Rechtsprechung | Nds. Landesjustizportal – Dokument: OVG Lüneburg 2. Senat | 2 LB 52/22 | Beschluss

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Zur näheren Begründung seiner Einschätzung nimmt der Senat vollumfänglich Bezug auf seine Urteile vom 27. Juni 2017 – 2 LB 91/17 – und vom 22. April 2021 – 2 LB 147/18 und 408/20 -, juris (zur Zulässigkeit einer solchen Bezugnahme vgl. BVerwG, Beschl. v. 3.4.1990 – 9 CB 5.90 -, juris Rn. 6, v. 22.11.1994 – 5 PKH 64.94 -, juris Rn. 4, u. v. 3.12.2008 – 4 BN 25.08 -, juris Rn. 9; Lambiris in Posser/Wolff, BeckOK VwGO, 58. Ed. 2020, § 117 Rn. 19a; Kilian/Hissnauer in Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Aufl. 2018, § 117 Rn. 85). Das klägerische Vorbringen gibt keine Veranlassung zu einer veränderten Bewertung. Neuere Erkenntnisse, die darauf schließen lassen, dass die Situation von Rückkehrern aus Europa anders zu beurteilen wäre, liegen nicht vor. Auch die übrige obergerichtliche Rechtsprechung verneint in den genannten Fällen ganz überwiegend eine politische Verfolgung (OVG NRW, Beschl. v. 25.1.2021 – 14 A 822/19.A -, juris; VGH BW, Urt. v. 4.5.2021 – A 4 S 468/21 – u. Urt. v. 18.8.2021 – A 3 S 271/19 -, juris; OVG MV, Urt. v. 26.5.2021 – 4 L 238/13 -, juris; BayVGH, Urt. v. 23.6.2021 – 21 B 19.33586 -, juris; OVG LSA, Urt. v. 1.7.2021 – 3 L 154/18 -, juris; SächsOVG, Urt. v. 22.9.2021 – 5 A 855/19.A -, juris; Hess VGH, Urt. v. 23.8.2021 – 8 A 1992/18.A -, juris). Von der gegensätzlichen Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg in seinen Urteilen vom 29. Januar 2021 – OVG 3 B 108.18 und OVG 3 B 109.18 -, jeweils juris, hat sich der Senat in seinen Grundsatzurteilen ausdrücklich abgegrenzt, wobei auch auf die Zulassung der Revision durch das Bundesverwaltungsgericht (Beschl. v. 22.7.2021 – 1 B 28.21 – bzw. Beschl. v. 20.7.2021 – 1 B 26.21 -, jeweils juris) hingewiesen worden ist. Das auf der Linie der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg liegende und vom Kläger zitierte Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bremen vom 23. März 2022 – 1 LB 484/21 -, juris, gibt keinen Anlass zur Änderung der Senatsrechtsprechung. Das Urteil stützt sich nicht auf neuere anderslautende Erkenntnisquellen, sondern nimmt eine andere Bewertung der auch dem Senat vorliegenden Informationen vor.

Quelle : Niedersachsen.de

Bilder: Titel Symbolbilder Niedersachsen by Pixabay.com / Niedersachsen.de

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