Stadtverwaltung Wertheim : OB Torrez zeigt Solidarität mit türkischer Gemeinde – Besuch zum Freitagsgebet in der Selimiye-Moschee

Als Reaktion auf den Mordanschlag in Hanau besuchte OB Herrera Torrez (vorne, Vierter von rechts) am Freitag die Selimiye-Moschee und betonte seine Solidarität mit der türkischen Gemeinde. Foto: Stadt Wertheim

Vor dem Hintergrund des „feigen und verabscheuungswürdigen Anschlags in Hanau“ wolle Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez der türkischen Gemeinde „meine Solidarität und mein Mitgefühl als Mensch, aber auch als Vertreter der Stadt Wertheim ausdrücken“. Das sagte er heute bei seinem Besuch in der Selimiye-Moschee. „Dies war ein rassistischer Anschlag auf unsere gesamte Gesellschaft und macht es notwendig, dass wir als Gesellschaft reagieren“, so Herrera Torrez unmittelbar vor Beginn des Freitagsgebets.

Der Oberbürgermeister sprach sich dagegen aus, von einer Tat mit fremdenfeindlichem Hintergrund zu sprechen. Von den Ermordeten seien zwar fünf türkischstämmig gewesen und vier weitere hätten einen anderen Migrationshintergrund gehabt. „Aber es waren keine Fremden. Sie sind hier aufgewachsen, haben hier gelebt.“ Den zum Gebet Versammelten versicherte Herrera Torrez: „Sie alle sind ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft in Wertheim. Ich stehe an Ihrer Seite und die Wertheimer Bürgerinnen und Bürger stehen an Ihrer Seite.“

Als Reaktion auf den Mordanschlag in Hanau besuchte OB Herrera Torrez (vorne, Vierter von rechts) am Freitag die Selimiye-Moschee und betonte seine Solidarität mit der türkischen Gemeinde. Foto: Stadt Wertheim

Ebenso wie Imam Ismail Arici dankte auch der zweite Vorsitzende des Islamischen Vereins Wertheim, Erkan Yüksel, dem OB für den Besuch und die damit zum Ausdruck gebrachte Solidarität. „Die Tat in Hanau hat uns alle berührt und geschockt. Man hat ein bisschen Angst und weiß nicht so genau, wie es weitergeht in Deutschland und Europa“, schilderte er die Gemütslage. Einig waren sich Herrera Torrez und Yüksel in der Besorgnis über die Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland.

Er hoffe, dass der Mordanschlag von Hanau aufrüttelt und vor Augen führt, zu was Hass und Ausgrenzung führen können, betonte der Oberbürgermeister und war froh über die Einschätzung Yüksels, dass die Mitglieder der türkischen Gemeinde in Wertheim sich hier sicher fühlen. „Bisher hat es hier nichts Auffälliges gegeben, die Menschen kennen sich untereinander“, sagte der zweite Vorsitzende des Islamischen Vereins. Ein bisschen enttäuscht zeigte er sich, dass die Polizei nach seinen Worten auf die Bitte um eine sichtbare Präsenz zumindest an diesem Freitag nicht reagiert habe. OB Herrera Torrez sagte zu, mit den Vertretern des Polizeireviers noch einmal sprechen zu wollen.

Quelle : Wertheim.de

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