Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 30.09.2015

Einbrecher in Universität – Unbekannter dringt in Büroraum ein – Polizei sucht Zeugen

WÜRZBURG / FRAUENLAND. In ein Büro am Institut für Politikwissenschaften und Sozialforschung der Universität Würzburg ist am Dienstagmorgen ein Einbrecher eingedrungen. Einer Zeugin war kurz zuvor ein Unbekannter auf dem Flur begegnet, der nun im Verdacht der Ermittler steht. Der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hofft nun auch auf Hinweise von weiteren Zeugen.
Die Geschädigte hatte um kurz vor 9:00 Uhr ihr Büro im Untergeschoss des Gebäudes am Wittelsbacher Platz verlassen und die Tür versperrt. Auf dem Gang begegnete der 52-Jährigen dann ein ihr nicht bekannter Mann, der nach dem Hausmeister fragte. Die Frau brachte den Fremden zum Büro des Hausmeisters im Erdgeschoss und begab sich noch kurz in eines der Obergeschosse im Haus. Als die Geschädigte etwa 15 Minuten später wieder zu ihrem Büro im Keller zurückkehrte, war die Eingangstüre beschädigt. Ein Unbekannter hatte die Tür gewaltsam eingetreten und dann das Zimmer durchsucht. Der Täter entwendete eine Geldbörse aus einer Handtasche, in der sich unter anderem Bargeld befand. Der Sachschaden an der Tür beläuft sich auf mehrere hundert Euro.

Vieles spricht dafür, dass der Unbekannte, den die Geschädigte kurz vor der Tat zum Hausmeister geführt hatte, im Anschluss in deren Büro eingedrungen war. Dem Mann war offenbar aufgefallen, dass die Frau nicht sofort in den Keller zurück gelaufen war.

Der Unbekannte kann folgendermaßen beschrieben werden:

Er war etwa 185 cm groß, 30-35 Jahre alt, hatte eine athletische Figur und sprach Hochdeutsch. Bekleidet war er mit einer blau-grauen Jacke.
Die Ermittler der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt bitten Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können oder Hinweise auf den Unbekannten geben können, sich unter Tel. 0931/457-2230 zu melden.

 

 

Auffahrunfall auf A 3 mit drei Lkw – Ein Fahrer schwer verletzt – 200.000 Euro Sachschaden

WÜRZBURG. Ein schwer verletzter Lasterfahrer und etwa 200.000 Euro Sachschaden ist die Bilanz eines Auffahrunfalles, der sich am Dienstagnachmittag auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Kist und Heidingsfeld ereignet hat. Die Aufräumungsarbeiten dauerten bis in die Nacht. Es hatte sich ein Stau von bis zu acht Kilometern Länge gebildet.
Kurz vor 16:00 Uhr hatte sich der Verkehr in Richtung Nürnberg verdichtet und die Fahrzeuge kamen nur im Stopp-and-Go-Verkehr voran. Ein 39-jähriger Kraftfahrer erkannte die Situation zu spät. Im letzten Augenblick bremste er seinen mit Getränken beladenen Sattelzug ab, konnte aber ein Auffahren nicht mehr verhindern. Mit Wucht krachte er auf das Heck eines 40-Tonners und schob diesen noch auf einen davor stehenden Sattelzug. Das Führerhaus seiner Zugmaschine wurde dabei erheblich zusammengedrückt und total zerstört. Etliche volle Getränkekästen wurden von der Ladefläche geschleudert und verteilten sich auf der Fahrbahn.

Der Fahrer war, wie durch ein Wunder, nicht eingeklemmt worden, konnte aber seinen Arbeitsplatz nicht aus eigener Kraft verlassen. Den 30 und 53 Jahre alten anderen beteiligten Lkw-Fahrern gelang es jedoch rasch, den verletzten Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Mit diversen Brüchen und Prellungen wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht. Seine beiden Kollegen waren unverletzt geblieben. Zwei Sattelzüge mussten abgeschleppt werden.

Während der Bergung der Fahrzeuge sowie der Ladung sperrte die Autobahnpolizei Würzburg- Biebelried den rechten und mittleren der drei Fahrstreifen. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kist sowie die Autobahnmeisterei Kist unterstützten die Beamten bei der Absicherung der Unfallstelle. Eine entsprechende Schaltung der Schilderbrücken des Verkehrsleitsystems informierte die Verkehrsteilnehmer zusätzlich über die Sperrung der Fahrstreifen.

 

Einbruch in Firmengebäude – Großfahndung der Polizei

KREUZWERTHEIM, LKR. MAIN-SPESSART. In der Nacht zum Mittwoch sind Unbekannte in eine Firma im Ortsteil Wiebelbach eingebrochen. Ob die Täter Beute machten, ist derzeit noch unklar. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein, die allerdings ergebnislos verlief.
Gegen 01.15 Uhr wurden Zeugen auf verdächtige Geräusche aufmerksam und verständigten über Notruf die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken. Rasch waren erste Streifen vor Ort und unter Leitung der Marktheidenfelder Polizei liefen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen an. Neben einem Polizeihubschrauber unterstützten auch Beamte aus Wertheim die Suchmaßnahmen.

Die Ermittlungen in dem Fall hat noch in der Nacht die Kripo Würzburg übernommen. Nach ersten Erkenntnissen gelangten die Einbrecher über eine rückwärtig gelegene Türe in das Gebäude. In der Folge gingen sie unter anderem auch einen Tresor an. Ob daraus etwas entwendet wurde, ist zurzeit noch unklar. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro.
Die Kripo geht derzeit von mindestens zwei Tätern aus. Wem verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Laufe des Abends bzw. der Nacht im Bereich der Frankenstraße aufgefallen sind, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/ 457-1732 zu melden.

 

Lkw gerät in Gegenverkehr – Zusammenstoß mit Pkw – zwei Verletzte in Klinik

BIEBELRIED, LKR. KITZINGEN. Ein Hustenanfall hat am Mittwochvormittag vermutlich einen schweren Verkehrsunfall auf der B 8 ausgelöst. Ein Lkw-Fahrer geriet in den Gegenverkehr und es kam zum Zusammenstoß mit zwei Pkw. Zwei verletzte Personen mussten zur Behandlung in Kliniken gebracht werden. Die B 8 wird noch für mehrere Stunden gesperrt sein (Stand 10:25 Uhr).
Der 54-Jährige aus dem Landkreis Würzburg befuhr um 08:05 Uhr mit seinem Iveco die B 8 von Kitzingen kommend in Richtung Würzburg. Nach eigenen Angaben verlor der Mann aufgrund eines Hustenanfalls dann die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet auf Höhe von Biebelried in einer langgezogenen Kurve auf die Gegenfahrbahn. Dort touchierte der Laster zunächst einen Renault Clio seitlich und stieß dann frontal mit einem Taxi zusammen.

Der Clio schleuderte nach dem Anstoß in den Straßengraben. Der 31-jährige Fahrer aus dem Landkreis Tauberbischhofsheim erlitt leichtere Verletzungen sowie eine Schock und musste anschließend in einer Klinik medizinisch betreut werden. Das Heck des Taxis wurde durch die Wucht des Aufpralles mit dem Führerhaus des Lasters eine Böschung hinaufgeschoben; die Fahrzeugfront kam im Straßengraben zum Stehen. Der 70 Jahre alte Taxi-Fahrer aus dem Landkreis Kitzingen war in dem stark beschädigten Mercedes eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite den Schwerverletzten aus dem Fahrzeug, der anschließend durch einen Rettungshubschrauber in ein umliegendes Krankenhaus geflogen wurde.

Das Zugfahrzeug des Lkw kippte nach dem Zusammenstoß mit dem Mercedes auf die rechte Seite, während der Anhänger auf der B 8 stehen blieb. Das Führerhaus kam im Straßengraben der Gegenfahrbahn zum Liegen. Der 54-Jährige blieb unverletzt.

Der durch den Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 30.000 Euro. Floriansjünger aus den Gemeinden Rottendorf, Kitzingen und Biebelried waren im Einsatz und übernahmen unter anderem Ableitungsmaßnahmen. Der Laster muss mittels einem Kran aufgerichtet und abtransportiert werden. Beim Unfall waren rund drei Tonnen Sand waren von der offenen Ladefläche des Lkw auf die Fahrbahn gerutscht, weshalb eine aufwändig Reinigung der B 8 ansteht.

Die B 8 ist für die Unfallaufnahme durch die Kitzinger Polizei und die Bergungsarbeiten aktuell noch komplett gesperrt (Stand 10:25 Uhr). Die Sperrung wird voraussichtlich noch bis in die Mittagszeit andauern, der Verkehr wird durch die Gemeinde Biebelried umgeleitet.

 

PP Unterfranken