Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 18.07.2015

Polizei News Unterfranken

 

Großbrand in Sägewerk – Schaden in Millionenhöhe – Löscharbeiten dauern an

HAMMELBURG / UNTERERTHAL, LKR. BAD KISSINGEN. Der Brand in einem Sägewerk am Samstagabend hält die Einsatzkräfte noch immer in Atem. Bislang wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Der Sachschaden dürfte nach aktuellem Erkenntnisstand in Millionenhöhe einzuordnen sein. Die Löscharbeiten dauern zur Stunde (21:50 Uhr) noch an und werden sich voraussichtlich bis in die Morgenstunden hinziehen.

Das Feuer auf dem Betriebsgelände des Sägewerkes in der Brückenauer Straße wurde gegen 19:45 Uhr bemerkt. Zunächst hatte eine Lagerhalle samt Inventar gebrannt. Die Flammen griffen dann schnell auf weitere Gebäude und nach und nach auch auf Holzstapel auf einem Lagerplatz im Freien über. Ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren aus Hammelburg, Bad Kissingen, Untererthal, Obererthal, Thulba, Bad Brückenau, Untereschenbach, Fuchsstadt, Aura und Euerdorf bekämpfen mit vereinten Kräften das Feuer. Sie versuchen unter anderem, mit Gabelstaplern noch nicht entzündetes Holz von den brennenden Holzstapeln zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Die Löscharbeiten, für die mittlerweile die angrenzenden B 27 gesperrt wurde, gestalteten sich schwierig. Die Floriansjünger hatten Mühe, genügend Wasser für die bis zu 30 Meter hohen Flammen beizubringen. Mittlerweile liefern ortsansässige Landwirte Wasser in Tanks an, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Ein Hubschrauber der Polizei ist im Einsatz, um den Funkenflug sowie die Brandausbreitung aus der Luft zu beobachten. Für den gesperrten Bereich der B 27 hat die Feuerwehr ab dem Ortsausgang Hammelburg eine Umleitung eingerichtet.

Die Brandursache ist zur Stunde noch völlig unklar. Neben Beamten der Hammelburger und Bad Kissinger Polizei sind auch die Ermittler der Kripo Schweinfurt vor Ort, die die Sachbearbeitung des Brandfalles übernehmen werden.

Brand an Flüchtlingsunterkunft – keine Verletzten – Ermittlungskommission eingerichtet

WALDASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Am frühen Samstagmorgen ist es zu einem Brand in einer Garage einer Flüchtlingsunterkunft gekommen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Warum es zu dem Ausbruch des Feuers an einem in der Garage stehenden Papiercontainer gekommen ist, steht derzeit noch nicht fest. Die Kripo Aschaffenburg hat eine Ermittlungskommission eingerichtet und nimmt jetzt auch Zeugenhinweise entgegen.

 

Kurz nach 04:00 Uhr hatte ein Passant einen Feuerschein in der offen stehenden Garage der Flüchtlingsunterkunft in der Goethestraße entdeckt. Bei genauerem Nachsehen stellte er den brennenden Papiercontainer in der Garage fest. Der Zeuge rollte den Container ins Freie und alarmierte die Feuerwehr und Polizei. Verletzte sind nicht zu beklagen und es entstand auch kein Gebäudeschaden. Der Sachschaden an dem zerstörten Container wird auf mehrere hundert Euro geschätzt.

Warum es überhaupt zum Ausbruch des Brandes kam ist derzeit noch unklar. Nach Zeugenaussagen soll sich kurz vor dem Ausbruch des Feuers ein Mann in dem Hof des betroffenen Anwesens aufgehalten haben.

 

Er wird wie folgt beschrieben:

 

  • Männlich, etwa 180 cm groß
  • Athletisch-kräftige Figur
  • Schwarz gekleidet

 

Derzeit ist noch unklar, ob diese Person etwas mit dem Brandausbruch zu tun hat. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in diesem Zusammenhang Verdächtiges beobachtet hat, oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-500 zu melden.

Neben einem möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund ermittelt die Kripo derzeit auch in alle anderen Richtungen.

 

Nachtrag 1 zum Brand an einem Flüchtlingsheim in Waldaschaff; Stand 12:00 Uhr

 

Die Ermittlungen hat mittlerweile die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Unterfranken in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg übernommen. Auch Beamte der Kripo Aschaffenburg sind weiter mit eingebunden. Der Schwerpunkt der weiteren Untersuchungen konzentriert sich jetzt zunächst darauf, ob vorsätzliches Handeln oder eine andere Ursache mit dem brennenden Papiercontainer in Verbindung gestanden hat. Konkrete Hinweise haben sich bislang noch nicht ergeben.

Die betroffene Flüchtlingsunterkunft in der Goethestraße ist mit insgesamt 30 Personen belegt. Zum Zeitpunkt des Feuers waren 18 Menschen in dem Gebäude. Die Wohnräume sind nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, der Brand war nur lokal auf den Papiercontainer begrenzt, der in der Garage abgestellt war.

Die Ermittlungskommission „Container“ arbeitet weiter mit insgesamt 15 Polizeibeamten an der Aufklärung der näheren Umstände. Mit eingebunden wird auch ein Sachverständiger für Brandfälle des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Die Ermittler hoffen auch weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Verdächtiges beobachtet hat, das mit dem Brand in Verbindung stehen könnte, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-500 zu melden.

Tödlicher Motorradunfall – 20-Jähriger stürzt nach Zusammenstoß mit Vogel

RANNUNGEN, LKR. BAD KISSINGEN. Am Freitagabend ist ein 20-Jähriger mit seinem Motorrad verunglückt. Zuvor war der junge Mann mit einer fliegenden Taube zusammengestoßen und in Folge dessen gestürzt. Er erlitt schwere Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle.

Der junge Kradfahrer war gegen 19:30 Uhr mit seiner Honda auf der Kreisstraße 8 von Rannungen nach Maßbach unterwegs gewesen. Hinter ihm fuhr sein zwei Jahre jüngerer Bekannter ebenfalls mit einem Motorrad. In einer Rechtskurve kollidierte der Zweiradfahrer dann offenbar mit einer Taube, woraufhin er über die Gegenfahrbahn die Kurve verließ und geradeaus weiter in den Straßengraben fuhr. Das Motorrad kam hierbei ins Schleudern, kippte zur Seite und der 20-Jährige prallte mit dem Oberkörper gegen einen Baum. Er erlag noch an der Unfallstelle trotz der sofortigen Bemühungen der Ersthelfer und eines Notarztes seinen schweren Verletzungen.

Am Kraftrad entstand Totalschaden. Während die Unfallaufnahme durch Beamte der Bad Kissinger Polizei erfolgte, unterstützen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rannungen die Polizisten unter anderem bei der Sperrung der Kreisstraße 8.

Jugendliche lassen Feuerstelle am Waldrand unbeaufsichtigt – 36-Jährige verhindert Ausbreiten der Flammen

BAD BRÜCKENAU, LKR. BAD KISSINGEN. Am Freitagabend hatte eine aufmerksame Zeugin beobachtet, wie zwei Jugendliche am Waldrand ein Feuer entzündeten. Die Frau sprach das Duo an und verständigte auch die Polizei, die das Feuer schließlich restlos ablöschte. So konnte größerer Schaden bzw. ein Waldbrand glücklicherweise verhindert werden.

Gegen 19:50 Uhr hatte die 36-Jährige das Feuer und die Jugendlichen am Waldrand im Bereich der Konrad-Zirkel-Straße bemerkt. Sie sprach die beiden sofort an und machte sie auf die derzeit erhöhte Waldbrandgefahr aufmerksam. Die sorglosen Jugendlichen meinten, sie hätten zum Löschen eine Wasserflasche dabei. Damit gab sich die Frau nicht zufrieden und verständigte die Polizei, was absolut richtig war. Die Streife fand vor Ort nur noch eine relativ stark glühende Feuerstelle, aber keine Personen mehr vor. Das Feuer war offensichtlich unzureichend gelöscht worden und stellte eine erheblich Brandgefahr dar, weshalb die Beamten die Feuerstelle mittels des Feuerlöschers aus dem Dienstfahrzeug komplett ablöschten.

Ein Sachschaden entstand glücklicherweise nicht. Durch die Trockenheit hätte sich jedoch leicht ein Waldbrand entwickeln können. Die Bad Brückenauer Polizei sucht nun nach den unbekannten Jugendlichen. Die beiden waren etwa 14-15 Jahre alt, hatten kurze, dunkle Haare und trugen T-Shirt mit kurzen Hosen. Einer führte einen auffällig lila-karierten Rucksack mit. Die Beamten der Polizeiinspektion Bad Brückenau erbitten sachdienliche Hinweise unter der Rufnummer 09741/6060.

Das Polizeipräsidium Unterfranken weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass Feuerstellen nie unbaufsichtigt gelassen werden dürften und durch die derzeit stark ausgetrocknete Natur ein erhöhtes Risikio für Waldbrände besteht. Bitte gehen sie stets sorgsam und mit offenem Feuer um.

Unfall zwischen Sattelzug und Pkw – fünf Unfallbeteiligte in Klinik

WALDBÜTTELBRUNN, LKR. WÜRZBURG. Bei einem Verkehrsunfall am Freitagabend sind fünf Personen teilweise schwer verletzt worden. Ein mit vier Personen besetzter VW Caddy war beim Abbiegevorgang auf die B 8 von einem 40-Tonner erfasst und auf eine Verkehrsinsel geschoben worden. Die B 8 musste für Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten bis etwa 21:45 Uhr gesperrt werden.

Gegen 20:05 Uhr hatte der Fahrer eines VW Caddy von der AS Helmstadt kommend an der Einmündung zur B 8 nach eigenen Angaben vorgehabt, nach links in Richtung Uettingen abzubiegen. Der 47-Jährige fuhr dann von der B 468 in die B 8 ein, ohne auf den vorfahrtsberechtigen und von links herannahenden Sattelzug zu achten. Der 40-Tonner erfasste den Pkw und schob ihn vor sich her über eine Verkehrsinsel. Im Anschluss prallte der Lkw in die Leitplanke, wo er sich verkeilte. Während der 43 Jahre alte Fahrer des Lasters mit leichteren Verletzungen davon kam, wurden die Insassen aus dem VW schwer verletzt. Die fünf Unfallbeteiligten wurden vor Ort medizinisch versorgt und anschließend allesamt, auch mit Hilfe eines Rettungshubschraubers, in umliegende Kliniken eingeliefert.

An dem Sattelzug entstand Sachschaden in Höhe von etwa 15.000 Euro. Der VW wurde stark beschädigt, hier wird der Schaden auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Der Audi eines aus Richtung Würzburg kommenden Verkehrsteilnehmers, der auf der Abbiegespur Richtung AS Helmstadt hielt während der Unfall sich ereignete, wurde ebenfalls beschädigt. Ein Trümmerteil traf den Audi und verursachte einen Schaden der sich auf etwa 2.000 Euro belaufen wird.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Land war mit der Unfallaufnahme betraut und erhielt tatkräftige Unterstützung durch die Freiwilligen Feuerwehren aus Mädelhofen und Waldbrunn sowie durch die Straßenmeisterei. Da Betriebsstoffe aus beiden Fahrzeugen ausgelaufen waren und die Fahrbahn erheblich verschmutzt war, blieb die B 8 bis etwa 21:45 Uhr gesperrt. Zur noch ausstehenden Bergung des mit 30 Tonnen Stückgut beladenen Lkw muss ein Kran eingesetzt werden. Für die Bergung des Fahrzeuges wird die B 8 nochmalig in dem Bereich teilweise gesperrt werden müssen.

Nach Serie von Sachbeschädigungen – Fahndungshinweis der Polizei

MÜNNERSTADT, LKR. BAD KISSINGEN. Nach der Serie von Sachbeschädigungen an Swimmingpools dauern die Ermittlungen der Bad Kissinger Polizei nach wie vor an. Auf der Suche nach dem bislang unbekannten Täter wendet sich die Polizei nun mit einem Fahndungshinweis an die Bevölkerung.

Wie bereits berichtet, wurden in der vergangenen Woche in Münnerstadt mehrere Pools von einem Unbekannten beschädigt. Die Polizei sieht dabei einen Zusammenhang mit einer Serie von gleichgelagerten Fällen, die sich bereits seit 2009 in der Region ereignet haben. Der Gesamtschaden dürfte sich mittlerweile auf über 4.000 Euro belaufen.

Bereits im Jahr 2013 war einer aufmerksamen Anwohnerin in unmittelbarer Tatortnähe auf eine männliche Person aufmerksam geworden, die zumindest für eine Tat in Frage kommt. Der Mann soll damals eine orangene Maske getragen haben. Bei einem weiteren Fall, der sich wenige Tage später ereignete, ist womöglich derselbe Mann unmaskiert gesehen worden.

Von dem mutmaßlichen Täter liegt folgende Beschreibung vor:
Er soll 25 bis 30 Jahre alt und etwa 170 bis 180 cm groß sein. Er hat eine sportliche Figur und dunkle lange Haare. In beiden Fällen soll er dunkle Kleidung getragen haben.

Personen, die im Zusammenhang mit der Serie sachdienliche Hinweise geben können, vielleicht sogar zur Identität des Beschriebenen, werden dringend gebeten, sich bei der Bad Kissinger Polizei unter Tel. 0971/7149-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Besonders wichtig wäre es bei zukünftigen verdächtigen Beobachtungen, dass unverzüglich die Polizei verständigt wird. Um den Täter dingfest machen zu können, zählt beim Einleiten der Fahndung beinahe jede Sekunde.

PP Unterfranken