Stadtverwaltung Wertheim: Informationen aus dem Corona-Lenkungsstab – Auch Kitas und Schulen bleiben vorläufig zu

Rathaus Stadtverwaltung Wertheim

Baden-Württemberg geht bei der Öffnung von Kitas und Schulen also doch keinen Sonderweg. Die Einrichtungen bleiben während des Lockdowns bis Ende Januar geschlossen. Das hat die Landesregierung am Donnerstag entschieden. Die zunächst in Aussicht gestellte Öffnung ab 18. Januar ist damit vom Tisch. Der Corona-Lenkungsstab der Stadt hat mit dieser Entscheidung gerechnet. „Alles andere wäre angesichts der nach wie vor hohen Infektionszahlen schwer vermittelbar gewesen“, hieß es in der Videokonferenz am Freitag.

Für richtig hält es der Lenkungsstab auch, die Öffnung von Kitas und Schulen zunächst bis Ende Januar auszuschließen. „Man kann die Eltern nicht von Woche zu Woche in eine neue Schleife der Ungewissheit schicken.“ Auch die Träger der Einrichtungen und deren Beschäftigte bräuchten eine gewisse Planungsmöglichkeit.

Konkret bedeutet die Entscheidung der Landesregierung, dass die Kitas weiter geschlossen sind. Auch die Grundschüler müssen zu Hause bleiben. An den weiterführenden Schulen sollen nur die Abschlussklassen in die Schule kommen, alle anderen erhalten Fernunterricht. Hier bewährt sich jetzt, dass die Stadt als Schulträger in den Sommerferien Tablets und Notebooks beschafft hat. Die Geräte werden nun leihweise Schülerinnen und Schülern für das Lernen zuhause zur Verfügung gestellt. 130 dieser Leihgeräte sind derzeit im Einsatz.

Wie es Anfang Februar weitergeht, soll bereits nächste Woche in einer weiteren Bund-Länder-Konferenz beraten werden. Mit Lockerungen ist kaum zu rechnen. Es häufen sich im Gegenteil die Äußerungen von Politikern, die eine Verlängerung und eventuelle Verschärfung des Lockdowns für notwendig halten. Große Sorge bereiten die Virus-Mutationen, die offenbar um ein Vielfaches ansteckender sind als die bisher kursierende Variante. „Die nächsten Wochen werden uns noch viel abverlangen“, fasste Bürgermeister Stein die Perspektiven zusammen.

Notbetreuung in Kita und Schule

Solange die Einrichtungen geschlossen sind, bleibt die Notbetreuung für Kita- und Schulkinder der Klassenstufen 1 bis 7 bestehen. Sie unterstützt Eltern, die aus beruflichen Gründen dringend auf eine Betreuung angewiesen sind. Entweder weil sie am Arbeitsplatz, der auch das Homeoffice sein kann, unabkömmlich sind oder weil sie keine andere Betreuungsmöglichkeit organisieren können. „Die Notbetreuung kann an allen Kita- und Schulstandorten gewährleistet werden“, versicherte Fachbereichsleiter Helmut Wießner.
Das Anmeldeverfahren zur Notbetreuung ist unkompliziert. Die Informationen dazu und Anmeldeformulare stehen auf der städtischen Internetseite bereit.

In den zurückliegenden Tagen besuchten die Notbetreuung im Kita-Bereich 190 Kinder, das entspricht einem Anteil von etwa 20 Prozent. Im Schulbereich war der Bedarf mit etwa 50 Kindern deutlich geringer. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Inanspruchnahme ab der nächsten Woche stark ansteigen wird. „Es macht für Familien einen großen Unterschied, ob sie eine Woche oder drei Wochen Schließzeit überbrücken müssen“, hieß es im Lenkungsstab. Für die Kindertagesstätten liegen bereits 306 Anmeldungen vor, das entspricht einem Anteil von etwa 35 Prozent. Diese Kinder sind aber in der Regel nicht durchgehend in der Einrichtung. An den Schulen zeichnet sich ein Anstieg auf 80 bis 90 Kinder ab. Die Schulbusse fahren ab 18. Januar wieder nach dem normalen Fahrplan, so dass die Erreichbarkeit der Notbetreuung gewährleistet ist.

Kommunale Jugendarbeit weiter aktiv

Auch die beiden Jugendhäuser müssen während des Lockdowns geschlossen bleiben. Dennoch ist das Team der kommunalen Jugendarbeit aktiv. Die Mitarbeiter nehmen über digitale Kanäle Kontakt mit den Jugendlichen auf und haben als „aktive Rufbereitschaft“ ein Sorgentelefon eingerichtet. Aufsuchende Jugendsozialarbeit erfolgt im Rahmen von Einzelgesprächen und Spaziergängen. Außerdem organisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Spiel- und Mitmachaktionen via Internet.

Informationen zur Corona-Pandemie stehen auf der städtischen Internetseite unter www.wertheim.de/corona.

Quelle : Wertheim.de

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