Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 23.07.2015

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„Randale“ im Dachboden – Illegale Untermieter tierischen Ursprungs

BÜRGSTADT, LKR. MILTENBERG. Nachdem sich eine Hausbesitzerin am frühen Donnerstagmorgen hilfesuchend an die Miltenberger Polizei gewendet hatte, machten die Beamten auf dem Dachboden eine nicht alltägliche Entdeckung. Dort hatte sich eine Waschbärenfamilie niedergelassen, die auch für entsprechenden Lärm sorge. Der Zeitpunkt der sofort vollziehbaren Zwangsräumung steht jetzt unmittelbar bevor.

 

Kurz vor 04:00 Uhr hatte sich die Frau telefonisch bei der Miltenberger Polizeiinspektion gemeldet und im heimischen Dialekt von einem „moads Viech“ berichtet, dass in dem Haus für entsprechende Unruhe sorgte. Eine Streifenbesatzung machte sich auf den Weg und beim Blick in den Dachboden entdeckten die Polizisten einen ausgewachsenen Waschbären, der sich mit zwei Jungtieren niedergelassen hatte. Ein Jungtier war bereits verendet.

Mit professioneller Umzugshilfe in Form eines örtlichen Jagdpächters ist mittlerweile eine Lebendfalle aufgestellt worden. Über das neue Zuhause der Waschbären liegen momentan noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.

Streitigkeiten zwischen jungen Männern – Drei Verletzte nach körperlicher Auseinandersetzung

KITZINGEN. Nach körperlichen Auseinandersetzungen zwischen mehreren jungen Männern sind am Mittwochabend drei Verletzte in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Polizeiinspektion Kitzingen ermittelt jetzt gegen sechs junge Männer wegen Körperverletzungsdelikten. Es ist nicht auszuschließen, dass Eifersucht als Motiv eine Rolle gespielt haben könnte.

Kurz vor 21:00 Uhr war ein 29-Jähriger hinter der Shell-Tankstelle in der Repperndorfer Straße mit einem Mann in Konflikt geraten, weil er sich mit einer jungen Frau unterhalten hatte. Der Beobachter des Gesprächs, der offensichtlich der Freund der Frau war, schlug den 29-Jährigen daraufhin mehrfach gegen den Kopf. Der Angegriffene suchte anschließend das Weite und entfernte sich in Richtung Stadtmitte. Eine ärztliche Behandlung war nicht erforderlich.

Gegen 23:00 Uhr kam es dann zu einer weiteren Auseinandersetzung in der Nähe der Königsstraße, weil sich wiederum ein 20-Jähriger und sein zwei Jahre jüngerer Bekannter mit der gleichen Frau unterhielten. Eine Gruppe von 19 bis 22 Jahre alter Männer ging auf die beiden Opfer los, so dass diese zu Boden fielen. Der 20-Jährige und sein Begleiter wurden durch Schläge und Tritte u. a. am Kopf verletzt und auch 24-Jähriger, der ihnen zu Hilfe kam, musste ärztlich versorgt werden. Die Gruppe steht außerdem im Verdacht, das Handy des 24-Jährigen entwendet zu haben, das ihm bei der Rangelei offenbar aus der Hosentasche gefallen war.

Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung wurden durch Beamte der Polizeiinspektion Kitzingen insgesamt sechs Tatverdächtige festgenommen. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen, insbesondere zur genauen Tatbeteiligung, dauern an.

32-Jähriger nach Betäubungsmittelmissbrauch verstorben

ASCHAFFENBURG. Nachdem ein 32-Jähriger am 6. März in der Wohnung eines Bekannten tot aufgefunden worden war, haben die Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg mittlerweile ergeben, dass der Mann wohl an einem Missbrauch mehrerer Betäubungsmittel gestorben ist. Dies hat jetzt auch eine von der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg angeordnete Obduktion und eine toxikologische Untersuchung so bestätigt.

Der 32-Jährige hatte in der Wohnung seines Bekannten in Aschaffenburg übernachtet und am Morgen des 6. März keine Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Der Notarzt konnte letztlich nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Kripo Aschaffenburg hatte in der Folge die Ermittlungen zur genauen Todesursache aufgenommen.

Nach Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde die Leiche am 12. März obduziert. Nach dem Sektionsergebnis war bereits davon auszugehen, dass der 32-Jährige infolge eines Betäubungsmittelmissbrauchs gestorben war. Zur genauen Klärung wurden auch toxikologische Gutachten in Auftrag gegeben. Mittlerweile haben diese Ergebnisse bestätigt, dass der Tod wohl aufgrund der missbräuchlichen Einnahme von mehreren Betäubungsmitteln, unter anderem auch Methadon, eingetreten ist.

Bei dem 32-Jährigen, der in Hessen seinen Wohnsitz hatte, handelt es sich um den achten Drogentoten des laufenden Jahres in Unterfranken. Im Jahr 2014 waren acht Personen als Rauschgifttote in die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen.

Mercedes kracht auf A 3 unter Auflieger – Beifahrerin verletzt

HELMSTADT, LKR. WÜRZBURG. Ein Wechsel über mehrere Fahrstreifen ist am Mittwochmittag auf der A 3 völlig schief gegangen. Ein Mercedesfahrer geriet unter das Heck eines Sattelzuges. Seine Beifahrerin wurde dabei leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf über 10.000 Euro.

Pkw
Foto: Polizei

Gegen 12:30 Uhr hatte sich der Verkehr wegen Bauarbeiten zwischen den Anschlussstellen Helmstadt und Wertheim in Richtung Frankfurt aufgestaut. Ein 73-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen näherte sich auf dem linken Fahrstreifen der dort dreispurigen Autobahn dem Stauende und wechselte über den mittleren gleich auf den rechten Fahrstreifen. Er übersah offenbar, dass dort die Kolonne der Laster zum Stehen gekommen war und fuhr mit seinem Fahrzeug auf das Stauende auf. Die Motorhaube seines 28 Jahre alten E-Klasse-Mercedes schob sich, zum Glück nur halb, unter den Unterfahrschutz eines Aufliegers.

Seine 66-jährige Begleiterin auf dem Beifahrersitz wurde dabei leicht verletzt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Der Senior kam mit dem Schrecken davon. Am Pkw, der abgeschleppt werden musste, entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Feuerwehrleute aus Helmstadt und Neubrunn kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsstoffe und unterstützten die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried bei der Absicherung der Unfallstelle. Während der Fahrbahnreinigung und der Bergung des Pkw wurde der Verkehr einspurig vorbeigeleitet.

Mann auf Parkbank hantierte am Geschlechtsteil – Polizei sucht weitere Zeugen

BAD BRÜCKENAU OT STAATSBAD, LKR. BAD KISSINGEN. Eine Joggerin hat der Polizei Bad Brückenau am Mittwochabend einen Exhibitionisten gemeldet. Der Mann saß auf einer Parkbank und hantierte an seinem Geschlechtsteil. Eine Fahndung nach dem Mann verlief ohne Ergebnis. Jetzt hofft der Sachbearbeiter der Polizei auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Zeugin war gegen 19:15 Uhr auf dem Fußweg zwischen dem Sinntalhof und der Wandelhalle unterwegs und erkannte die Situation beim Vorbeilaufen. Sie sprach den Mann weder an, noch blieb sie stehen. Sie joggte weiter und entschloss sich dann kurze Zeit später, den Sachverhalt telefonisch bei der Polizei zu melden. Leider konnte im Rahmen der Fahndung der Verdächtige nicht mehr angetroffen werden.

Es liegt folgende Beschreibung des Mannes vor:

  • Ca. 40 Jahre alt, etwa 175-185 cm groß, normale Figur
  • Kurze, helle Haare, Brillenträger, hellerer Hauttyp, rundliches Gesicht
  • War bekleidet mit grüner kurzer Hose, grünem T-Shirt und grünlicher Basecap

Wer den Mann gesehen hat und Angaben zu seiner Identität oder einem von ihm benutzten Fahrzeug machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09741/6060 zu melden.

PP Unterfranken