Stadtverwaltung Wertheim : Sportplatzsituation in Wertheim-Ost wird verbessert – Flutlichtanlage für das Spielfeld in Urphar/Lindelbach

Der Sportplatz in Urphar-Lindelbach soll eine Flutlichtanlage erhalten und damit auch im Winterhalbjahr nutzbar sein. Foto: Stadt Wertheim

Im Winter sieht es derzeit noch düster aus für die Fußballer in sieben Vereinen und Spielgemeinschaften in Wertheim-Ost. Denn es gibt zu wenig Sportplätze, die in der dunklen Jahreszeit genutzt werden können, vor allem nachdem ein Trainingsgelände am Almosenberg wegen der Erweiterung des Gewerbegebietes nicht mehr zur Verfügung steht. Dafür soll nun Ersatz geschaffen werden, erläuterte Referatsleiter Uwe Schlör-Kempf in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Verwaltung, Kultur, Soziales und Schulen am Montag. Geplant ist, noch in diesem Jahr am Hauptspielfeld des SSV Urphar/Lindelbach eine Flutlichtanlage zu installieren.

Aus fünf möglichen Varianten, deren Kosten zwischen rund 96.000 Euro und fast 740.000 Euro liegen, haben sich die Vertreter der betroffenen Vereine einvernehmlich für die günstigste Lösung entschieden. „Der Diskussionsprozess war ergebnisoffen und fair“, versicherte Schlör-Kempf. Er begann im Februar vergangenen Jahres, als die Vorsitzenden des TSV Bettingen und des SV Dertingen auf die Bedeutung des Spielfelds am Almosenberg hinwiesen.

Schon im folgenden Monat, schilderte der Referatsleiter, habe die Verwaltung vorgeschlagen, „auf der Basis von objektiven Daten und unter Beteiligung der Sportvereine den künftigen qualitativen und quantitativen Bedarf an Sportplätzen in Wertheim-Ost zu ermitteln und festzulegen“. Einmütig einigte man sich darauf, hierfür das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung in Stuttgart hinzuzuziehen.

Das Ergebnis der Analyse, das am 1. Juli vorgestellt wurde, zeigte eine „deutliche Überversorgung mit Sportplätzen im Sommer und ein Defizit an geeigneten Trainingsflächen im Winter“. Die Verwaltung wurde beauftragt, verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der Sportplatzsituation zu überprüfen. Aus diesen haben sich die Vertreter der Vereine dann auf die bereits erwähnte Variante geeinigt, die auch einen Zaun an dem Spielfeld vorsieht. Sie soll nach Ende der Fußballstadtmeisterschaft, in enger Abstimmung mit dem SSV Urphar/Lindelbach umgesetzt werden. Im Haushalt stehen dafür 100.000 Euro zur Verfügung. Man müsse damit rechnen, eher keinen Zuschuss des Badischen Sportbundes zu erhalten, so Schlör-Kempf auf Nachfrage. Denn dafür sind die Voraussetzungen nicht gegeben.

In mehreren Wortmeldungen von Ausschussmitgliedern wurde die Frage nach der Anlage von ganzjährig nutzbaren Kunstrasenplätzen gestellt. „Wir können und werden uns gerne damit befassen“, sagte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez. Allerdings gibt es hier noch erhebliche ökologische Probleme. „Und dann unterhalten wir uns auch über deutlich höhere Summen als bei der jetzt gefundenen Lösung.“

Nach dem Ausschuss wird sich auch der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung mit dem Bericht zur Sportplatzentwicklung in Wertheim-Ost befassen.

Quelle : Wertheim.de

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