Vier tote Hunde gefunden – PETA setzt 1000 Euro Belohnung


Schriesheim / Stuttgart, 26. März 2019 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge wurden seit Dienstag vergangener Woche an der Kreisstraße 4122 zwischen Schriesheim-Kohlhof, nahe des Naturfreundehauses, und dem Ortseingang von Heiligkreuzsteinach-Lampenhain vier tote Hunde gefunden. Die Labrador-Schäferhund-Husky-Mischlinge im Alter von 9 bis 15 Monaten waren in einem verwahrlosten Zustand. Sie hatten verfilztes Fell und lange Krallen und waren nicht durch einen Chip oder eine Tätowierung gekennzeichnet. Eine erste Untersuchung zeigte, dass drei der Hunde den gleichen Plastikstoff gegessen hatten. Möglicherweise stammen die Tiere alle aus demselben Haushalt. Ein toxikologisches Gutachten der CVUA Freiburg soll in den nächsten Tagen weitere Erkenntnisse bringen. Die Hunde wurden wahrscheinlich mit einem Fahrzeug an die verschiedenen Stellen gebracht und unweit der Straße im angrenzenden Unterholz abgelegt. Die Polizei bittet dringend um Hinweise. Zeugen, die in den Tagen vor dem 19. März verdächtige Fahrzeuge oder Personen im Fundbereich gesehen haben oder die wissen, woher die Tiere stammen, werden gebeten, sich mit der Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim unter der Telefonnummer 0621-174-3045, mit den Polizeirevieren Weinheim unter 06201-1003-0 und Neckargemünd unter 06223-9254-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
 
Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit einer Beschlagnahmung von 14 verwahrlosten Hunden am Donnerstag, 21. März, in einem Wohnhaus im nördlichen Rhein-Neckar-Kreis.
 
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
 
„Der ehemalige Halter, der die Hunde erst nicht richtig versorgt und dann ,entsorgt‘ hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Es muss außerdem geklärt werden, ob sich nicht weitere Vierbeiner in der Obhut dieses Tierquälers befinden.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
      
 

Die vier toten Hunde wurden eher zufällig gefunden. / © Berufstierrettung Rhein Neckar
 
Die druckfähigen Fotos können Sie hier downloaden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/vier-tote-Hunde
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Heimtierschutzgesetz
PETA.de/Themen/Tierische_Mitbewohner
PETA.de/Themen/Zucht
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de

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