Schlechte Werbung für TUI auf Berliner Jobmesse Connecticum – PETA-„Schwertwale“ de


Berlin / Stuttgart, 13. Mai 2019 – PETA informiert Jobanwärter über TUIs unethische Geschäftspraktiken: Während sich TUI den Nachwuchskräften auf der Connecticum als tier- und umweltschutzaffines Unternehmen präsentiert, klären PETA-Mitarbeiter die Besucher der Jobmesse über die Wahrheit hinter der Fassade auf. Obwohl wissenschaftliche Fakten belegen, dass Orcas in Gefangenschaft nicht artgerecht leben können, verkauft der Touristikkonzern weiterhin Eintrittskarten und Reisen zu Wal-Parks wie SeaWorld, Loro Parque und Marineland oder in deren Partnerhotels. Um das Unternehmen zu einem Umdenken zu bewegen, demonstriert die Tierschutzorganisation am Donnerstag ab 11 Uhr vor dem Haupteingang der Arena Berlin mit Orca-Kostümen, Plakaten und einem riesigen Banner mit der Aufschrift „TUI profitiert vom Leid der Orcas!“
 
„Obwohl TUI genau weiß, wie sehr Orcas in Gefangenschaft leiden, profitiert das Unternehmen noch immer finanziell von ihrer Gefangenschaft“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Mit der Aktion appellieren wir an die Jobanwärter, sich einen Arbeitgeber zu suchen, der die Gehälter nicht mit Einkünften aus Tierquälerei bezahlt. Wir fordern TUI auf, endlich dem Beispiel von Thomas Cook, vtours und vielen anderen zu folgen und Wal-Parks aus dem Angebot zu streichen.“
 
Seit vergangenem Herbst fanden sowohl bundesweit als auch in Österreich, in der Schweiz und in Großbritannien zahlreiche Aktionen vor TUI-Reisecentern und auf Touristikmessen statt. PETA führte auch persönliche Gespräche mit dem Unternehmen, die jedoch nicht zu einem Umdenken bewegen konnten. Die Tierschutzorganisation demonstrierte in den vergangenen Monaten zudem vor den TUI-Hauptsitzen in Hannover, Berlin und London sowie auf der Aktionärsversammlung in Hannover. Auch im Juni sind weitere Demonstrationen vor TUI-Filialen geplant. PETA hat europaweit bereits 75.000 Unterschriften gegen TUIs Reiseprogramm in Orca-Zoos gesammelt.
 
PETA fordert, dass Orca-Zoos die Meeressäuger unverzüglich an betreute Meeresbuchten übergeben. Dass dies möglich ist, zeigt das Beispiel der beiden Belugawale Little Grey und Little White, die im Juni von einem chinesischen Zoo nach Island ziehen werden. Dort befindet sich das weltweit erste Meeresreservat für Weißwale.

In freier Wildbahn leben Orcas in großen Familienverbänden und legen jeden Tag bis zu 220 Kilometer zurück. Bei SeaWorld und im Loro Parque hingegen werden miteinander unverträgliche Orcas zusammen in ein Becken gesperrt. Aus Frustration und Verzweiflung darüber nagen die Tiere an den Betonwänden der Becken und ruinieren sich dabei die Zähne. Auch ist die Rückenflosse aller männlichen Orcas in Gefangenschaft infolge des Bewegungsmangels eingeknickt. Mindestens 41 Orcas sind unter SeaWorlds Aufsicht bereits gestorben, unter anderem an den Folgen von Lungenentzündung, Darmerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Versagen. In Freiheit werden Orcas zwischen 30 und über 100 Jahre alt. In Gefangenschaft hingegen liegt ihre durchschnittliche Lebenserwartung gerade einmal bei neun Jahren.
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Donnerstag, 16. Mai 2019
Uhrzeit: 11:00–12:00 Uhr
Ort: Vor dem Haupteingang der Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin
Kontakt vor Ort: Dr. Tanja Breining (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 

Ähnliche PETA-Aktion in Hannover im Februar 2019. / © PETA Deutschland e.V.
 

Dieses und weitere druckfähige Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tui
PETA.de/Tui-Petition
Seaworldofhurt.com
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]



Quelle : PETA.de

Bilder / Video Französischer Markt Wertheim 20.-22.05.2016 – Live Musik und Kulinarisches