Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 27.10.2015

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Personenkontrolle führt zu mutmaßlichem Dealer – 22-Jähriger in U-Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 27.10.2015

LEIDERSBACH, LKR. MILTENBERG. Durch die Sicherstellung einer kleinen Menge Cannabis im Zuge einer Personenkontrolle bei einem 25-Jährigen sind Zivilfahnder der Polizeiinspektion Obernburg einem 22-Jährigen auf die Spur gekommen, der offenbar einen schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln betrieben hatte. In seiner Wohnung stießen die Beamten dann auf verschiedenartiges Rauschgift und auch Utensilien, die den Verdacht des Handeltreibens untermauerten. Seit Donnerstag sitzt der Mann in Untersuchungshaft.
Bereits Ende August war eine Zivilstreife auf einen Verdächtigen in Ortsbereich von Leidersbach aufmerksam geworden. Bei einer Kontrolle fanden die Polizeibeamten eine geringe Menge Cannabis. Gegen den 25-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetzt eingeleitet. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen erlangten die Ordnungshüter Hinweise darauf, dass der Beschuldigte sein Cannabis aus der Wohnung eines 22-Jährigen bezog, die sich in der Nähe der Personenkontrolle befand.

Die Beamten der PI Obernburg beantragten über die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 22-Jährigen. Mitte Oktober tauchten die Beamten dann unangemeldet bei ihm auf. Der Beschuldigte war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht zu Hause. In der Wohnung lagerten jedoch verschiedene Arten von Betäubungsmitteln in nicht unerheblicher Menge. So stellten die Polizeibeamten gut 400 Gramm Amphetamin, über 40 Ecstasy-Tabletten, LSD-Trips und auch anabole Steroide sicher. Mehrere Feinwagen und verschiedenstes Verpackungsmaterial deuten darauf hin, dass der Beschuldigte einen regen Handel mit dem Rauschgift betrieb, weshalb die Drogenfahnder der Kriminalpolizei Aschaffenburg den Fall übernahmen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg über den Fund informiert war, wurde ein Untersuchungshaftbefehl beim Ermittlungsrichter beantragt. Beim Versuch den jungen Mann festzunehmen flüchtete dieser zu Fuß durch Gebüsch und über Bahngleise, stellte sich jedoch noch am gleichen Tag, anscheinend aufgrund des Fahndungsdrucks, bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg dauern unterdessen weiter an.

Kindertagesstätte unter Wasser gesetzt – rund 50.000 Euro Sachschaden

SCHWEINFURT. Wahrlich kein Scherz ist es mehr, was sich ein Unbekannter in der Nacht zum Montag geleistet hat. Er hat den Neubau des Kindergartens der evangelischen Kirchengemeinde St. Lucas teilweise unter Wasser gesetzt. Derzeit wird von einem Schaden von mindestens 50.000 Euro ausgegangen. Die Polizei fahndet nun mit Hochdruck nach dem Täter.
Gegen 14:00 Uhr war ein Spaziergänger beim Vorbeigehen am Kindergarten in der Segnitzstraße auf ein Plätschern aufmerksam geworden und verständigte richtigerweise sofort die Kirchengemeinde. Offenbar nahm der Täter einen tatorteigenen Wasserschlauch und schloss diesen an einem außenliegenden Wasserhahn an. Anschließend leitete er den Schlauch über ein gekipptes Fenster nach innen und drehte auf. Die mögliche Tatzeit beschränkt sich auf Freitagabend bis Sonntagnachmittag.

Wie lange genau das Wasser in das Gebäude lief, ist bislang unklar. Es stand jedoch schon der komplette Keller bis zu fünf Zentimeter hoch unter Wasser. Des Weiteren wurde auch das Erdgeschoss teilgeflutet. Die hinzugerufene Feuerwehr begann sofort mit dem Abpumpen des Wassers, um einen noch größeren Schaden zu vermeiden. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden sämtliche Parkettböden. Das genaue Ausmaß des Schadens steht aber noch nicht genau fest. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden aber auf etwa 50.000 Euro.
Zeugen, die im relevanten Zeitraum Verdächtiges am Kindergarten bemerkt haben, werden gebeten, sich umgehend bei der Polizeiinspektion Schweinfurt unter 09721/202-0 zu melden.

 

 

Zwei Einbruchsversuche in Wohnungen – Fenster und Haustür halten stand

GROSSWALLSTADT UND KLINGENBERG A.MAIN, LKR. MILTENBERG. Unbekannte haben am 21. Oktober und am Montagabend versucht, in zwei Wohnungen einzubrechen. Dabei scheiterten sie jedoch jeweils an Fenster und Haustüre, die den Hebelversuchen standhielten. Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Obernburg entgegen.
In Großwallstadt liegt der mögliche Tatzeitraum von 21. – 26. Oktober, vieles spricht aber dafür, dass der Täter am 21. Oktober versucht hatte, das Wohnzimmerfenster einer Wohnung im Erdgeschoss aufzuhebeln, scheiterte aber bei seinem Vorhaben. Auch an anderer Stelle gelangte er nicht ins Anwesen in der Ankergasse. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 1.000 Euro.

Im Klingenberger Ortsteil Röllfeld hatte es der Einbrecher auf die Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Urbanusstraße abgesehen. Er scheiterte jedoch ebenfalls, denn die Haustüre hielte den Hebelversuchen stand. Auch hier beträgt der Sachschaden rund 1.000 Euro.

Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben oder sonst Hinweise geben können, die zur Aufklärung der Fälle von Bedeutung sein könnten, werden gebeten, sich unter Tel. 06022/629-0 zu melden.

 

Einbruch in Fahrradladen – rund 30 Räder entwendet

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Unbekannte sind von vergangenem Mittwoch auf Donnerstag in einen Fahrradladen eingestiegen und haben rund 30 Räder gestohlen. Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Die mögliche Tatzeit liegt zwischen Mittwoch, 17:00 Uhr, und Donnerstag, 09:00 Uhr. Die Täter waren über ein Dachfenster gewaltsam in das Gebäude in der Schöllkrippener Straße gelangt und hatten anschließend die Zweiräder über ein angrenzendes Flachdach abtransportiert. Der Beuteschaden dürfte im fünfstelligen Bereich liegen, der Sachschaden beträgt etwa 1.000 Euro.
Zeugen, die Hinweise zur Identität der Unbekannten geben können oder sonst Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden. Da zum Transport des Diebesguts ein oder mehrere, größere Autos benutzt worden sein müssen, legt der Sachbearbeiter insbesondere großen Wert auf Hinweise zu etwaigen Fahrzeugen.

 

Verkehrsunfall auf der B 286 – Polizeifahrzeug mit Diensthunden beteiligt

BURKARDROTH, LKR. BAD KISSINGEN. Am Dienstagfrüh ist es auf der Lauterer Kreuzung zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem auch ein Polizeifahrzeug mit Diensthunden an Bord beteiligt war. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von geschätzt 25.000 Euro.

 

Pkw
Foto: Polizei

Gegen 06:20 Uhr war ein 38-jähriger Landkreisbewohner mit einem Passat von Burkardroth in Richtung Lauter unterwegs. Dem Sachstand nach wollte der Mann die Kreuzung zur B 286 geradeaus überqueren und übersah dabei offenbar das von rechts kommende Dienstfahrzeug der Polizei, das auf der Bundesstraße in Richtung Bad Kissingen fuhr. Am Steuer des VW-Busses saß ein Beamter der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt, der mit Diensthunden an Bord auf dem Weg zu einer Ausbildung war.

 

Dienstpkw
Foto: Polizei

Auf der Kreuzung kam es zur Kollision. Dabei wurden sowohl der Polizeibeamte als auch der Lenker des Passats leicht verletzt. Der 38-Jährige wurde nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Polizeibeamte begab sich selbst in ärztliche Behandlung. Beide beteiligten Fahrzeuge haben nach dem Zusammenstoß nur noch Schrottwert und mussten abgeschleppt werden. Die Hunde im VW-Bus blieben nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt.

Der Verkehrsunfall wurde von der Polizeiinspektion Bad Kissingen aufgenommen. Zum Zwecke der Aufräum- und Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße im Bereich der Unfallstelle zeitweise gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Burkardroth geregelt.