Update: Belohnung durch Unterstützer um 500 Euro erhöht

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Update: Belohnung durch Unterstützer um 500 Euro erhöht

Ulm / Stuttgart, 23. November 2022 –Hinweise gesucht: Einem Medienbericht zufolge nahm ein Hund am Sonntag, dem 6. November, einen mit Schrauben präparierten Köder in Ulm auf. Die Hundehalterin war gegen 10:30 Uhr mit ihrem Hund auf der Iller Höhe bei der B30-Brücke unterwegs, als dieser zwei Wurststücke aß. Als die Frau genauer hinsah, stellte sie fest, dass die Wurststücke mit Schrauben präpariert waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Hund bereits einen der Köder geschluckt. Er wurde umgehend in eine Tierklinik gebracht, wo er operiert werden musste. Als eine Streife des Polizeireviers Ulm-West den Bereich überprüfte, entdeckte sie einen weiteren Köder. PETA setzte Anfang November eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, welche die tatverantwortliche Person überführen. Meldungen blieben bislang aus. Nun wurde die Belohnung durch einen Unterstützer um weitere 500 Euro erhöht. Personen, die in dem Bereich spazieren gehen, werden gebeten, verdächtige Beobachtungen der Polizei unter 0731-188-1111 zu melden.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die die tatverantwortliche Person überführen. Menschen, die in den letzten Tagen etwas Verdächtiges beobachtet oder anderweitige Hinweise haben, werden gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Von der Belohnungserhöhung erhoffen wir uns, mehr Menschen zu erreichen, die möglicherweise Hinweise zu diesem Fall haben. Die Person, welche die präparierten Köder ausgelegt hat, muss gefunden und gestoppt werden, bevor weitere Vierbeiner in Lebensgefahr gebracht werden“, sagt Monic Moll, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Derartige Täter oder Täterinnen zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Aufklärung der Taten vorantreiben sowie Tierhalterinnen und Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen.“

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen
Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Hunde sollten beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Tatverantwortlichen zu helfen.

Das Motto der Tierrechtsorganisation lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.  

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf

PETAs „Giftköder-Flyer“ steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Außerdem hat PETA gemeinsam mit dem Tiernahrungshersteller Josera einen umfangreichen Giftköder-Ratgeber erstellt, der hier kostenlos als E-Book heruntergeladen werden kann.

Symbolbild: Präparierte Köder sind eine große Gefahr. / © PETA Deutschland e.V.

Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Schlagwort/Tierquälerei
PETA.de/Themen/Giftköder-Hund
PETA.de/Schlagwort/Hunde
Tierquälerei.de/Tierquälerei-melden

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Themen/Erste-Hilfe-Hund
 

Pressekontakt: 
Chiara Reutter, +49 711 860591-532, [email protected] 

Quelle : PETA.de

https://wertheimerportal.de/faktencheck-tauben-sind-keine-ratten-der-luefte/

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