Stadtverwaltung Wertheim : Treffen zur Kooperation Fachhochschule Wertheim GmbH

Auf dem Bild: Die Teilnehmer des Pressegesprächs im Barocksaal des Rathauses. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Gemeinsamer Wille für Hochschulstandort

Wertheim und IMC Krems gehen Kooperation ein

 

Die Bemühungen der Stadt, Hochschulstandort zu werden, haben ein vielversprechendes und sehr konkretes Stadium erreicht. Partner könnte die private Fachhochschule IMC Krems in Österreich sein. Der Gemeinderat hat am Montag als ersten Schritt einer Kooperation eine Erstkonzeption in Auftrag gegeben. Darin sollen die Grundlagen für eine Hochschulgründung in Wertheim entwickelt werden. Am Tag danach stellten Oberbürgermeister Stefan Mikulicz und zwei hochrangige Vertreter der Hochschule die geplante Kooperation näher vor. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Heinz Boyer und Geschäftsführer Prof. Dr. Karl Ennsfellner traten auch hier überzeugend auf. Sprecher aller Fraktionen lobten den einstimmigen Gemeinderatsbeschluss als möglichen Meilenstein für die Stadtentwicklung.

 

 

Kurzportrait: IMC Fachhochschule Krems

Die IMC Fachhochschule Krems ist eine private Hochschule mit internationaler Ausrichtung. Sie wurde 1994 mit 45 Studierenden und vier Mitarbeitern von Aufsichtsratsvorsitzendem Dr. h.c. Heinz Boyer und der Stadt Krems als private Trägergesellschaft gegründet. Seit der Verleihung des Status Fachhochschule im Jahr 2002 ist die IMC Fachhochschule Krems GmbH die Trägergesellschaft.

Inzwischen ist die Zahl der Studierenden auf über 2.500 und die Zahl der Mitarbeiter/innen und haupt- und nebenberuflich Lehrenden auf fast 600 gestiegen. Von 28 Bachelor- und Masterstudiengängen werden über zwei Drittel ausschließlich in Englisch unterrichtet. Zahlreiche internationale Kooperationen, ein hoher Prozentsatz an „Incoming und Outgoing“-Studierenden sowie Berufspraktika im Ausland tragen zur starken internationalen Ausrichtung bei.

Auf dem Bild von links: Dr. Heinz Boyer und Prof. Dr. Karl Ennsfellner. Foto: Stadtverwaltung Wertheim
Auf dem Bild von links: Dr. Heinz Boyer und Prof. Dr. Karl Ennsfellner. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die bedarfsorientierte und damit enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft; sie gewährleistet einen nahezu 100%igen Übergang vom Studium in den Beruf. In allen Hochschul-Rankings erreicht der Standort Krems Bestwerte, so auch wenn die Zufriedenheit der Studierenden erhoben wird.

„Eine Riesenchance für Wertheim“

 

 

Die Kontakte zwischen Stadt Wertheim und IMC Fachhochschule Krems haben sich in Etappen entwickelt: OB Mikulicz war im November in Krems. Anfang März erfolgte der Gegenbesuch durch Dr. Heinz Boyer und Prof. Dr. Karl Ennsfellner. Anfang April schließlich informierte sich der Ältestenrat in Krems und kam mit dem Eindruck zurück, „dass das für Wertheim eine Riesenchance ist.“

Deshalb soll nun die IMC Fachhochschule Krems die Stadt bei Gründung einer Hochschule und Implementierung der ersten Studiengänge unterstützen und begleiten. Darüber hinaus ist Krems an einer dauerhaften Zusammenarbeit mit Wertheim interessiert. Dies könnte die Beteiligung an einer zu gründenden Fachhochschule Wertheim GmbH sein.

Auf dem Bild: Die Teilnehmer des Pressegesprächs im Barocksaal des Rathauses. Foto: Stadtverwaltung Wertheim
Auf dem Bild: Die Teilnehmer des Pressegesprächs im Barocksaal des Rathauses. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Notwendig ist eine Genehmigung durch die Landesregierung, vertreten durch das Wissenschaftsministerium. Um hier in Verhandlungen einzutreten, ist eine Erstkonzeption Voraussetzung. „Wir wollen ein Konzept, dem das Land nicht wiederstehen kann“, so OB Mikulicz. Für die Finanzierung dieser Erstkonzeption hat der Gemeinderat in der Sitzung am Montag die Mittel (knapp 100.000 Euro) bereitgestellt.

Die Erstkonzeption umfasst Aussagen über mögliche Studiengänge, Markt und Umfeld, sie beschreibt die Organisation des Lehrbetriebs (Infrastruktur, Personal und Finanzierung) und klärt die rechtlichen Anforderungen zur Gründung einer Hochschule.

Wie geht es weiter?

Die jetzt beauftragte Erstkonzeption ist der erste Baustein einer prozesshaften Entwicklung Wertheims als Standort einer Hochschule. Fünf weitere Etappen müssen folgen. „Wir gehen den Weg Schritt für Schritt gemeinsam“, verdeutlichte OB Stefan Mikulicz. Und die Gäste aus Krems betonten, dass man klein beginnen und dann stetig wachsen wolle, wobei Qualität von Anfang an oberste Priorität habe.

Den Start des Hochschulbetriebs können sich Stadtverwaltung und IMC-Verantwortliche im Realschul-Interimsgebäude im Stadtteil Reinhardshof vorstellen. Mittel- und langfristig soll eine Hochschule in der Schulbaukonzeption der Stadt berücksichtigt werden. Als geeigneter Standort, weil mitten in der Stadt, wurde das Schulareal an der Alten Steige genannt.

Stadtverwaltung Wertheim