Strukturdebatte um öffentlich-rechtlichen Rundfunk / Robra konkretisiert seine Reformideen zur ARD

tvjoern / Pixabay


Leipzig (ots) – Der sachsen-anhaltische Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU) hat seine Aussagen zu einer möglichen Abschaffung der ARD-“Tagesschau” präzisiert. “Ich habe nicht gesagt, die ‘Tagesschau’ muss abgeschafft werden, sondern ich habe gesagt, die ‘Tagesschau’ wird sich verändern müssen”, sagte Robra in einem Interview für den SR und MDR am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Saarbrücken. Die Sendung müsse dem Profil einer stärkeren Regionalisierung entsprechen. “Das kann bedeuten, dass noch mehr aus den Ländern berichtet wird.” In einem föderalen Staat sei es wichtig, mehr voneinander zu wissen.

Robra hat seine Reformvorschläge konkretisiert und ein regionaleres ARD-Programm gefordert. Die Berichterstattung aus den Ländern sei nicht ausreichend, sagte er. “Ich sehe es aus der Sicht eines ostdeutschen Bundeslandes. Wir fühlen uns in der ARD nicht ausreichend repräsentiert und dargestellt.” Zur demokratischen Meinungsbildung seien mehr Berichte aus den Ländern in der ARD unerlässlich. Laut Robra muss es deswegen das Ziel sein, die notwendige Substanz der Landesrundfunkanstalten zu erhalten und zu stärken.

Robra hatte am Dienstag in einem Interview mit einer Regionalzeitung einen radikalen Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gefordert. Unter anderem sprach er von der ARD als ein zukünftiges “Schaufenster der Regionen” und war der Meinung, dass das ZDF als nationaler Sender ausreiche. Robra ist Medienminister in Sachsen-Anhalt und Mitglied des ZDF-Fernsehrates.

Mehr dazu bei MDR AKTUELL 19.30 Uhr und 21.45 Uhr im MDR-Fernsehen.

Pressekontakt:

MDR, Presse und Information, Susanne Odenthal,
Tel.: (0341) 3 00 64 57, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell



Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011