Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 17.01.2016

Polizei News Unterfranken

Gefährliches Hindernis auf dem Main – Unbekannte hängen Steine in Fahrrinne – Wasserschutzpolizei sucht Zeugen

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SCHWEINFURT. Glimpflich ausgegangen ist eine gefährliche Situation am Samstagmorgen auf dem Main. Unbekannte hatte Steine an Angelschnüren an einer Brücke derart befestigt, dass Sie in die Fahrrinne der Schiffe hingen. Ein Schiff stieß mit einem der Hindernisse zusammen. Notmanöver anderer Schiffe konnten verhindert werden, da der Schiffsführer die übrigen Wasserfahrzeuge vorwarnte. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Gegen 07:45 Uhr war ein Schiff aus dem Vorkanal der Schleuse Schweinfurt in Talfahrt ausgefahren. Hierbei bemerkte der Schiffsführer beim Durchfahren der Eisenbahnbrücke Schweinfurt/Gerolzhofen in der Dämmerung zunächst einen Schlag gegen die sogenannte Roof, die begehbare Umrahmung seines Steuerhauses. Bei näherer Betrachtung stellte die Besatzung dann fest, dass Unbekannte offenbar an drei Stellen am Brückengeländer Angelschnüre angebracht hatten, an deren Ende jeweils ein Stein gebunden war. Die faustgroßen Steine hingen auf verschiedenen Höhen mittig in die Fahrrinne. An dem Schiff entstand Sachschaden in Form von Lackkratzern, die Besatzung kam mit dem Schrecken davon.

Der Schiffsführer warnte anschließend ein nachfolgendes, sich ebenfalls in Talfahrt befindliches Schiff, das somit unbeschadet die herabhängenden Steine passieren konnte. Zur gleichen Zeit befand sich ein drittes Schiff in der Bergfahrt und wollte in den Vorkanal der Schleuse Schweinfurt einfahren. Auch dieses Schiff wurde auf die Gefahr hingewiesen. Gemeinsam entfernten die Schiffsführer anschließend die von der Brücke herabhängenden Steine und verständigten die Wasserschutzpolizei Schweinfurt.
Die Beamten ermitteln nun wegen Gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr. Der Sachbearbeiter hofft dabei auch auf Hinweise von Zeugen. Es wäre insbesondere möglich, dass Spaziergänger oder Angler etwas beobachtet haben. Wer zur Tatzeit oder in der Nacht zuvor etwas Verdächtiges rund um die Brücke bemerkt hat oder sonst Angaben machen kann, wird gebeten sich unter Tel. 09721/ 202-2250 zu melden.
Die Wasserschutzpolizei Schweinfurt weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier um keinen harmlosen Streich handelt, sondern hier strafbares und potentiell gefährliches Verhalten vorliegt. Die herabhängenden Steine hätten eines der Schiffe zu einem Notmanöver nötigen können und zwischen entgegengesetzt fahrenden Schiffen hätte es leicht zu einer Kollision mit schwerwiegenden Folgen kommen können.

 

Einbrecher kommen über den Balkon – Täter fliehen mit erbeutetem Schmuck und Bargeld

MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Samstagabend waren Einbrecher am Werk und haben Schmuck und Bargeld erbeutet. Sie gelangten über die Balkontüre in eine Wohnung und machten sich anschließend unerkannt aus dem Staub. Zeugen mögen sich bei der Aschaffenburger Kripo melden.
In der Zeit von 18.30 Uhr und 22.30 Uhr sind Unbekannte in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Sandweg eingestiegen. Dafür waren die Einbrecher mit einer Leiter auf den Balkon im 1. Obergeschoss geklettert und hatten dort zunächst versucht, die Balkontüre aufzuhebeln. Als dies misslang, schlugen sie die Scheibe ein und gelangten so ins Innere. Dort durchsuchten sie die Zimmer und entwendeten Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Der Schaden an der Türe beläuft sich auf etwa 300 Euro. Die Täter hatten offenbar zuvor auch probiert, eine weitere Balkontür an diesem Gebäude aufzubrechen.
Die Kripo Aschaffenburg ermittelt und nimmt Hinweise von Zeugen entgegen. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1731 zu melden.

 

Schwelbrand in Wohnhaus – Feuerwehr öffnet Wände – Kripo ermittelt

MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Zu einem Schwelbrand in der Küche eines Wohnhauses ist es am Freitagmorgen gekommen. Um an den Brandherd zu gelangen, musste die Feuerwehr Wände und Decke öffnen. Es gab keine Verletzten, der Sachschaden wird sich nach ersten Schätzungen auf rund 5.000 Euro belaufen.

Um 09.45 Uhr war der Rettungsleitstelle der Brand in einem Anwesen in der Bahnhofstraße gemeldet worden. Bei Eintreffen der Aschaffenburger Polizei und der örtlichen Feuerwehr war zunächst kein offenes Feuer zu entdecken. In der Küche stellten die Einsatzkräfte allerdings eine immer weiter zunehmende Rauchentwicklung fest. Die Floriansjünger öffneten deshalb mit Hilfe von Kettensägen Wände und Decke des Raumes. Dort fanden sie einen Schwelbrand an einem Holzbalken und löschten diesen zügig ab. Der noch glimmende Fachwerkbalken wurde anschließend entfernt.

Die Kripo Aschaffenburg nahm noch am Freitag die Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach derzeitigem Sachstand hatte die Wärme eines Ofenrohrs den Holzbalken zum Kokeln gebracht und den Schwelbrand ausgelöst. Die Feuerwehren aus Mainaschaff und Kleinostheim waren mit 20 Kräften vor Ort im Einsatz. Die Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg dauern an.

 

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