Stadtverwaltung Wertheim : Wie kann das Schulessen noch schmackhafter werden? – Umfrage an Bildungseinrichtungen soll Auskunft geben

 

An den acht Ganztagesschulen in Wertheim werden pro Tag durchschnittlich 345 warme Mittagessen ausgegeben. Foto: Stadt Wertheim / Shutterstock

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Und so schmeckt das Mittagessen, das an den acht Ganztagsschulen in städtischer Trägerschaft serviert wird, auch nicht jedem. Nur – woran liegt das? Aufschluss darüber erhofft sich die Verwaltung von einer Befragung an den Wertheimer Schulen. Über deren Ergebnisse soll dann der Gemeinderat informiert werden, um gegebenenfalls die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Acht von elf Schulen in der Trägerschaft der Stadt Wertheim sind inzwischen Ganztagsschulen. Die Kommune ist damit verpflichtet, die Bereitstellung und die Ausgabe des Mittagessens zu organisieren. Auch die Aufsicht im Speiseraum während der Mittagspause muss durch die Stadt gewährleistet sein. Doch unabhängig davon, ob es sich um eine verbindliche oder um eine offene Ganztagsschule handelt oder um eine gesetzliche Ganztagsgrundschule in Wahlform – eine Verpflichtung für die Schülerinnen und Schüler, am Mittagessen teilzunehmen, besteht nicht.

Entsprechend groß ist die Bandbreite der Nutzung. Sie reicht von durchschnittlich 100 Essen am Tag für die knapp 650 Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums über 64 Essen für 164 Mädchen und Jungen der Otfried-Preußer-Schule bis zu lediglich 22 Mahlzeiten, die ausgerechnet an der größten Schule in städtischer Trägerschaft, der Comenius Realschule mit 931 Schülerinnen und Schülern, geordert werden. Alle Schulen zusammengerechnet sind es pro Tag im Schnitt 345 Essen.

Die Akzeptanz des Essensangebots hängt von vielen Faktoren ab. „Zum einen spielen natürlich der Geschmack der Schüler sowie der Preis eine Rolle“, schreibt die Verwaltung in einer Vorlage, mit der jüngst der Gemeinderat über das Thema unterrichtet wurde. Ein durchweg gesundes Essen werde zwar von den Eltern gewünscht, die Kinder würden aber am liebsten Gerichte wie Burger, Pizza und Chicken Nuggets essen. Auch das Alter der Schüler spiele eine Rolle. „Während bei den Grundschülern noch die Eltern über die Teilnahme am Mittagessen entscheiden, dürfen die älteren Schüler dies meistens schon selber tun.“ Und da spiele dann vor allem das Angebot in unmittelbarer Umgebung der Schule eine entscheidende Rolle. Pizzeria, Dönerladen oder Discounter schlagen häufig das Mensaessen.

Mensa und Kiosk an der Comenius Realschule betreibt im Auftrag der Stadt die Firma Dussmann Service Deutschland GmbH betrieben. Sie beliefert von der Realschule aus auch die Gemeinschaftsschule Wertheim, die Otfried-Preußler-Schule, die Grundschule Bestenheid und die Edward-Uihlein-Schule mit Mittagessen. Die Grundschule Dertingen bezieht die Speisen von der Menü-Manufaktur Hofmann. Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium liegt die Zuständigkeit in den Händen des Cafeteria-Fördervereins.

Der Normalpreis pro Essen liegt an allen Schulen in städtischer Trägerschaft bei 3,50 Euro. Zwar sind an der Realschule 3,90 Euro und am Gymnasium vier Euro für das Einzelessen zu bezahlen, doch an beiden Bildungseinrichtungen gibt es die Möglichkeit, 10er-Karten zum Preis von 35 Euro zu erwerben. Inhaber des städtischen Familienpasses zahlen 55 Prozent des regulären Preises (1,90 Euro), für die Schüler mit dem Gutschein für Bildung und Teilhabe wird das Essen zu 100 Prozent bezuschusst. Lehrer zahlen an allen Schulen einen Euro mehr als die Schüler.

Quelle : Wertheim.de

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