Rassismus ? Streit in der Fußgängerzone eskaliert – 25-Jähriger mit schweren Verletzungen in Klinik

Streit in der Fußgängerzone eskaliert – 25-Jähriger mit schweren Verletzungen in Klinik – Polizei nimmt bei Großfahndung drei Tatverdächtige fest

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der StA Würzburg
WÜRZBURG / INNENSTADT. Am Samstagnachmittag hat ein 25-Jähriger in der Fußgängerzone im Rahmen einer Auseinandersetzung Stichverletzungen am Oberkörper erlitten. Der aus Syrien stammende Mann wurde mit schweren Verletzungen in eine Würzburger Klinik eingeliefert. Die Würzburger Polizei nahm im Rahmen einer Großfahndung drei Tatverdächtige fest und ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes.

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Gegen 16.00 Uhr waren der spätere Geschädigte, der in Begleitung von Freunden unterwegs war, und die Gruppe um die Tatverdächtigen am Schmalzmarkt in Streit geraten. Im Verlauf einer zunächst verbalen Auseinandersetzung wurde der 25 Jahre alte Geschädigte schwer verletzt. Nach einer Erstversorgung durch einen Notarzt vor Ort brachte der Rettungsdienst den Mann mit Stichverletzungen im Oberkörper umgehend in ein Würzburger Krankenhaus. Nach derzeitigem Stand schwebte der Geschädigte zunächst in Lebensgefahr, sein Zustand ist mittlerweile stabil.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt leitete rasch mit zahlreichen Streifen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein und wurde dabei von Kräften weiterer Dienststellen tatkräftig unterstützt. Noch am Nachmittag nahmen Beamte der Würzburger Polizei schließlich drei Tatverdächtige im Alter von 17, 20 und 22 Jahren fest.

Ein Grund für den Streit zwischen den jungen Männern war nach derzeitigem Ermittlungsstand ein vorausgegangener Konflikt zwischen den Beteiligten vor wenigen Tagen in einer Würzburger Diskothek. Der genaue Tathergang ist nun Gegenstand der bereits eingeleiteten Untersuchungen. Derzeit gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat. Die Ermittlungen wegen versuchten Mordes führt die Kriminalpolizei Würzburg nun in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

 

Ein männlicher Passant war bei dem Streit dazwischen gegangen, hatte sich im Anschluss allerdings entfernt, bevor die Polizei dessen Personalien feststellen konnte. Für die Rekonstruktion des Tathergangs sind die Angaben dieses Zeugen von großer Bedeutung. Der Mann wird deshalb dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 bei der Kripo Würzburg zu melden.

 

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