Überreste von Ponys und Esel gefunden – PETA setzt 1000 Euro Belohnung Hinweise


Lehesten / Stuttgart, 15. März 2019 – Tierquäler gesucht: Medienberichten zufolge fand eine Spaziergängerin am Dienstagmittag in Nerkewitz die toten Körper von drei Shetlandponys und einem Esel. Unbekannte hatten die Überreste der Tiere in der Nacht zuvor in dem Waldstück entsorgt. Wann und woran die Vierbeiner gestorben sind, konnte aufgrund ihres Verwesungszustands nicht mehr festgestellt werden. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetzes.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt die Tierschutzorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zur Verurteilung der mutmaßlichen Tierquäler führen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.
 
„Es muss genau geprüft werden, ob hier neben dem Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz auch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. Wenn die Ponys und der Esel aufgrund von Vernachlässigung gestorben oder vielleicht sogar illegal getötet wurden, muss der Täter dafür zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Außerdem muss ermittelt werden, woher die Tiere stammen und ob dort noch weitere Vierbeiner leiden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
Die Tierschutzorganisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de

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