Überreste von Ponys und Esel gefunden – PETA erstattet Strafanzeige


Lehesten / Gera / Stuttgart, 10. April 2019 – Tätersuche intensivieren: Am 12. März fand eine Spaziergängerin in Nerkewitz die Überreste von drei Shetlandponys und einem Esel. Um die Ermittlungen der zuständigen Behörden zu unterstützen, setzte PETA eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise auf den Täter aus. Zwei Hinweise konnten den Behörden bereits übermittelt werden. Um die Suche nach dem Täter voranzutreiben, hat die Tierschutzorganisation am Freitag auch Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz bei der Staatsanwaltschaft Gera erstattet.
 
„Wir wollen, dass der Fall aufgeklärt und der Täter überführt wird“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Um zu verhindern, dass die Behörden den Fall als Ordnungswidrigkeit abtun und zu den Akten legen, hat PETA nun Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Es muss wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt und überprüft werden, ob noch weitere Tiere leiden, die dann irgendwann vielleicht auch tot aufgefunden werden. Da sich die Ermittlungen augenscheinlich in einer Sackgasse befanden, hoffen wir, dass die zuständigen Behörden den Hinweisen jetzt unverzüglich nachgehen. Wir bitten weiterhin Zeugen, uns Hinweise auf mögliche Täter zu melden.“

PETAs Belohnung weiterhin ausgelobt
Bis zur Klärung des Falls bleibt die von PETA ausgesetzte Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zur Verurteilung der mutmaßlichen Tierquäler führen, weiterhin bestehen. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei PETA zu melden.
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
Die Tierschutzorganisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de
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