Tierleid von heimatlosen Katzen in Strausberg beenden: PETA fordert Bürgermeisterin Elke Stadeler zur Einführung einer Kastrationspflicht von Freigängerkatzen auf


Strausberg / Stuttgart, 3. Dezember 2021 – Verzweifelten Bürgern zufolge gibt es eine Überpopulation und massives Leid von heimatlosen Katzen in Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland. Deswegen wandten sich die Anwohner hilfesuchend an PETA. Da die Katzen in Strausberg oftmals Krankheit und dem frühen Tod ausgesetzt sind, fordert die Tierschutzorganisation die Bürgermeisterin Elke Stadeler zum umgehenden Handeln auf. Durch die Einführung einer Kastrationspflicht könnte das Leid der heimatlosen Katzen verringert werden. Ebenso fordert die Tierschutzorganisation die Bürgermeisterin und den Landrat auf, lokale Tierschutzvereine und Tierheime zu unterstützen und Kastrationsaktionen durchzuführen. Dies ist dringend notwendig, um dem Leid der Tiere entgegen zu wirken.

„Etwa zwei Millionen heimatlose Katzen führen ein trauriges Leben auf deutschen Straßen. Katzen sind domestizierte Tiere, die ohne menschliche Fürsorge aufgrund von Krankheiten oder Unfällen häufig frühzeitig und qualvoll sterben“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Die Stadt Strausberg muss das Thema endlich auf die Agenda setzen und den Tieren helfen.“

Die Kastrationspflicht kann seit 2013 aus Tierschutzgesichtsgründen erlassen werden. Die Landesregierungen sind ermächtigt, Maßnahmen zur wichtigen Populationskontrolle freilebender Katzen zu treffen und Gebiete mit sogenannten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsverordnungen festzulegen, um die hohe Zahl heimatloser Katzen zu verringern. Zudem dürfen sie diese Ermächtigung auf andere Behörden übertragen, auch an die Kommunen. In Brandenburg existiert bereits eine solche Ermächtigung.

Mittlerweile haben sich in Deutschland bereits über 1.000 Städte und Gemeinden für die Kastrationspflicht entschieden. Eine Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen würde das Leid unzähliger verwilderter Katzen verhindern. Zudem sinkt durch den Eingriff das Krebsrisiko und die Lebenserwartung der Tiere steigt: Bei Katzendamen erhöht sie sich um bis zu vier und bei Katern sogar um bis zu fünf Jahre. Wer eine Samtpfote als tierischen Mitbewohner hat oder heimatlose Katzen versorgt, sollte diese zu ihrem Wohl unbedingt kastrieren lassen. Heimatlose Katzengruppen können dem örtlichen Tierheim oder Katzenschutzverein gemeldet werden.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:

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Quelle : PETA.de

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