Tierquäler schießt auf Vögel – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus


Gotha / Stuttgart, 19. Juli 2019 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge schoss ein Unbekannter am Dienstag zwischen 17:00 und 17:30 Uhr in der Nähe des Friedrichswerther Wegs in Gotha auf einen Vogel. Eine Anwohnerin hatte zwei mutmaßliche Schüsse gehört und anschließend einen verletzten Star auf ihrem Grundstück gefunden. Die alarmierte Tierrettung kümmerte sich um den Vogel. Hinweise auf den Täter nimmt die Polizei in Gotha unter der Telefonnummer 03621-781124 unter Angabe der Hinweis-Nummer 0179676/2019 entgegen. Vor einem halben Jahr soll sich dort ein ähnlicher Vorfall ereignet haben. Der Tierquäler konnte nicht ermittelt werden.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den oder die Täter überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
 
„Der Unbekannte, der in Gotha auf Vögel schießt, muss gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen verletzt werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Es kann nicht sein, dass jemand einfach auf wehrlose Lebewesen schießt. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen und Menschen für das Thema Tierquälerei sensibilisieren. Auch Vögel müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Wer Tiere zum Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück. Weitere Funde verletzter oder erschossener Vögel sollten unbedingt der Polizei gemeldet werden.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Themen/Voegel
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]
 



Quelle : PETA.de

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