Stadtverwaltung Wertheim : Für Gartenabfälle gilt – Verwerten geht vor Beseitigen – Verbrennen als letztes Mittel und nur mit Genehmigung

Wohin mit dem vielen Laub und anderen pflanzlichen Abfällen? Für die Verwertung und Beseitigung gelten Regeln. Foto: Stadt Wertheim

Herbst 2020 in Wertheim

Es ist jedes Jahr die gleiche Frage, die sich nicht nur Gartenbesitzer stellen: Wohin mit Laubhaufen, bergeweise Schnittgut und ähnlichen pflanzlichen Abfällen? Die scheinbar einfachste Lösung: Gartenabfälle einfach verbrennen. Doch damit gehen die Probleme nicht in Rauch auf, sondern fangen womöglich erst richtig an. Denn gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) hat die Verwertung von pflanzlichen Abfällen grundsätzlich Vorrang vor der Beseitigung. Darauf weist das Landratsamt Main-Tauber-Kreis mit.

 

Eine Verwertung ist im Main-Tauber-Kreis durch die Anlieferung der pflanzlichen Abfälle auf einem der kreiseigenen Kompostplätze möglich. Dafür fällt eine geringe Gebühr an. Wenn es ordnungsgemäß und ohne Schaden anzurichten erfolgen kann, ist aber auch eine Verwertung auf dem Grundstück erlaubt, auf dem die Abfälle angefallen sind. Das geschieht durch Häckseln, Verrotten, Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen oder Kompostieren.

Nur in besonderen Ausnahmefällen, in denen eine Verwertung der pflanzlichen Abfälle technisch nicht möglich oder nicht zumutbar ist, können diese als letztes Mittel auch durch Verbrennen beseitigt werden. Aus Gründen des Tierschutzes sollten sich solche Aktionen auf die Zeit zwischen dem 31. Oktober und dem 31. März beschränken, da ansonsten Nistplätze und Brutstätten von Vögeln und Kleintieren, die sich in den Haufen angesiedelt haben, vernichtet werden.

 

Es ist ratsam, vorher mit dem Umweltschutzamt des Landratsamtes abzuklären, ob die Voraussetzungen vorliegen. Wenn das der Fall ist, dann dürfen die Abfälle nur im Außenbereich und auf dem Grundstück verbrannt werden, auf dem sie angefallen sind. Dabei gelten eine Reihe von Sicherheitsbestimmungen und Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehören Mindestabstände von 200 Metern zu Autobahnen, von 100 Metern zu Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie von 50 Metern zu Gebäuden und Baumbeständen. Ein flächenhaftes Abbrennen des Materials ist verboten, es muss auf eine möglichst geringe Rauchentwicklung geachtet und das Feuer jederzeit unter Kontrolle gehalten werden. Feuer und Glut müssen bei Verlassen der Feuerstelle vollständig erloschen sein.

Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle muss beim Ordnungsamt der Stadt Wertheim angemeldet und von dort genehmigt werden. Das Ordnungsamt informiert die Leitstelle des Main-Tauber-Kreises, das Polizeirevier und die Feuerwache Wertheim. So ist gewährleistet, dass es nicht zu einem sogenannten „Täuschungsalarm“ und zu einem kostenpflichtigen Feuerwehreinsatz kommt.

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie Abrissparty Tauberbrücke Wertheim + Video , 12.03.2016