Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 16.08.2015

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34-Jähriger nach Sprung in den Main vermisst – Großeinsatz für Rettungskräfte und Polizei

DETTELBACH, LKR. KITZINGEN. Eine vermeintlich untergegangene Person einer Sportbootbesatzung löste am Samstagnachmittag einen Großeinsatz für Rettungskräfte und Polizei am und auf dem Main aus. Auch ein Rettungshubschrauber war vor Ort. Kurze Zeit später griff eine Streifenbesatzung der Kitzinger Polizei den Vermissten wohlbehalten am Uferrand auf.

 

Kurz vor 15:30 Uhr war der Notruf des Sportbootführers bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen. Der 46-Jährige berichtete, dass ein Mitfahrer vom Boot in den Main gesprungen sei und nicht mehr aufgetaucht wäre. Sofort machten sich Rettungskräfte und Polizei auf den Weg nach Dettelbach an den Main. Schnell war ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehr Dettelbach, des Technischen Hilfswerks, der Wasserwacht und der DLRG vor Ort und begann mit der Suche nach dem 34-Jährigen mit Booten auf dem Main. Später war auch ein Rettungshubschrauber vor Ort.

Etwa 20 Minuten nach dem Notruf entdeckte eine Streife der Kitzinger Polizei einen Mann am Uferrand der Mainsondheimer Seite und es war schnell klar, dass es sich dabei um den Gesuchten handelte. Er war wohlauf und unverletzt. Die weiteren Ermittlungen hat die Wasserschutzpolizeigruppe der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt vor Ort aufgenommen. Bei ersten Befragungen stellte sich heraus, dass der Anker des Sportbootes wohl am Grund festgehangen war und der 34-Jährige diesen mit einem Sprung in den Fluss lösen wollte. Offenbar durch die Strömung wurde der Mann unter dem Wasser abgetrieben und die Mitfahrer warteten im Bereich des Eintauchens vergeblich auf die Rückkehr des Mannes.

Tatsächlich sei er etwas weiter entfernt wieder wohlbehalten aufgetaucht und habe an einem Gebüsch das Nass verlassen können. Für den Zeitraum des Einsatzes auf dem Main war die Schifffahrt bis 16:15 Uhr komplett gesperrt.

Schwerer Frontalzusammenstoß zwischen zwei Pkw – Drei Insassen schwer verletzt

ZELL AM MAIN, LKR. WÜRZBURG. Am Sonntagnachmittag sind bei einem schweren Frontalzusammenstoß zweier Pkw auf der Hettstadter Steige insgesamt drei Insassen schwer verletzt worden. Eine 18-jährige Beifahrerin war nach dem Zusammenstoß eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die Straße war für die Dauer der Unfallaufnahme und den Aufräumarbeiten mehrere Stunden komplett gesperrt. Ein Sachverständiger wurde zur genauen Rekonstruktion des Unfallgeschehens eingeschaltet.

Kurz vor 16:00 Uhr war ein 18-jähriger BMW-Fahrer auf der Hettstadter Steige von Würzburg kommend in Richtung Waldbüttelbrunn unterwegs. Auf dem Beifahrersitz saß eine gleichaltrige Frau. Nach den ersten Erkenntnissen kam der junge Mann mit seinem Fahrzeug im Verlauf einer Rechtskurve auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und drehte sich um die eigene Achse. Eine 68 Jahre alte VW Touran-Fahrerin kam zu diesem Zeitpunkt entgegen.

Mit der Beifahrerseite voraus krachte der BMW in die Front des entgegenkommenden VW. Nach dem Zusammenstoß brachten Ersthelfer den Unfallverursacher aus dem Fahrzeug ins Freie und versorgten ihn. Die Frau auf dem Beifahrersitz war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden.

Die beiden BMW-Insassen, welche aus dem Landkreis Würzburg stammen, kamen nach einer Erstversorgung durch Notärzte in ein Würzburger Krankenhaus. Bei ihnen besteht durch die Schwere der Verletzungen Lebensgefahr. Etwas glimpflicher kam die Touran-Fahrerin davon. Aber auch sie wurde in eine Würzburger Klinik eingeliefert.

Der Sachschaden an den beiden Fahrzeugen wird auf 15.000 Euro geschätzt. Vor Ort waren etwa 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Zell am Main. Um die Unfallaufnahme kümmerten sich Beamte der Polizeiinspektion Würzburg-Land. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde auch ein Sachverständiger mit eingeschaltet.

Derzeit (17:30 Uhr) wird damit gerechnet, dass die Hettstadter Steige noch bis etwa 18:00 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt sein wird. Betriebsstoffe sind im Bereich des Wasserschutzgebietes keine ausgelaufen.

PP Unterfranken