Stadtverwaltung Wertheim : Vergabeverfahren für Tauber- und Frankenbahn gestartet

Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in dem Bereich der Registrierung tätig sein. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Landkreis hofft auf attraktive Angebote der Unternehmen

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) hat jetzt das Vergabeverfahren für die Verkehre auf der Tauberbahn und der Frankenbahn gestartet. Der Main-Tauber-Kreis hofft

– so heißt es in einer Ankündigung des Landratsamtes – dass attraktive Angebote abgegeben werden und die Tauberbahn und auch die Frankenbahn gestärkt aus diesem Verfahren hervorgehen. Beide Bahnlinien seien wichtige Verkehrsinfrastruktureinrichtungen für den Main-Tauber-Kreis. Schüler, Berufspendler und Touristen sind die Hauptkunden. Auftraggeber für den Nahverkehr auf der Frankenbahn und der Tauberbahn ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch die NVBW.

„In vielfältigen Bereichen setzen wir auf die Bahn und wickeln beispielsweise einen Großteil unseres Schülerverkehrs darauf ab“, sagt Landrat Reinhard Frank zur Bedeutung der Bahnlinien. Die Tauberbahn und die Frankenbahn bieten den Kreiseinwohnern zum Beispiel Verbindungen zu den Ortschaften im Kreis und zu den Ballungszentren Würzburg, Heilbronn / Stuttgart und Mannheim / Heidelberg. Für die Abwicklung der Verkehre ist auf der Frankenbahn, die von Heilbronn nach Würzburg verläuft, die DB Regio zuständig. Auf der Tauberbahn, die den Streckenabschnitt von Crailsheim bis Wertheim umfasst und dann in die Maintalbahn bis nach Aschaffenburg übergeht, ist die WestFrankenBahn beauftragt. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der regionalen Bahneinheit WestFrankenBahn einen gemeinsamen Ansprechpartner sowohl für die Verkehre als auch für die Infrastruktur haben“, ergänzt Wirtschaftsdezernent Jochen Müssig vom Landratsamt.

Die Beauftragung, den Fahrplan abzuwickeln, erteilt das Land Baden-Württemberg. Es muss die Fahrleistungen regelmäßig ausschreiben. „Leider musste der Ausschreibungstermin nun bereits zwei Mal verschoben werden. Die neuen Fahrpläne sollen nun ab Dezember 2019 umgesetzt werden“, berichtet Landrat Reinhard Frank. Die bisherigen Verträge laufen im Dezember 2016 aus. In der Zwischenzeit gibt es sogenannte Übergangsverträge zwischen den Bahnunternehmen und dem Land Baden-Württemberg.

Inzwischen hat das Land Baden-Württemberg das Vergabeverfahren für das Schienenpersonennahverkehrsnetz 11 gestartet. Diesem gehören unter anderem die Tauberbahn und die Maintalbahn mit dem gesamten Abschnitt von Aschaffenburg über Miltenberg – Wertheim – Lauda – Bad Mergentheim und Weikersheim bis Crailsheim an. Dazu gehören aber auch die Regionalbahnverbindungen zwischen Würzburg und Lauda sowie Lauda und Osterburken. Auch die Madonnenlandbahn von Seckach bis Miltenberg und die Linie Heilbronn – Crailsheim sind Teile des Netzes 11.

Die Schienenverkehrsunternehmen sind nun aufgerufen, dem Land Baden-Württemberg attraktive Angebote vorzustellen. Neben den Fahrplänen geht es auch um die Darstellung und Konzeption, in welchem Umfang Neufahrzeuge oder modernere Fahrzeuge eingesetzt werden. Der neue Verkehrsvertrag soll ab Dezember 2019 und dann für zwölf Jahre gelten. Der Umfang des gesamten Netzes 11 liegt bei 3,4 Millionen Zugkilometern im Jahr. Davon entfallen rund eine Million Zugkilometer auf Streckenabschnitte im Freistaat Bayern.

Informationen zum Schülerverkehr, zur Frankenbahn und Tauberbahn gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Dezernat Kreisentwicklung, Amt für Schulen und ÖPNV, Garten-straße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5801, E-Mail: infos@main-tauber-kreis.de.