Stadtverwaltung Wertheim: Für Ungeimpfte wird es bald ungemütlich – Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab

Tritt die Alarmstufe der neuen Corona-Verordnung ein, gilt die 2G-Regel. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

 

Warnstufe soll , sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind gelten

Ungeimpfte müssen sich auf harte Einschränkungen gefasst machen. Am Donnerstag tritt eine neue Corona-Verordnung mit einem zweistufigen Warnsystem in Kraft, das sich an der Belastung der Krankenhäuser mit Covid-Patienten orientiert. „Wir gehen in einen heißen Herbst“, prognostizierte Bürgermeister Wolfgang Stein im Corona-Lenkungsstab mit Blick auf steigende Infektionszahlen. Es sei damit zu rechnen, dass die erste Warnstufe bald erreicht werde.

Die Warnstufe soll gelten, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder acht von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen – das ist die sogenannten Hospitalisierungsinzidenz – mit einer Corona-Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Dann sollen ungeimpfte Erwachsene nur noch mit einem negativen PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen haben. Das „Freitesten“ mit einem kostenlosen Schnelltest wird dann nicht mehr möglich sein.

Die Alarmstufe will das Land Baden-Württemberg auslösen, wenn 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann wird die 2G-Regel gelten, so dass nur noch Geimpfte und Genesene zum Beispiel Restaurants oder Sport- und Kulturveranstaltungen besuchen können. Anders als bei der jetzt geltenden 3G-Regel sind getestete Personen dann ausgeschlossen.

Wer diese Einschränkungen vermeiden will, sollte sich also schnell impfen lassen. Ordnungsamtsleiter Volker Mohr empfahl das „Impfen to go“ jeden Samstag im September. Mobile Impfteams sind noch am 18. und 25. September an zwei Stationen in Wertheim vor Ort: von 9 bis 12 Uhr am Busparkplatz Spitzer Turm und von 13 bis 15 Uhr am Rewe-Parkplatz auf dem Reinhardshof. Ab Oktober wird das Impfen aufwendiger: Das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim schließt zum 30. September. Ab dann müssen sich Impfwillige einen Termin beim Hausarzt organisieren.

Mit Sorge beobachtet der Lenkungsstab, dass manche Menschen immer noch zu sorglos sind. Sie gefährden damit nicht nur sich, sondern auch andere. So erwies sich jüngst die Mitnahme im Fahrzeug aus Gefälligkeit als „Superspreaderereignis“, das zahlreiche weitere Infektionen nach sich zog. Offenbar hatte eine infizierte Person, im Wissen um die Ansteckungsgefahr, eine andere Person im Fahrzeug mitgenommen und damit die Infektionskette in Gang gesetzt. Wenige Tage später schnellten die Infektionszahlen in Wertheim hoch.

Über den Start ins neue Schuljahr unter Corona-Bedingungen berichtete Fachbereichsleiter Helmut Wießner. Die Testung der Schülerinnen und Schüler führte bisher zu wenigen Quarantänefällen. Mit der weiterhin geltenden Maskenpflicht gebe es keine Probleme mehr, sie werde in hohem Maße akzeptiert. Auch die Präsenzpflicht wird respektiert, nur noch etwa eine Handvoll Kinder sind vom Unterricht abgemeldet. Deren Eltern müssen dafür ein ärztliches Attest vorgelegen.

Im Kita-Bereich werden die Kinder weiterhin zweimal pro Woche auf freiwilliger Basis getestet. Das Personal in den Kindertagesstätten hingegen muss sich jetzt – wie auch im schulischen Bereich – täglich testen. „Das ist eine Umstellung, wird sich aber schnell einspielen“, war Helmut Wießner zuversichtlich. Auch hier sind Geimpfte im Vorteil – für sie gilt die Testpflicht nicht.

Informationen zu den aktuellen Corona Regelungen stehen auf der Internetseite der Stadt unter www.wertheim.de/corona.

Quelle : Wertheim.de

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