Sarrazin-Gutachterin Yasemin Shooman wehrt sich gegen dessen „Fundamentalismus-Vorwurf“

Berlin Reichstag Landmark
Eukalyptus / Pixabay

Berlin (ots)

Die von Thilo Sarrazin als „fundamentalistisch“ kritisierte Gutachterin im SPD-Ausschlussverfahren, Yasemin Shooman, wirft dem früheren Berliner Finanzsenator eine faktenfreie Diffamierung und antimuslimische Ressentiments vor. Er beziehe sich auf ungeprüft übernommene Medienberichte, sagte Shooman dem Tagesspiegel (Donnerstagausgabe). Die Historikerin, die am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin promovierte, leitete bis zum vergangenen Jahr die Akademieprogramme des Jüdischen Museums in Berlin und ist inzwischen wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung.

Die Behauptung etwa, sie sei Muslimin und hofiere Israelfeinde, habe ein Journalist in die Welt gesetzt, „ohne je ein Wort mit mir gewechselt zu haben“. „Dass die tatsächliche oder auch bloß zugeschriebene muslimische Herkunft eine Person allein schon verdächtig werden lässt, ist wiederum Ausdruck von antimuslimischem Rassismus“, sagte Shooman.

 

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