Tews: “Engagement des bpa zahlt sich für Pflegebedürftige aus” / bpa begrüßt Anpassungen der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie | Pressemitteilung bpa

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Berlin (ots) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Anpassungen der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL) beschlossen. Als Leistung der häuslichen Krankenpflege können Patientinnen und Patienten zukünftig Hilfe beim An- und Ausziehen von ärztlich verordneten Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen bereits ab der Kompressionsklasse I erhalten. Durch die Kompressionstherapie werden insbesondere bei multimorbiden Menschen offene Wunden und Wundheilungsstörungen vermieden.

“Der bpa hat sich für diese dringend notwendigen Anpassungen seit langem stark gemacht, weil unsere Dienste in der täglichen Praxis immer wieder erlebt haben, wie Pflegebedürftige zurecht mit Unverständnis auf die ihnen scheinbar vorenthaltenen Leistungen reagiert haben. Gleichzeitig wurde es den Pflegediensten zum Nachteil ausgelegt, wenn sie aufgrund ärztlicher Verordnung die Kompressionsstrümpfe der Klasse I dem Pflegebedürftigen angezogen haben. Mit dem Beschluss des G-BA wird nicht nur eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, sondern auch eine umfassendere ambulante Versorgung ermöglicht. Damit zahlt sich das Engagement des bpa für tausende Menschen, die zuhause gepflegt werden, aus”, so bpa-Geschäftsführer Bernd Tews.

Zudem wurde in der HKP-RL der gesetzliche Anspruch auf sogenannte Unterstützungspflege ergänzt: Bei schwerer Krankheit – beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt – können Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung auch dann verordnet werden, wenn keine medizinische Behandlungspflege angezeigt ist.

Beide Beschlüsse des G-BA liegen nun beim Bundesgesundheitsministerium, in Kraft treten sie nach deren Prüfung und der Veröffentlichung im Bundesanzeiger.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

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Bilder “Wir sind Wertheim” , am Marktplatz ,11.September.2011