kam der Senior auf regennasser Fahrbahn aus bislang noch unklarer Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er mit voller Wucht mit einem entgegenkommenden VW-Bus zusammen, der mit zwei Frauen im Alter von 56 und 60 Jahren besetzt war.

Für den 77-Jährigen, der aus dem Landkreis Würzburg stammt, kam jede Hilfe zu spät, er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die 56-jährige Fahrerin und die 60-Jährige Beifahrerin aus dem VW-Bus kamen mit leichteren Verletzungen davon. Vorsorglich wurden sie vom Rettungsdienst in Krankenhäuser eingeliefert.

Die Polizeiinspektion Ochsenfurt hat die Ermittlungen zum genauen Unfallgeschehen vor Ort aufgenommen. Unterstützt werden die Beamten hierbei von einem Sachverständigen. Die Staatsstraße 2269 war nach dem Unfall komplett gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr aus Ochsenfurt war vor Ort im Einsatz.

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Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus – Fünf Verletzte durch Rauchgase

WÜRZBURG / INNENSTADT. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist ein Feuer in einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Die Feuerwehr hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Insgesamt fünf Bewohner wurden nach dem Einatmen von Rauchgasen in Krankenhäusern behandelt. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort aufgenommen.
Um 02:48 Uhr hatte eine Nachbarin des Mehrfamilienhauses in der Wolframstraße den Notruf der Integrierten Leitstelle gewählt und den Brand mitgeteilt. Beim Eintreffen der Rettungskräfte und der Polizei schlugen Flammen aus den Fenstern der Erdgeschosswohnung. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Würzburg und auch der Freiwilligen Feuerwehr Würzburg begannen sofort mit den Löscharbeiten. Zunächst wurden die Bewohner angewiesen in ihren Wohnungen zu bleiben und wurden später ins Freie gebracht. Zum Teil hatten sich Personen, darunter auch der Mieter der brennenden Wohnung, selbstständig nach draußen begeben.

Drei Frauen und zwei Männer erlitten durch das Einatmen von Rauchgasen Verletzungen. Nach einer Erstbehandlung vor Ort brachten Rettungskräfte die Geschädigten in Krankenhäuser. Der Brand war im Anschluss schnell gelöscht. Der Kriminaldauerdienst Würzburg hat vor Ort die ersten Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache aufgenommen. Der Sachschaden am Gebäude dürfte nach ersten Schätzungen wohl über 100.000 Euro betragen.

 

Motorradfahrer prallt in Gegenverkehr – 54-Jähriger per Rettungshubschrauber in Klinik

BREITBRUNN, LKR. HASSBERGE. Am Dienstagnachmittag kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall zwischen einem Motorradfahrer und einem Pkw. Der lebensgefährlich verletzte 54-Jährige Biker wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert. Eine Sachverständige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg mit in die Unfallermittlungen eingeschaltet.
Gegen 14:15 Uhr war der 54-Jährige mit seiner 1200er BMW auf der Staatsstraße 2274 von Breitbrunn kommend in Fahrtrichtung Ebelsbach unterwegs. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam er im Verlauf einer Rechtskurve aus bislang unklarer Ursache nach der Finkenmühle auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte der Biker frontal in einen entgegenkommenden VW Touran, der von einem 59-Jährigen aus Bamberg gesteuert wurde.

Nach dem Zusammenstoß stürzte der 54-Jährige, der aus dem Landkreis Haßberge stammt, von seiner Maschine und kam schwerverletzt zum Liegen. Nach einer notärztlichen Erstversorgung brachte ein Rettungshubschrauber den Zweiradfahrer in ein Krankenhaus. Eine Lebensgefahr ist nach Einschätzung der Rettungskräfte nicht auszuschließen. Der VW-Fahrer und vier weitere Insassen aus diesem Fahrzeug kamen mit dem Schrecken davon. Der Sachschaden an der BMW wird auf 8.000 Euro, der am VW auf 10.000 Euro geschätzt.

Die Staatsstraße war nach dem Unfall komplett gesperrt. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Breitbrunn unterstützten bei der Verkehrsumleitung. Um die Unfallaufnahme kümmerten sich Beamte der Polizeiinspektion Ebern. Hierzu wurde auch eine Sachverständige mit eingeschaltet.

 

PP Unterfranken