Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 22.09.2015

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Drogen selbst gezüchtet – Polizei stellt 29 Cannabispflanzen in Wohnhaus sicher

ZEIL AM MAIN, LKR. HASSBERGE. Ein 50-Jähriger steht im Verdacht, in einem Mehrfamilienhaus mehrere Cannabispflanzen angebaut zu haben. Mit der Ernte wollte er offenbar schwunghaft Handel treiben. Durch einen Hinweis kam die Haßfurter Polizei den Beschuldigten am Samstagnachmittag auf die Spur und stellte insgesamt 29 Pflanzen sicher.
Eine Bewohnerin hatte vergangene Woche in einem Abstellraum im Haus die auffällig aussehenden Pflanzen bemerkt. Die Frau verständigte die Polizei und zeigte den Beamten vor Ort den verdächtigen Fund. Es handelte sich tatsächlich um elf Cannabisstöcke, die bereits eine stattliche Höhe von 1,20 Meter erreicht hatten. Der Besitzer mit dem grünen Daumen war im Wohnhaus schnell ausfindig gemacht. Er gab den Besitz der Pflanzen auch sofort zu.

In seiner Wohnung und auf dem Balkon hatte der Mann noch weitere 18 Marihuanagewächse stehen. Ein Diensthund fand bei der Durchsuchung der Räume außerdem noch eine Geldkassette mit einer geringen Menge Haschisch und mehreren hundert Euro Bargeld, die dem 20 Jahre alten Komplizen des 50-Jährigen zuzuordnen waren.

Das Bargeld, die Drogen und die 29 Pflanzen stellten die Haßfurter Beamten sicher. Die beiden Tatverdächtigen wurden festgenommen und mussten die Polizisten zur Dienststelle begleiten. Das Duo wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Drogenfahnder der Kripo Schweinfurt ermitteln nun gegen die beiden Herren wegen unterschiedlichster Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Unfall an Bahnübergang – Pkw stößt mit Zug zusammen – zwei Verletzte in Klinik

RENTWEINSDORF OT LIND, LKR. HASSBERGE. An einem Bahnübergang in Lind ist am Dienstagnachmittag ein VW Polo mit einem Zug kollidiert. Der Zug hat den Pkw rund 100 Meter vor sich hergeschoben, bis er zum Stillstand kam. Beide Insassen aus dem Polo wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

 

Kurz nach 15.00 Uhr hatte der VW-Fahrer in Lind an einem mit Andreaskreuz beschilderten Bahnübergang die Gleise überquert. Die Bahnstrecke ist an dieser Stelle gut einsehbar, der 29-Jährige war jedoch offenbar mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs und hatte den von rechts aus Richtung Ebern herannahenden Zug vermutlich übersehen. Das Auto wurde trotz Notbremsung des Zugführers von der Bahn erfasst und etwa 100 Meter auf den Gleisen quer stehend vor der Bahn hergeschoben.

Der 29 Jahre alte Beifahrer war kurzzeitig in dem VW eingeklemmt, konnte sich dann aber selbst aus dem Wrack befreien. Er und der Fahrer wurden mit schweren Verletzungen in eine umliegende Klinik gebracht. Die insgesamt neun Fahrgäste sowie das Zugpersonal in der Bahn blieben unverletzt. An dem VW entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro. Der Sachschaden am Zug kann zur Stunde noch nicht genau beziffert werden, wird aber mehrere zehntausend Euro betragen.

Neben der Polizei aus Ebern war auch die Bundespolizei sowie die Freiwillige Feuerwehr aus Ebern vor Ort im Einsatz. Die Bergung des verunfallten Zuges dauert zur Stunde (Stand 17:55 Uhr) an und die Bahnnebenstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach wird voraussichtlich noch für einige Stunden gesperrt bleiben müssen.

Vier Passagiere aus dem Zug hatten die Unfallstelle verlassen, bevor die Polizisten deren Personalien aufnehmen konnten. Da eine der Personen laut Aussage von anderen Zeugen den Unfall beobachtet hat, werden die vier Passagiere gebeten, sich unter Tel. 09531/924-130 bei der Polizei in Ebern zu melden.

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Ermittlungen wegen organisierten Versicherungsbetrugs – Rund 200 Unfälle fingiert – zwei weitere Tatverdächtige in Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

ASCHAFFENBURG. Bereits seit etwa zwei Jahren ermittelt die Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg gegen offenbar gut organisierte Versicherungsbetrüger. Dabei geht es um rund 200 manipulierte bzw. provozierte Verkehrsunfälle sowie vorgetäuschte Kasko-Schadensfälle. Der für die Versicherungswirtschaft entstandene Schaden beläuft sich zwischenzeitlich im Bereich von rund einer Million Euro.
Wie bereits berichtet, war bereits Mitte 2014 (26.06.2014) ein Großaufgebot der Polizei am bayerischen Untermain und in Frankfurt am Main im Einsatz, um 18 Objekte zu durchsuchen. Dabei hatten die Fahnder umfangreiches Beweismaterial und auch sieben Autos der Oberklasse sichergestellt. 13 Personen waren damals vorläufig festgenommen worden, gegen zwei hatten Haftbefehle bestanden. Zwei weitere Beschuldigte waren zu diesem Zeitpunkt wegen eines versuchten Tötungsdelikts seit April 2014 in Untersuchungshaft. Die übrigen Festgenommenen waren wieder auf freien Fuß gekommen.

Nach einer Durchsuchungsaktion Ende Juni 2014 folgte im April 2015 eine erneute Aktion der Strafverfolgungsbehörden in elf Objekten. Gegen insgesamt 60 Beschuldigte liefen seitdem strafrechtliche Ermittlungen u.a. wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetruges. Im Zuge dieser Ermittlungen hatte das Landgericht Aschaffenburg auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft Anfang September 2015 zwei weitere Haftbefehle gegen dringend Tatverdächtige erlassen.

Ein 36-Jähriger und ein zwei Jahre älterer Mann aus dem Raum Aschaffenburg wurden daraufhin von Beamten der Kripo verhaftet. Beide sitzen seitdem in Justizvollzugsanstalten. Bislang wurden durch die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg gegen 40 von insgesamt 85 Beschuldigten Anklagen erhoben oder Strafbefehle beantragt. Mehrere Verfahren sind bereits rechtskräftig abgeschlossen.

Die Ausgangsermittlungen ins Rollen gebracht hatte eine anonyme Mitteilung, die bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg im Herbst des Jahres 2013 eingegangen war. Darin gab es Hinweise auf eine ganze Reihe von Straftaten. Der Hauptvorwurf bestand darin, dass seit Jahren Verkehrsunfälle zum Zwecke des Versicherungsbetruges manipuliert und provoziert worden sein sollen. In der Folge hatten dann sehr aufwändige, gemeinsame Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg begonnen. Nach und nach hatten sich die in dem Schreiben geäußerten Verdachtsmomente bestätigt. Der Sachbearbeiter der Kriminalpolizei war bei seinen Recherchen auf eine offenbar gut organisierte, bandenmäßige Struktur gestoßen, bei der eine Vielzahl an Männern und auch Frauen an umfangreichen Betrugsfällen um manipulierte und provozierte Verkehrsunfälle beteiligt war. Es stellte sich heraus, dass viele der fälligen Reparaturen in einer Kfz-Werkstatt abgewickelt worden waren, deren Inhaber nach bisherigen Erkenntnissen ebenfalls dem Kreis der Tatverdächtigen zuzurechnen ist.

In dem laufenden Verfahren geht es um insgesamt 200 Verdachtsfälle, bei denen seit 2008 über die Versicherungen ein Schaden von circa einer Million Euro abgerechnet wurde. Teilweise wurden den Versicherungen gefälschte Gutachten vorgelegt. Die fingierten Unfälle ereigneten sich zumeist im Großraum Aschaffenburg und im angrenzenden hessischen Bereich. Bei vielen dieser fingierten Unfälle stammten beide Unfallbeteiligte aus dem Kreis der beschuldigten Personen.

 

Widerstand im Wald – verunfalltes Duo mit Drogen im Gepäck wehrt sich gegen Maßnahmen der Polizei

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

KIRCHZELL, LKR. MILTENBERG. In einem Waldgebiet bei Ottorfszell hatte die Miltenberger Polizei am Sonntagmittag mit zwei alkoholisierter Männern alle Hände voll zu tun. Die beiden beschädigten mit einer Flasche einen Streifenwagen, leisteten Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen und hatten neben Drogen auch Einbruchswerkzeug im Gepäck. Die Miltenberger Beamten ermitteln nun wegen verschiedenen Delikten.
Ein 29-Jähriger aus dem Landkreis Miltenberg hatte am gegen 12:00 Uhr zwei Männer in einem Waldgebiet bemerkt, die mit ihrem Mercedes offenbar verunfallt waren. Er bat zunächst an, den beiden dabei behilflich zu sein, ihr Fahrzeug aus einem Gebüsch zu ziehen, wo es sich festgefahren hatte. Die Personen verhielten sich allerdings ablehnend und auffällig dem Helfer gegenüber, so dass dieser die Polizei verständigte.

Das Duo empfing dann eine Streife der Miltenberger Polizei mit aggressivem Verhalten. Die beiden offensichtlich alkoholisierten Männer hatten zudem einen großen Hund dabei, der sich kaum bändigen lies. Bei der Feststellung der Personalien schlug ein 38-Jähriger eine Glasflasche auf Motorhaube und Windschutzscheibe des Streifenwagens und brachte die Scheibe damit zum Zerspringen. Im Anschluss flüchtete der Mann in den Wald.

Den Komplizen des Flüchtenden nahmen die Polizisten in Gewahrsam, wobei er heftigen Widerstand gegen die Maßnahme leistete. Im Mercedes des Duos fanden die Beamten schließlich Einbruchswerkzeug und Elektroartikel, die umgehend sichergestellt wurden. Unweit des Pkw stellten die Miltenberger Polizisten außerdem einen Rucksack mit 30 Gramm unterschiedlichster Betäubungsmittel sicher, der dem flüchtigen Beschuldigten zugeordnet werden konnte.

Während der 38-Jährige samt Hund zur Dienststelle gebracht wurde, fahndeten weitere Beamte nach dessen gleichaltrigen Begleiter. Ein Diensthund konnte den Flüchtigen wenig später schlafend im Wald aufstöbern. Auch er wurde festgenommen und zur Dienststelle gefahren. Auf richterliche Anordnung hin wurde bei beiden alkoholisierten polnischen Männern eine Blutentnahme durchgeführt.

Während einer der Männer im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen wurde, musste der Beschuldigte, der im Wald aufgegriffen worden war, die Nacht in der Arrestzelle verbringen. Für ihn lag ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Dieburg vor und er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Richter am Aschaffenburger Amtsgericht eröffnete dem 38-Jährigen den Haftbefehl. Der Mann sitzt mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt. Die Miltenberger Polizei ermittelt gegen beide Beschuldigte nun unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Trunkenheit im Verkehr.

 

 

Versuchter Einbruch in Wohnung – Polizei nimmt Hinweise entgegen

SCHWEINFURT. In der Zeit zwischen Sonntagmittag und Montagnachmittag hat ein Einbrecher bei einem missglückten Einbruchsversuch in eine Wohnung Sachschaden in Höhe von etwa 500 Euro angerichtet. Die Polizeiinspektion Schweinfurt hat die ersten Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Der mögliche Tatzeitraum des Einbruchsversuchs in der Haylmannstraße erstreckt sich von Sonntag, 12:00 Uhr, bis Montag, 14:00 Uhr. Der Unbekannte versuchte gewaltsam eine Zugangstüre zu der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aufzuhebeln. Die Wohnungstüre hielt allerdings den Angriffen stand und der Einbrecher flüchtete unerkannt.
Die Polizeiinspektion Schweinfurt hofft jetzt bei den weiteren Ermittlungen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-0 zu melden.

 

Beschädigung an Hauseingangstüre – Versuchter Einbruch

MÖMLINGEN, LKR. MILTENBERG. In der Zeit zwischen Freitagabend und Montagvormittag hat ein Unbekannter versucht, in ein Reihenhaus einzusteigen. Da die Türe verriegelt war, kam der Einbrecher nicht ins Innere. Die Polizeiinspektion Obernburg nimmt Zeugenhinweise entgegen.
Zwischen Freitag, 22:00 Uhr, und Montag, 07:30 Uhr, hatte der Täter versucht, die Eingangstüre zu dem Wohnhaus in der Gehrenstraße aufzuhebeln. Da die Hausbesitzerin die Türe nicht nur ins Schloss gezogen hatte, sondern auch verriegelte, hatte der Unbekannte keine Chance ins Innere zu gelangen.
Die Polizeiinspektion Obernburg am Main hat die ersten Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 06022/629-0 zu melden.

 

PP Unterfranken