Tierquäler verletzten Kuh – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus


Coswig / Stuttgart, 12. Juli 2019 – Suche nach Tierquälern: Einer Polizeimeldung zufolge verletzten Unbekannte am 20. Juni zwischen 12:30 und 18:00 Uhr eine Kuh auf einer Weide in der Nähe des Fährweges in Coswig. Die Tierquäler fügten der Kuh mit einem scharfen Gegenstand eine Schnittwunde zu. Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zeugenhinweise nehmen die Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer 0351-4832233 sowie das Polizeirevier Meißen entgegen.
 
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den oder die Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
 
„PETA möchte helfen, diese Tat aufzuklären und die Tierquäler zu überführen“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen und weitere mögliche Anschläge auf Tiere verhindert werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück. PETA fordert für überführte Tierquäler strenge juristische Konsequenzen – denn so kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen – beispielsweise auch bei den bislang sieben Übergriffen auf Pferde in Thüringen in diesem Jahr.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Themen/Kaelber
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]



Quelle : PETA.de

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