Statement von PETA zu aktueller Studie über Feinstaubbelastung: „Tierhaltung tötet auch Menschen“


Stuttgart, 22. Januar 2019 – Aus einer aktuellen Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie geht hervor, dass in Deutschland jährlich rund 120.000 Menschen infolge der Feinstaubbelastung sterben und es damit mehr Todesfälle gibt, als bislang angenommen. Hauptursache soll der Untersuchung zufolge die Landwirtschaft mit der sogenannten Massentierhaltung sein. PETA wies bereits 2017 auf die Gefahren durch die Belastung aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung hin. Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei der Tierrechtsorganisation, kommentiert:
 
„Wir lassen jährlich mehrere hundert Millionen Tiere und – wenn auch ungewollt – mehr als 50.000 Menschen töten. In einigen Gebieten mit Tierhaltebetrieben ist die Feinstaubbelastung höher als in Innenstädten und es sterben mehr Menschen an den Folgen von Feinstaub als an Zigarettenrauch. Wie kann es sein, dass noch immer versucht wird, den Konsum tierischer Produkte schönzureden? In der Vergangenheit wurde mehrfach bestätigt, dass Kraftfahrzeuge nur einen äußerst geringen Teil des Feinstaubs in Deutschland verursachen. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung entstehen durch die übermäßige Düngung und die Exkremente der Tiere Unmengen des Umweltgifts Ammoniak, das Feinstaub bildet. Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland bereits wegen der Nitratbelastung im Grundwasser verurteilt; für den hohen Nitratanteil ist auch die Gülle mitverantwortlich. Die Grenzwerte für den Ammoniak-Ausstoß hat Deutschland ebenfalls deutlich überschritten, was rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Doch aus reiner Profitgier blockieren Bauernverbände und Politik mögliche Verbesserungen und ignorieren damit nicht nur EU-Richtlinien, sondern gefährden auch Menschenleben. Es wird höchste Zeit, der industriellen Tierhaltung einen Riegel vorzuschieben und auf eine tier-, umwelt- und menschenfreundliche, biovegane Landwirtschaft umzusteigen.“
 
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
 
2014-07-Edmund-Haferbeck-c-PETA-D
Dr. Edmund Haferbeck / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Feinstaub
PETA.de/Politiker
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, CarolinVS@peta.de



Quelle : PETA.de

Bilder / Video Französischer Markt Wertheim 20.-22.05.2016 – Live Musik und Kulinarisches