Türkeistämmige Kandidaten unter Druck in “Zur Sache Baden-Württemberg”, 7.9.17, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen in Baden-Württemberg | Pressemitteilung SWR

FelixMittermeier / Pixabay


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Endstation Rastatt – bekommt die Bahn das Baustellenchaos in den Griff?
Gast im Studio ist Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg.

Riskanter Wahlkampf – türkeistämmige Kandidaten unter Druck
Erdogan-Anhänger bedrohen Politiker im Wahlkampf, die den türkischen Staatspräsidenten kritisieren. …

Stuttgart (ots) – Clemens Bratzler moderiert das landespolitische Magazin des Südwestrundfunks (SWR).

Zu den geplanten Themen der Sendung gehören:

Riskanter Wahlkampf – türkeistämmige Kandidaten unter Druck Erdogan-Anhänger bedrohen Politiker im Wahlkampf, die den türkischen Staatspräsidenten kritisieren. Der Rechtsanwalt Matic Karaahmetoglu stammt aus der Türkei und will für die Ludwigsburger SPD in den Bundestag ziehen. Immer wieder hat er deutlich Position gegen den türkischen Staatspräsidenten bezogen. Von Erdogan-Anhängern bekommt der Politiker deshalb fast täglich anonyme Drohungen. Natürlich fühle er sich bedrängt. Aber der 49-Jährige will sich nicht einschüchtern lassen. Er ist einer von vielen türkeistämmigen Politikern, die jetzt im Bundestagswahlkampf unter Druck gesetzt werden, angepöbelt und bedroht. Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir ist nur noch mit Polizeischutz unterwegs. Auch sein Parteikollege Memet KiliÒ« aus Heidelberg bestätigt, dass sich das Klima verschärft hat. Dafür sei auch der Boykott-Aufruf von Erdogan verantwortlich. Für den türkischen Staatspräsidenten sind SPD, CDU und Grüne “Feinde der Türkei”, die seine Landsleute mit deutschem Pass auf keinen Fall wählen sollen. Was halten die Deutschtürk(inn)en in Mannheim von dieser Aufforderung? Und welcher Partei wollen sie am 24. September stattdessen ihre Stimme geben?

Endstation Rastatt – bekommt die Bahn das Baustellenchaos in den Griff?

Bahnreisende werden ausgebremst, Güterzüge stehen still oder werden aufwendig umgeleitet. Seit Wochen herrscht Ausnahmezustand an der Rheintalstrecke. Das Unternehmen ist zuversichtlich, die Züge sollen ab 7. Oktober wieder rollen. Wer wird die Verantwortung für das Desaster übernehmen und für den Schaden aufkommen? Welche Konsequenzen hat der Zwischenfall für den milliardenteuren Ausbau der Rheintalstrecke, der schon heute kräftig hinterher hinkt? Gast im Studio ist Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg.

Vor Ort in Rastatt – Alltag im Zentrum des Bahnchaos

Risse in den Häuserfassaden oder ein längere Weg zur Arbeit – die Baustelle ist eine Belastung für Anwohner und Pendler. Die Fahrtzeit zur Arbeit verlängert sich für Pendler täglich um eine Stunde. Anwohner mussten ihre Wohnung räumen und leiden unter der Lärmbelastung des Baustellenverkehrs. Wie wird die Situation gestalten, wenn kommende Woche die Ferien zu Ende sind? Wird das alles Anfang Oktober tatsächlich vorbei sein?

Umleitungsschild absurd – Meisterwerk oder Verwirrspiel?

Ein Verkehrsschild im Rhein-Neckar-Kreis weist auf den Ausbau der L536 hin. Es informiert ausführlich und detailgetreu über die verschiedenen Umleitungsrouten. Straßenplaner Joachim Krauss vom verantwortlichen Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigt den dahinterliegenden Servicegedanken: “Wenn etwas drauf fehlt, dann rufen die Bürger gleich im Verkehrsministerium an, das wollen wir hiermit vermeiden.” Autofahrer dagegen halten einen “Schild-Bürgerstreich” für wahrscheinlich, schlagen sogar eine Haltebucht vor, damit Vorbeifahrende in Ruhe das Werk betrachten können.

Wohnmobil für Hühner – Ärger auf der satten Wiese Biolandwirt Joel Siegel aus Schallstadt-Mengen ermöglicht seinem Federvieh mit einem mobilen Hühnerstall auf dem Feld ein artgerechtes Leben. Der Kot düngt außerdem seine Felder und seine Kunden sind gerne bereit, für die wohlschmeckenden Eier von gesunden Hühnern etwas mehr zu bezahlen. Doch für das Hühner-Wohnmobil musste er acht Monate mit den Behörden kämpfen, die eine Baugenehmigung verlangte. “Ich habe fast die gleichen Auflagen, als ob ich ein Hochhaus bauen möchte”, ärgert sich Joel Siegel. Er fragt sich, warum ihm für ein solches Projekt so viele Knüppel zwischen die Beine geworfen werden.

Gleichberechtigung – kaum Frauenpower im Bundestag

Prognosen zeigen: Im nächsten Bundestag wird es noch weniger Frauen geben als bisher. So nominiert die CDU für 38 Wahlkreise im Land nur drei Frauen. Direktmandate ermöglichen der CDU meist den sicheren Einzug in den Bundestag. Frauen haben es jedoch schwer, dafür nominiert zu werden. Die CDU-Stadträtin Iris Ripsam aus Stuttgart war 2016 für Thomas Strobl in den Bundestag nachgerückt, als dieser Innenminister wurde. Sie wollte sich nun für ein Direktmandat bewerben. Statt ihrer wurde ein Mann nominiert. CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Maag sollte mit einer Frau um einen Listenplatz konkurrieren. Sie sagt: “Es kommt leider öfter vor, dass bei uns gezielt Frauen gegeneinander ins Rennen geschickt werden.” Und das, obwohl die Landes-CDU und ihr Vorsitzender Thomas Strobl seit 2013 mit dem Programm “Frauen im Fokus” CDU-Frauen in den Parlamenten fördern will.

“Zur Sache Baden-Württemberg”

Das SWR Politikmagazin “Zur Sache Baden-Württemberg” mit Clemens Bratzler berichtet über die Themen, die das Land bewegen. Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme, Studiointerviews und Satirebeiträge lassen politische Zusammenhänge verständlich werden. In der “Wohnzimmer-Konferenz” diskutieren jeden Donnerstag drei Baden-Württemberger/innen via Webcam von ihrem Wohnzimmer aus live über aktuelle politische Themen. Das letzte Wort bleibt dem Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten – computeranimiert und mit der Stimme des SWR3 Comedychefs Andreas Müller.

Zitate mit Quellenangabe “Zur Sache Baden-Württemberg” frei.

Informationen unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg.

Mediathek: Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und deren einzelne Beiträge unter www.SWRmediathek.de und unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg zu sehen.

Pressefotos bei www.ARD-foto.de.

Pressekontakt:

Katja Matschinski, Telefon 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell



Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011