Statement Ministerin Hamburg zur Überarbeitung der schulischen Kerncurricula

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Folgen KMK-Vorgaben und legen die Kompetenzen für Abschlüsse

Zur heutigen HAZ-Berichterstattung zur Überarbeitung der Kerncurricula in Niedersachsen sagt Kultusministerin Julia Willie Hamburg:

„Es gibt klare KMK-Vorgaben, die die Voraussetzungen für die unterschiedlichen Bildungsabschlüsse definieren. Zudem ist das Ziel, dass die Abschlüsse vergleichbar sind – ganz gleich, an welcher Schule oder Schulform sie erworben werden. Das führt dazu, dass die Curricula bereits heute ganz zwangsläufig an vielen Stellen nahezu deckungsgleich sind und lediglich eine andere Überschrift haben. Insofern ist es eine Frage der Transparenz, Vereinfachung und Vergleichbarkeit. Hierbei gibt es nicht einen Einheitslehrplan von der Hauptschule bis zum Gymnasium, sondern Vorgaben für den mittleren Schulabschluss und für den erweiterten Realschulabschluss – der den Weg zum Abitur beschreibt.

Das ändert nichts an den hohen Ansprüchen, die mit diesen Curricula einhergehen. Diese werden an keiner Stelle berührt. Ein Leistungsabfall ist somit nicht zu befürchten. Im Gegenteil, der Weg zum Abitur wird nun in allen Schulformen gleichermaßen deutlich normiert.

Ideologische und populistische Debatten haben noch keine Schule besser gemacht. Daher ist die Debatte um eine angebliche Einheitsschule schlichtweg falsch und ermüdet unnötig die Schulen, die ganz andere Herausforderungen haben. Entscheidend ist nicht, welches Türschild vorne an der Schule hängt, sondern welche Arbeit in der Schule gemacht wird. Und darauf werde ich mich als Kultusministerin weiterhin konzentrieren.

Die strukturelle sowie unterrichtliche Ausgestaltung der Schulform wird nicht durch die Kerncurricula (KC) entschieden. Diese Fragen werden im niedersächsischen Schulgesetz und den jeweiligen Organisationserlassen definiert. Die Vielfältigkeit des Schulangebotes hat somit selbstverständlich weiterhin Bestand. Bei der Vielfältigkeit der Bemühungen und Konzepte, die unsere Schulen leisten, um ihre Schülerinnen und Schüler gut zu begleiten, finde ich darüber hinaus den Begriff Einheitsschule vollkommen unangemessen. Er zeigt, dass eine echte Auseinandersetzung an den Themen nicht gewünscht ist, schürt Ängste und wertet Schulen ab, die in Niedersachsen eine engagierte Arbeit machen, gleich welcher Schulform.“

Hinweis: Das Redemanuskript der Kultusministerin zum CDU-Antrag „Schulfrieden nicht gefährden: für eine zukunftsfeste Bildung unserer Kinder mit individueller Förderung statt Einheitsschule und Einheitslehrern“ zur Aktuellen Stunde des Landtages am 16.05.2024 finden Sie nebenstehend oder unten im Infobereich.

Quelle : Niedersachsen.de

Bilder: Titel Symbolbilder Niedersachsen by Pixabay.com / Niedersachsen.de

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