Stadtverwaltung Wertheim : Sanierung der Kilianskapelle beginnt – Erhaltungsmaßnahmen am historischen Kleinod

Das Gerüst steht schon seit einigen Wochen, jetzt beginnt die Sanierung der Kilianskapelle. Foto: Stadt Wertheim

Schon seit einigen Wochen ist die Kilianskapelle eingerüstet und von einer blauen Plane verdeckt. Nach letzten Abstimmungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege beginnen jetzt die Sanierungsarbeiten an dem Schmuckstück in der Wertheimer Altstadt. Den Auftrag dafür hat der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt im Juli vergeben.

Die gegenüber der Stiftskirche gelegene Kilianskapelle aus dem Jahr 1472 zählt mit ihrer reichen Fassadengestaltung zu den bedeutendsten Doppelkapellen Deutschlands. Die nun vorgesehenen Maßnahmen dienen vor allem dem Erhalt der Substanz, denn in den vergangenen Jahren traten zahlreiche witterungsbedingte Schäden zu Tage.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf dem Erhalt der Natursteinelemente der Kapelle, die dem Frankenapostel Kilian gewidmet ist. So soll das Fugennetz überarbeitet werden, um weitere Folgeschäden zu vermeiden. Vor allem am Westportal muss die Standsicherheit gefährdeter Teile hergestellt werden. Beschädigte Kreuzblumen aus Betonguss werden durch Naturstein ersetzt und die Wasserableitung aus dem Umgang verbessert, um die Friese vor Schäden zu schützen.

Durch den Austausch einzelner Teile und durch lokale Reparaturen sollen kleinere Schadstellen an den verputzten Fassadenflächen überarbeitet werden. Ein positiver Nebeneffekt: In diesem Zug können die Fachleute gegebenenfalls Befunde für einen Neuverputz und die Farbgebung gewinnen.

Auch an den bleiverglasten Fensterfronten und im Bereich des Daches sind Erhaltungsmaßnahmen notwendig. Die Fensterfronten und die dort angebrachten Schutzgitter sollen gereinigt und wenn notwendig überarbeitet werden. Im Dachstuhl werden frühere Reparaturen, wenn sie damals nicht sachgemäß ausgeführt worden sind, denkmalgerecht ersetzt. Bauteile an Gauben und Mansardenschwellen werden, ebenso wie die Dacheindeckung und Dachrinnen, überprüft und wenn nötig überarbeitet.

Die Arbeiten, mit denen der Würzburger Steinmetzbetrieb Firma Boris Rycek beauftragt ist, werden bis ins Jahr 2021 andauern. Die Kosten sind mit rund 450.000 Euro kalkuliert. Davon trägt die Stadt 175.000 Euro, von der Denkmalpflege des Bundes kommen 140.000 Euro, die Denkmalpflege des Landes steuert 85.000 Euro bei und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich mit 50.000 Euro.

Quelle : Wertheim.de

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