Schwarzarbeit auf dem Bau – 1,8 Millionen Euro Schaden

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Tätertrio zu insgesamt 56 Monaten Haft verurteilt

Das Amtsgericht Mainz hat ein Tätertrio aus der Baubranche wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zu Haft- und Geldstrafen von insgesamt 56 Monaten und 19.800 Euro verurteilt.

Die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Ludwigshafen hatten ermittelt, dass bei dem Unternehmen mehrere Arbeitnehmer nicht oder nicht richtig zur Sozialversicherung gemeldet waren. Um das Entdeckungsrisiko zu minimieren, hatten sich die Verantwortlichen mehrerer Scheinrechnungen sogenannter Serviceunternehmen bedient. Die damit erzielten Umsatzerlöse wurden dann zur Zahlung von Schwarzlöhnen verwendet.

Den Sozialkassen entstand dadurch ein Schaden von 1,8 Millionen Euro.

Die formelle Geschäftsführerin, eine 33-Jährige aus Osteuropa, wurde zu 14 Monaten Haft und 5.700 Euro Geldstrafe verurteilt. Die beiden Hintermänner, die das Unternehmen faktisch führten, bekamen Haftstrafen von eineinhalb und zwei Jahren und Geldstrafen von 5.700 und 8.400 Euro. Da die Angeklagten geständig waren, wurden die Haftstrafen zur Bewährung ausgesetzt.

 

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