Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 14.12.2015

510318 / Pixabay Drogen

Folgenreiche Trunkenheitsfahrt – 20 Fahrzeuge beschädigt

WÜRZBURG. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat am Sonntagabend einen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, der offenbar im betrunkenen Zustand mehrere Verkehrsunfälle im Stadtgebiet verursacht hat. Auf der mutmaßlichen Fahrtstrecke des 32-Jährigen stellten die Beamten unter anderem 20 beschädigte Fahrzeuge fest.
Gegen 21:30 Uhr war der schwarze Seat ins Visier der Ordnungshüter geraten, der ohne Licht und mit Schlangenlinien in der Luitpoldstraße fuhr. Sofort nahmen die Beamten die Verfolgung auf, jedoch missachtete der Fahrer zunächst sämtliche Anhaltesignale des Streifenwagens. Nachdem das Fahrzeug die Kreuzung am Kongresszentrum trotz roter Ampel überquert hatte, konnte es am Röntgenring angehalten werden.

Bei der folgenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Seat im Frontbereich stark beschädigt war. Schnell stellte sich heraus, dass der 32-Jährige am Steuer offenbar erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Alkotest ergab bei dem Mann aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld einen Wert von knapp 3 Promille.

Während der Sachverhaltsaufnahme meldete sich dann ein Zeuge bei der Polizei. Der Mann hatte zuvor beobachtet, wie der Seat in der Bismarckstraße über eine Verkehrsinsel und ein dortiges Verkehrsschild gefahren war. Eine weitere Zeugin teilte kurze Zeit später mit, dass sie an der Brücke der deutschen Einheit einen Zusammenstoß mit dem Seat gerade noch hatte verhindern können.

Nachdem die mutmaßliche Fahrtstrecke des Beschuldigten nachvollzogen worden war, stellten die Beamten in der Bismarckstraße, der Rotkreuzstraße, der Ziegelaustraße, der Welzstraße und der Scanzonistraße insgesamt 20 beschädigte Fahrzeuge fest, die möglicherweise mit der Trunkenheitsfahrt des 32-Jährigen in Einklang zu bringen sind. Außerdem soll der Mann bei einem Abbiegevorgang am Neunerplatz eine Ampelanlage gestreift haben. Der Gesamtschaden steht bislang noch nicht zweifelsfrei fest, dürfte sich aber im Bereich von mehreren tausend Euro bewegen.

Sowohl der Seat als auch der Führerschein des Beschuldigten wurden sichergestellt. Der Tatverdächtige musste die Beamten zur Dienststelle begleiten und dort eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Gegen den 32-Jährigen wird jetzt unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei der folgenreichen Fahrt noch weitere Fahrzeuge beschädigt wurden. Mögliche Betroffene werden daher gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter Tel. 0931/457-2230 in Verbindung zu setzen.

 

Auffahrunfall auf A 45 – Frau schwer verletzt – Hubschraubereinsatz

KLEINOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei einem Auffahrunfall zwischen zwei Pkw wurde am Montagmorgen auf der A 45 bei Kleinostheim eine 32-Jährige aus dem Landkreis Aschaffenburg schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber transportierte sie ins Klinikum nach Aschaffenburg.
Die Frau war gegen 07:50 Uhr mit ihrem Skoda auf der A 45 in Fahrtrichtung Hanau unterwegs. Auf Höhe der Ausfahrt Kleinostheim musste sie auf dem linken Fahrstreifen scharf abbremsen, weil vor ihr – so ihre Angaben – ein Fahrzeug auf den linken Fahrstreifen ausgescherte. Ein nachfolgender 21-Jähriger – ebenfalls aus dem Landkreis Aschaffenburg – erkannte das abrupte Bremsmanöver zu spät und fuhr mit seinem Seat Ibiza dem Skoda heftig ins Heck. Dadurch kam der Skoda ins Schleudern. Er drehte sich und prallte gegen die linke Leitplanke, wo er schräg zum Stehen kam. Der auffahrende Seat blieb auf dem rechten Fahrstreifen liegen. Das ausscherende Fahrzeug, das die Ursache für das Bremsmanöver setzte, fuhr unerkannt weiter. Zu einem Zusammenstoß mit anderen Fahrzeugen war es nicht gekommen.

Nach dem Unfall klagte die Frau im Skoda über Rückenschmerzen, weshalb sie von der Feuerwehr schonend geborgen werden musste. Hierzu trennten die Einsatzkräfte das Dach des Pkw ab. Ein Rettungshubschrauber flog sie anschließend ins Aschaffenburger Klinikum. Der 21-Jährige fühlte sich nach eigenen Angaben zwar unverletzt, Kräfte des Rettungsdienstes transportierten ihn aber vorsorglich zur Untersuchung ebenfalls ins Aschaffenburger Klinikum. Neuere Angaben zum Gesundheitszustand der beiden Unfallbeteiligten liegen derzeit hier nicht vor.

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Schadenssumme beläuft sich auf etwa 14.000 Euro. An der Unfallstelle musste die Richtungsfahrbahn Hanau wegen der Landung des Rettungshubschraubers für etwa 20 Minuten voll gesperrt werden. Anschließend konnte der Verkehr rechts über den Standstreifen die Unfallstelle passieren. Es bildete sich ein Rückstau von mehreren Kilometern Länge, der am Seligenstädter Dreieck auch bis auf die A 3 zurückreichte. Auch auf der B 8 staute sich der Verkehr im Zug der Ortsdurchfahrt Kleinostheim massiv. Gegen 09:45 Uhr war die Unfallstelle wieder komplett geräumt.
Hinweise auf den Unfallverursacher erbittet die Autobahnpolizei unter Tel. 06021/857-2530.

 

Verdächtiger Geruch im Fahrzeug – Polizei stellt über 600 Gramm Drogen sicher – 23-Jähriger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 14.12.2015

WÜRZBURG / GROMBÜHL. Einen sprichwörtlich guten Riecher hatte eine Streife der Würzburger Polizei am frühen Freitagmorgen. Den Beamten stieg bei einer Fahrzeugkontrolle Cannabisgeruch in die Nase und bei einer Durchsuchung wurden sie schließlich fündig: über 600 Gramm Drogen konnten sichergestellt werden. Ein 23-Jähriger sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Bei der Kontrolle eines Opels und dem zugehörigen Fahrer in der Schweinfurter Straße gegen 03:00 Uhr, fiel den Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt sofort der Geruch von Cannabis auf, der aus dem Fahrzeuginneren strömte. Der 23 Jahre alte Fahrer des Pkw übergab den Polizisten schließlich etwa 100 Gramm Haschisch. Außerdem fanden die Beamten bei ihm rund 530 Gramm Marihuana und eine geringe Menge Amfetamin.

Der 23-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Dort musste der Beschuldigte eine Blutentnahme über sich ergehen lassen, da er unter dem dringenden Verdacht stand, das Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt zu haben. Die Drogen und den Opel stellten die Beamten sicher. Anschließend übernahm die Kripo Würzburg die weitere Sachbearbeitung des Falles.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg erfolgte am Freitag dann die Vorführung des Tatverdächtigen beim zuständigen Ermittlungsrichter. Der Richter erließ Haftbefehl gegen den jungen Mann und der 23-Jährige sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg wegen unterschiedlichster Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz dauern unterdessen an.

Vorsicht beim Öffnen von E-Mail Anhängen – Makro-Viren wieder vermehrt aufgetaucht

UNTERFRANKEN. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt aus aktuellem Anlass erneut vor einem sorglosen Umgang mit E-Mail Anhängen. Immer wieder nutzen auch Straftäter den oftmals massenhaften Versand mit Schadsoftware infizierter Mails. Letztlich geht es den Betrügern immer um dasselbe, nämlich das Geld ihrer Opfer.
Derzeit verschicken die Betrüger wieder vermehrt E-Mails, in denen die Empfänger aufgefordert werden, z.B. eine Rechnung, die als Word-Dokument angefügt ist, zu öffnen. Wenn der Benutzer dieser Aufforderung nachkommt, wird über ein im Word-Dokument enthaltenes Programm (sogenanntes „Makro“) eine Schadsoftware heruntergeladen und auf dem Computer installiert.

Die installierte Schadsoftware kann in der Folge verschiedenste Schäden anrichten. So können zum Beispiel Passwörter für den Zugang zum Computer oder das Online-Shopping oder Banking ausgespäht werden.

Als Beispiel kann folgender tatsächlich von einem Betroffenen erhaltener E-Mail Text dienen. Der Mail war zusätzlich ein entsprechendes Word-Dokument mit den angeblichen Rechnungsdetails angefügt:
„Sehr geehrter Kunde,

das von Ihnen gespeicherte Girokonto ist nicht genügend gedeckt, um die Lastschrift auszuführen. Sie haben eine nicht beglichene Rechnung bei unserem Kunden ….. GmbH.

Rechnungssumme: 570,20 EU
Kosten: 52,32 EU

Der Gesamtbetrag kann aufgrund kürzlich berechneter Zinsen möglicherweise abweichen.

Namens und in Vollmacht unseren Mandanten …. GmbH ordnen wir Ihnen an, die offene Gesamtforderung unverzüglich zu bezahlen. Bei Rückfragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 24 Stunden. Die detaillierte Kostenaufstellung, der Sie alle Einzelpositionen entnehmen können, fügen wir bei. Wir erwarten die gesamte Überweisung bis zum 17.12.2015 auf unser Bankkonto.

Erfolgt kein Ausgleich der offenen Gesamtforderung bis zur festgelegten Frist, werden wir ohne weitere Kontaktaufnahme die Angelegenheit an das Gericht übergeben und der SCHUFA melden.

Hochachtungsvoll

Stellvertretender Rechtsanwalt … …“
Neben Anhängen als Word-Dokument, sind weiterhin auch zip-Dateien als Anhang unterwegs. Wie bereits Mitte November berichtet, hatten sich im Laufe der vergangenen Wochen mehrere Unternehmen bei der Polizei gemeldet, die Opfer von Cyberkriminellen geworden waren. Alle Firmen hatten Stellenanzeigen geschaltet, auf welche sich die Täter per E-Mail meldeten. Beim Anklicken des Dateianhanges mit den angeblichen Bewerbungsunterlagen installierte sich die Schadsoftware „Chimera“ und sperrte den Bildschirm.

Der diesbezüglich zuletzt bekannt gewordene Fall ereignete sich Ende vergangener Woche im Landkreis Aschaffenburg. Hier hatte ein Mitarbeiter einer Firma eine angebliche Bewerbungs-E-Mail mit einem zip-Anhang geöffnet. Sofort installierte sich die Schadsoftware und verschlüsselte sämtliche Office-Dateien. Um Abhilfe zu schaffen, sollte eine russische E-Mail-Adresse angeschrieben werden.
Die Unterfränkische Polizei hat einige Tipps und Hinweise parat, wie man sich wirksam schützen kann:
•1. Gehen Sie mit E-Mails und deren Anhängen grundsätzlich sorgsam um. Beachten Sie: Viren, Würmer und Trojaner werden häufig per E-Mail verbreitet.
•2. Öffnen Sie E-Mail-Anhänge nur dann, wenn Ihnen der Absender vertraut ist. Aber: Es ist relativ einfach, den Absender einer E-Mail zu fälschen und dadurch einen vertrauten Eindruck zu erwecken! Zum Teil kopieren die Betrüger auch Adressen von Ihnen bekannten oder verwandten Personen. Deswegen ist dabei ist immer Ihr gesunder Menschenverstand gefordert! Erwarten Sie beispielsweise weder eine Rechnung noch eine Mahnung, könnte es sich bei einer Mail mit einer angehängten Rechnung, um eine gefälschte E-Mail mit Schadcode handeln.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sicherheitskompass/e-mail-und-anhaenge.html#sthash.JvfuF4Ap.dpuf

 

 

Rund 1,2 Kilogramm Haschisch sichergestellt – 20-Jähriger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 14.12.2015

ASCHAFFENBURG. Ein 20-Jähriger, dem der Handel mit Haschisch in nicht geringer Menge vorgeworfen wird, sitzt seit Samstagvormittag in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft.
Am Freitagabend gegen 20:45 Uhr war der junge Mann im Bereich des Hauptbahnhofs unterwegs, als er einer polizeilichen Kontrolle unterzogen wurde. In seinem Pkw fanden die Beamten insgesamt rund 1,2 Kilogramm Haschisch. Dieses wurde sichergestellt. Wegen des dringenden Verdachts, mit dem Rauschgift Handel zu treiben, wurde der 20-Jährige vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Dort verbrachte er die Nacht nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen in einer Haftzelle.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde der Heranwachsende am Samstagvormittag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl und die Beamten brachten den 20-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt. Die weiteren Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg dauern in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft indes an.

 

21-Jähriger von Unbekannten angegangen – Polizei sucht Zeugen

SCHWEINFURT. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist ein 21 Jahre alter Mann von drei Unbekannten angegangen worden. Zeugen fanden den Verletzten an einer Bushaltestelle. Die Schweinfurter Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Drei Zeugen hatten gegen 23.00 Uhr den 21-Jährigen am Boden liegend an einer Bushaltestelle an der Ludwigsbrücke vorgefunden. Der junge Mann hatte eine Kopfplatzwunde, weshalb die Zeugen sofort Polizei und Rettungsdienst verständigten. Die Helfer hatten noch beobachten können, wie sich drei Unbekannte vom Tatort entfernten. Nach den bisher gewonnenen Erkenntnissen, hatten die drei Männer den Geschädigten zuvor offenbar angegangen und der junge Mann hatte die Kopfverletzung erlitten. Der Rettungsdienst brachte den Verletzten zur weiteren Behandlung in eine umliegende Klinik.
Die drei Unbekannten waren schwarz gekleidet, trugen teilweise Mützen und hatten südländisches Aussehen. Um den Tatablauf rekonstruieren zu können, bittet die Schweinfurter Polizei die Bevölkerung nun um Mithilfe:
•Wer hat zur Tatzeit drei Personen gesehen, auf die die Beschreibung passen könnte?
•Wer kann etwas zum Tathergang angeben?
•Wer hat eventuell einen Streit zwischen den vier Männern beobachtet oder kann sonstige sachdienliche Angaben machen?
Hinweise nimmt die Schweinfurter Polizei unter Tel. 09721/202-2200 entgegen.

 

26-Jähriger von drei Unbekannten beraubt? Polizei bittet um Zeugenhinweise

BAD KISSINGEN UND POPPENHAUSEN, LKR. SCHWEINFURT. Ein Zeuge ist am Sonntagabend auf einen offenbar hilflosen 26-Jährigen aufmerksam geworden. Der Mann verständigte die Polizei und den Rettungsdienst. Bevor der Verletzte ins Krankenhaus gefahren wurde, gab er gegenüber den Beamten an, tags zuvor in Bad Kissingen beraubt worden zu sein. Die Kripo bittet diesbezüglich um Zeugenhinweise.
Gegen 20:45 Uhr hatte ein Bewohner der Bahnhofstraße den 26-Jährigen am Bahnhof in Poppenhausen bemerkt. Da es diesem augenscheinlich nicht gut ging, alarmierte der Zeuge die Polizei. Die Ordnungshüter nahmen sich dem offenbar Hilflosen an und riefen den Rettungsdienst hinzu. Bevor der Mann im Krankenhaus stationär aufgenommen wurde, schilderte er den Beamten, dass er am Samstagabend, gegen 20:00 Uhr, in Bad Kissingen von drei Unbekannten u.a. seiner Geldbörse beraubt worden sei. Nähere Angaben konnte er wohl auch aufgrund seiner Alkoholisierung nicht machen.
Die Kripo Schweinfurt hat die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen und bittet jetzt um Hinweise von Zeugen. Wem am Samstagabend eine Auseinandersetzung zwischen vier Männern in Bad Kissingen aufgefallen ist oder wer sonstige sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

Nach Vollbrand einer Scheune – erste Hinweise auf Brandursache

GAUKÖNIGSHOFEN, LKR. WÜRZBURG. Nachdem vergangene Woche in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eine Scheune vollständig abgebrannt war, haben die Ermittlungen der Kripo Würzburg nun erste Hinweise zur Brandursache ergeben. Ein im Gebäude betriebener Wärmestrahler dürfte das Feuer entzündet haben.
Wie bereits berichtet, hatte der Eigentümer des Anwesens in der Mühlenstraße gegen 03:00 Uhr bemerkt, dass eine Scheune im Vollbrand steht. Über 100 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren bekämpften das Feuer, konnten jedoch nicht mehr verhindern, dass die aus mehreren Gebäudeteilen bestehende Scheune niederbrannte. Auch in dem Gebäude abgestellte Fahrzeuge, unter anderem ein Oldtimer Porsche 911, wurden Opfer der Flammen. Der Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden, wird aber im sechsstelligen Bereich liegen. Verletzt wurde bei dem Großbrand glücklicherweise niemand.

Das Feuer dürfte nach aktuellem Ermittlungsstand durch einen propangasbetriebenen Heizpilz ausgelöst worden sein. Die Abstrahlhitze hatte offenbar die Holzdecke in Brand gesetzt und die Flammen hatten sich dann auf den gesamten Scheunenkomplex ausgebreitet. Die Ermittlungen der Kripo Würzburg dauern an.

 

Zwei Männer dringen in Wohnung ein – 23-jähriger Bewohner verletzt – Ermittlungen wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg vom 14.12.2015

KNETZGAU / OT WESTHEIM, LKR. HASSBERGE. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag der vergangenen Woche kam es in einer Wohnung im Knetzgauer Ortsteil Westheim zu einem körperlichen Angriff auf einen 23-Jährigen. Zuvor hatten zwei Männer das Haus betreten und wegen einer Geldforderung das Tatopfer attackiert. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Bamberg führt nun die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen. Die beiden Tatverdächtigen sitzen seit Freitagnachmittag in Untersuchungshaft.
Gegen 00:45 Uhr schlief der 23-jährige Geschädigte in der elterlichen Wohnung in seinem Zimmer. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen drangen die beiden Beschuldigten in die Wohnung ein und gingen in das Zimmer des Schlafenden. Das Tatopfer gibt an, die Eindringlinge seien mit Sturmhauben maskiert gewesen und hätten neben einem Teleskopschlagstock auch ein Messer bei sich gehabt. Nachdem sie Geld gefordert hatten, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem 23-jährigen Geschädigten. Dabei erlitt das Opfer eine Kopfplatzwunde. Dessen Eltern wurden durch die Kampfgeräusche geweckt und konnten die Polizei verständigen. Bis zum Eintreffen der Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Haßfurt hielten sie die beiden Beschuldigten fest. Vor Ort nahmen die Beamten dann einen 21-jährigen Schweinfurter und einen 22-Jährigen aus dem Landkreis Schweinfurt als Tatverdächtige vorläufig fest.

Der Geschädigte musste im Haßfurter Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Kriminalpolizei Schweinfurt übernahm noch in der Nacht die Ermittlungen. Fest steht bislang, dass die beiden Festgenommenen mit dem Geschädigten bekannt waren. Die genauen Hintergründe der Tat sind jetzt Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden am Freitagnachmittag Untersuchungshaftbefehle gegen die beiden Verdächtigen erlassen. Diese befinden sich nun in Justizvollzugsanstalten.