Termineinladung: PETA ZWEI protestiert am Samstag anlässlich „Henkel-Preis der Diana“ vor Grafenberger Galopprennbahn – Aktive fordern Konzern auf, Sponsoring zu beenden

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Düsseldorf / Stuttgart, 5. August 2022 – Tierquälerei ist kein Sport: Am Sonntag findet in Düsseldorf der „Henkel-Preis der Diana“ statt. Das Pferderennen auf der Grafenberger Rennbahn wird von der Henkel AG & Co. KGaA unterstützt. Daher protestiert das freiwillige PETA ZWEI-Streetteam am Sonntag ab 12:30 Uhr an der Galopprennbahn in der Rennbahnstraße 20 in Düsseldorf und fordert das Unternehmen auf, das Sponsoring zu beenden. Mit Plakaten, Schildern und Flugblättern informieren die freiwillig Unterstützenden über die Tierquälerei im sogenannten Pferdesport. In einem Schreiben appellierte PETA bereits Mitte vergangenen Jahres an Carsten Knobel – Vorstandsvorsitzender der Henkel AG –, Pferderennen nicht mehr zu unterstützen. Henkel teilte jedoch mit, an der Unterstützung festzuhalten. Da die Galopprennbahn auch von der Sparkasse mitfinanziert wird, finden zwei weitere Proteste statt: Am Mittwoch, den 17. August ab 15:30 vor der Stadtsparkasse in der Berliner Allee 33 in Düsseldorf und am Sparkassen-Renntag am Sonntag, den 21. August ab 12:30 Uhr vor der Galopprennbahn in der Rennbahnstraße 20 in Düsseldorf. PETA fordert die Henkel AG und die Stadtsparkasse Düsseldorf auf, ein Zeichen für den Tierschutz zu setzen und das Sponsoring zu beenden.

„Rennställe, Rennvereine und Verbände haben ein System etabliert, in dem Pferde als Sportgeräte missbraucht und mit Peitschenschlägen zu Leistungen angetrieben werden, denen sie körperlich nicht gewachsen sind. Da in der Rennbranche wirtschaftliche Interessen vor das Tierwohl gestellt werden, sind tödliche Stürze, schwere Brüche und Aortenabrisse bei den Tieren häufig die Folge“, so Streetteam-Leiterin Stefanie Scholz. „Ein großer Stützpfeiler der tierschutzwidrigen Rennen sind die Sponsoren. Die Henkel AG und die Stadtsparkasse Düsseldorf sollten sich überlegen, ob sie ihren Namen wirklich mit einer Branche in Verbindung sehen will, die Pferden Leid und Schmerz zufügt.“

Branche nimmt Lungenblutungen, Herzverletzungen und Magengeschwüre billigend in Kauf
Pferderennen enden für viele Tiere tödlich: Allein zwischen 2015 und 2019 starben mindestens 50 Pferde auf deutschen Rennbahnen, zwei von ihnen in Düsseldorf. Für den „Rennsport“ werden Pferde gezwungen, Risiken einzugehen, die sie freiwillig niemals auf sich nehmen würden. Die Überlastung führt häufig zu Stürzen mit Brüchen oder zu Aortenabrissen, bei denen die Hauptschlagader des Herzens reißt und das Tier innerhalb kurzer Zeit stirbt. Experten zufolge weisen zudem 90 Prozent der bei Rennen eingesetzten Pferde aufgrund des großen psychischen Stresses Magengeschwüre auf. Laut den Rennprotokollen haben viele Tiere kurz nach einem Rennen blutige Nüstern. Entgegen der Aussage der Branchenvertreter handelt es sich hierbei jedoch nicht um Nasenbluten, sondern laut Dr. Maximilian Pick, Gutachter und ehemaliger Fachtierarzt für Pferde, üblicherweise um Blutungen aus der Lunge. [1]

Millionengeschäft auf Kosten der Pferde
Häufig werden in der millionenschweren Branche schon zwei- oder dreijährige Pferde an den Start geschickt, obwohl sie sich noch im Wachstum befinden. [2] Da der Bewegungsapparat der jungen Tiere noch nicht vollständig ausgebildet ist, sind Sehnenschäden und Knochenbrüche keine Seltenheit. Die Pferde werden nicht nur bei den Rennen selbst, sondern auch während der Trainings überlastet. So sind etwa bei Galopprennen rund 80 Prozent der Trainingsausfälle auf Lahmheit zurückzuführen. „Dass Peitschenschläge und tierquälerisches Zubehör zum Alltag sogenannter Rennpferde gehören, zeigt nur einmal mehr, dass das Wohl der Tiere in der Regel keine Rolle spielt“, so Scholz.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Das PETA ZWEI-Streetteam Düsseldorf ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

[1] Dr. Pick, M. (2005): Spezielle Erkrankungen von Galopprennpferden aus Sicht des Tierschutzes. In: Der praktische Tierarzt.

[2] Iding, C. (2018): Vom Hochleistungsrennpferd zum Pflegefall. Die kurze Karriere der Rennpferde und dessen Folgen. In: Bocholter Borkener Volksblatt. Online abrufbar unter: https://www.bbv-net.de/Lokales/ZiSch/Vom-Hochleistungsrennpferd-zum-Pflegefall-136069.html. (03.05.2022).

Details zur ersten Aktion:
Datum: Sonntag, 7. August 2022
Uhrzeit: 12:30 – 15:30 Uhr
Ort: an der Galopprennbahn, Rennbahnstraße 20, 40629 Düsseldorf
Kontakt vor Ort: Stefanie Scholz (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Da die Galopprennbahn auch von der Sparkasse mitfinanziert wird, finden zwei weitere Proteste statt:

Details zur zweiten Aktion:
Datum: Mittwoch, 17. August 2022
Uhrzeit: 15:30 – 17:00
Ort: Stadtsparkasse Düsseldorf, Berliner Allee 33, 40212 Düsseldorf
Kontakt vor Ort: Stefanie Scholz (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Details zur dritten Aktion:
Datum: Sonntag, 21. August 2022
Uhrzeit: 12:30 – 15:30 Uhr
Ort: an der Galopprennbahn, Rennbahnstraße 20, 40629 Düsseldorf
Kontakt vor Ort: Stefanie Scholz (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Immer wieder stürzen Pferde und verletzen sich tödlich (Symbolbild von Pferderennen 2016 in Mannheim). / © PETA Deutschland e.V.

Peitscheneinsatz beim Hamburger Derby 2013 / © PETA Deutschland e.V.
 
Die Motive stehen hier und hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Pferderennen-Petition
PETA.de/Themen/Pferderennen

Pressekontakt:
Britta Nolte, +49 30 6832 6660-29, [email protected]

Quelle : PETA.de

https://wertheimerportal.de/faktencheck-tauben-sind-keine-ratten-der-luefte/

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