Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 28.01.2016

Polizei News Unterfranken

Versuchter Diebstahl aus zwei Wohnungen – Unbekannte täuschen Überprüfung von Wasserleitungen vor

ASCHAFFENBURG UND HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Unbekannte haben am Dienstag in zwei Fällen angegeben, Wasserleitungen in verschiedenen Räumlichkeiten überprüfen zu müssen. Die vermeintlichen Handwerker sind so in zwei Wohnungen gelangt. Glücklicherweise wurde in keinem Fall etwas entwendet. Die Unterfränkische Polizei warnt davor, Unbekannte in die eigenen vier Wände zu lassen und rät, die Notwendigkeit einer Maßnahme bei der zuständigen Versorgungsstelle zu überprüfen.
Gegen 17:50 Uhr hatte ein Mann zunächst an der Wohnung eines 86-Jährigen in der Schongauerstraße geklingelt. Er gab an, dass es in der Nähe einen Wasserrohrbruch gegeben hätte und er nun die Funktionstüchtigkeit der Wasserleitungen überprüfen müsse. Auch sollte der Senior das Wasser im Badezimmer länger laufen lassen, so dass sich der Unbekannte in allen Räumen umsehen konnte. Als die Frau des Rentners ihren Sohn anrufen wollte, riss ihr der vermeintliche Handwerker das Telefon aus der Hand und flüchtete.

Auch im Hösbacher Ortsteil Winzenhohl läutete es gegen 18:30 Uhr an einer Wohnung im Akazienweg. Hier gab der Unbekannte ebenfalls eine Überprüfung der Wasserleitungen vor, da es auf einer nahegelegenen Baustelle einen Wasserrohrbruch gegeben hätte. Die Bewohner wurden nach einer Zeit misstrauisch, da der Mann falsche Angaben bezüglich dem zuständigen Wasserversorger machte. Auch er verließ, glücklicherweise ohne Beute, die Räumlichkeiten und verschwand.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät erneut misstrauisch zu sein, wenn Handwerker ohne Vorankündigung diverse Überprüfungen vornehmen wollen. Hier ist es ratsam, die zuständigen Versorger zu kontaktieren und zu erfragen, ob eine derartige Maßnahme tatsächlich durchgeführt werden soll bzw. in Auftrag gegeben wurde. Im Zweifelsfall sollte die Polizei verständigt werden.

 

 

 

Nach Einbruch in Kiosk – Polizei nimmt drei Tatverdächtige auf Dach fest

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg vom 28.01.2016

HASSFURT, LKR. HASSBERGE. Drei junge Männer aus dem Landkreis Haßberge stehen unter dem dringenden Verdacht, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Kiosk aufgebrochen zu haben. Die Haßfurter Polizei nahm das Trio, das sich auf dem Dach eines Supermarktes aufgehalten hatte, in den Morgenstunden fest und stellte Beute des Einbruchs bei ihnen sicher.
Ein Zeuge hatte gegen 05:00 Uhr Personen auf dem Dach eines Einkaufsmarktes in der Promenade festgestellt und verständigte sofort die Polizei. So konnten Beamte der Haßfurter Polizei das Gebäude schnell umstellen und Verstärkung anfordern. Anschließend nahmen die Beamten mit Unterstützung der Schweinfurter Polizei schließlich drei Tatverdächtige im Alter von 18 und 20 Jahren fest. Zwei der Männer stiegen freiwillig hinab, einer wurde von einem Beamten auf dem Dach festgenommen.

Vor Ort stellte sich dann schnell heraus, dass die jungen Männer kurz zuvor in einen Kiosk am Bahnhof eingebrochen sein dürften. Ein Teil der Beute im Wert von mehreren hundert Euro, der sich unter anderem aus Zigaretten, Tabak und Alkohol zusammensetzte, stellten die Polizisten bei den Männern sicher. Anschließend mussten die Festgenommen die Beamten zur Dienststelle begleiten.

Bei Wohnungsdurchsuchungen, die durch die Staatsanwaltschaft Bamberg angeordnet worden waren, stellten die Haßfurter Beamten weitere Beute, die offenbar aus dem Kioskeinbruch stammt, sicher. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die drei Beschuldigten dann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen, da sie einen festen Wohnsitz haben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bamberg und der Haßfurter Polizei wegen besonders schweren Falls des Diebstahls dauern an.

 

 

Sicherheitswachtmitarbeiter rettet 17-Jährige aus Main

SCHWEINFURT. Ein Mitarbeiter der Sicherheitswacht hat am Mittwochabend eine junge Frau vermutlich vor dem Ertrinken gerettet. Er hatte die 17-Jährige aus dem Main gezogen, nachdem sie bereits brusthoch im Wasser gestanden war. Die offenbar psychisch belastete Jugendliche wurde in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.
Gegen 20:30 Uhr war dem 64-Jährigen aufgefallen, dass eine junge Frau barfuß an der Kai-Mauer entlanglief. Einen Moment später stellte der Mann fest, dass die Jugendliche bereits bis zum Oberkörper im Wasser stand. Er zögerte keine Sekunde, eilte zu der 17-Jährigen und holte sie zurück an Land. Anschließend setzte er sofort einen Notruf ab.

Unverzüglich machten sich eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Schweinfurt und der Rettungsdienst auf den Weg und nahmen das Mädchen in Empfang. Die offenbar psychisch Belastete wurde in ein Bezirkskrankenhaus gebracht. Sie erlitt glücklicherweise keine Verletzungen. Wohl aufgrund des beherzten, selbstlosen und vorbildlichen Einsatzes des 64-Jährigen ist der Vorfall gerade noch glimpflich ausgegangen.

 

Lkw mit leeren Gasflaschen prallt gegen Warnanhänger der Autobahnmeisterei – Lastwagenfahrer leicht verletzt – Behinderungen auf der A3

STOCKSTADT A.MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei dem Aufprall eines Lastwagens auf einen Warnanhänger der Autobahnmeisterei ist am Donnerstagvormittag der 32-jährige Lkw-Fahrer leicht verletzt worden. Nachdem sich die Beladung, bestehend aus knapp 300 zum Glück leeren Gasflaschen, unter anderem auf der Fahrbahn verteilt hatte, musste die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt zeitweise komplett gesperrt werden.

 

Unfallstelle
Foto: lizenziert

Gegen 11.15 Uhr war bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf über den schweren Verkehrsunfall kurz nach der Anschlussstelle Stockstadt eingegangen. Wenige Minuten später war bereits eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach vor Ort. Wie sich herausstellte, hatte der 32-jährige Fahrer des mit knapp 300 leeren Gasflaschen beladenen Sattelzugs offenbar einen Warnanhänger der Autobahnmeisterei zu spät gesehen. Der Kraftfahrer konnte dem wegen Baumfällarbeiten auf dem rechten Fahrstreifen abgestellten Anhänger wohl nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr auf diesen auf.

Der Lastwagen stellte sich samt Anhänger in der Folge quer und versperrte somit die komplette Fahrbahn. Die Beamten veranlassten kurzzeitig eine Vollsperrung der A3 in beide Fahrtrichtungen, nachdem zunächst nicht klar war, ob die Gasflaschen gefüllt sind. Rasch konnte im Beisein der Feuerwehr dann aber wieder Entwarnung gegeben werden. Die Flaschen waren fabrikneu und leer.

Während sich der Rettungsdienst mit Notarzt um den 32-Jährigen kümmerte, begannen die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Stockstadt, Kleinostheim und Großostheim mit der Aufräum- und Bergungsarbeiten. Ein Abschleppunternehmen war dann ebenfalls zügig an Ort und Stelle, so dass zwei der drei Fahrstreifen um 12.20 Uhr wieder frei waren. Der in der Spitze etwa fünf Kilometer lange Stau hatte sich bis 13.20 Uhr dann weitestgehend aufgelöst. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Beamten auf rund 160.000 Euro.

 

Audiodatei

Fußgänger bei Verkehrsunfall schwer verletzt

MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Mit schwersten Kopfverletzungen musste am Mittwoch ein Fußgänger nach einem Verkehrsunfall in eine Klinik eingeliefert werden. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Marktheidenfelder Polizei.
Der 59-jährige Fußgänger war gegen 17:45 Uhr bei der Überquerung des Zebrastreifens in der Luitpoldstraße, Höhe Rathaus, von einer Autofahrerin erfasst worden. Die 68-jährige Frau fuhr in südlicher Fahrtrichtung und hatte den aus ihrer Sicht von links in kommenden, in normalem Tempo gehenden Mann übersehen. Bei der Kollision wurde er durch die Wucht des Aufpralls mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe des Mercedes und anschließend sechs Meter weiter an den Bordstein der Straße geschleudert.

Bei Eintreffen von Polizei und Notarzt war der Mann ohne Bewusstsein. Der entstandene Sachschaden wird auf 6.000 € beziffert.

 

Nach Einbruch in Rathaus im Mai 2015 – Kripo ermittelt Tatverdächtigen

HEIGENBRÜCKEN, LKR. ASCHAFFENBURG. Nachdem in der ersten Maiwoche 2015 ein Unbekannter in das Rathaus eingebrochen war, hat die Sachbearbeiterin der Kripo Aschaffenburg nun einen Tatverdächtigen ermittelt. Der Mann befindet sich zur Zeit aufgrund anderer Delikte in Haft. Auch wird jetzt geprüft, ob er noch für zwei ähnlich gelagerte Fälle in diesem Zeitraum und weitere Straftaten verantwortlich ist.
Wie bereits berichtet, hatte der Unbekannte in der Nacht zum 5. Mai die Eingangstüre des Rathauses in der Hauptstraße aufhebelt. Im Inneren brach er dann noch eine Glastüre auf und entwendete anschließend eine Geldkassette mit einem geringen Bargeldbetrag. Der Sachschaden betrug rund 500 Euro.

Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg haben jetzt auf die Spur eines 67-Jähriger geführt, der verdächtig ist, den Einbruch in dieser Nacht verübt zu haben. Der Mann sitzt derzeit wegen anderer Delikte in einer Justizvollzugsanstalt ein. Ob der 67-Jährige auch für zwei weitere Taten in Heigenbrücken im Zeitraum vom 2. Mai – 4. Mai in Frage kommt, ist jetzt Gegenstand weiterer Ermittlungen.