Streit in Flüchtlingsunterkunft – Messerstiche gehen ins Leere – zwei Tatverdächtige festgenommen

Streit in Flüchtlingsunterkunft – Messerstiche gehen ins Leere – zwei Tatverdächtige festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der StA Würzburg
ARNSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. In einer Flüchtlingsunterkunft ist es am Samstagnachmittag zu einem Streit gekommen, an dem letztendlich mehrere Familienmitglieder eines jungen Mädchens beteiligt waren. Der Vater und der Bruder einer 15-Jährigen bedrohten deren Freund und versuchten, ihn mit einem Messer zu verletzen. Die Würzburger Kripo ermittelt mittlerweile in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg wegen versuchten Totschlags gegen die beiden Beschuldigten.

 

Der Streit zwischen den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in der Schützenbergstraße hatte zunächst um 17.00 Uhr mit einem Trennungsgespräch zwischen einem 15-jährigen Mädchen und einem ein Jahr älteren Jugendlichen begonnen. In das Gespräch mischten sich wenig später der Vater und der 14 Jahre alte Bruder des Mädchens mit ein, da sie offenbar nicht damit einverstanden waren, dass die beiden in einem separaten Raum allein gesprochen hatten. Die beiden Tatverdächtigen bedrohten den 16-Jährigen Landsmann erst verbal, anschließend schlug der 37-Jährigen den Geschädigten und dessen Sohn führte zudem mit einem Messer Stichbewegungen in Richtung des Geschädigten aus. Dieser wurde bei dem Angriff jedoch nicht verletzt.

Die Karlstadter Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen wenig später fest und brachte sie zur Dienststelle. Dort übernahm die Würzburger Kripo die Sachbearbeitung. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurden die beiden Beschuldigten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Sonntagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden wurde die 15-Jährige in eine andere Unterkunft verlegt, um eine Trennung der Familie herbeizuführen. Die Ermittlungen der Würzburger Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg dauern unterdessen weiterhin an.

PP Unterfranken