Von der Leiharbeit direkt in Hartz IV

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Leiharbeit schleift das Arbeitsrecht und endet für immer mehr Menschen direkt in Hartz IV

Laut einer Untersuchung des DGB rutschen fast 40 Prozent der Leiharbeiter direkt in Hartz IV. Dazu Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Das Gesetz zur Begrenzung der Leiharbeit, wonach erst nach neun Monaten derselbe Lohn für Leiharbeiter und Belegschaft gelten soll, ist ein Schlag ins Wasser. Diese Frist ist viel zu hoch, da bei der Hälfte der Leiharbeiter die Arbeitsverträge bereits nach drei Monaten enden.

Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter verdienen im Schnitt ein Drittel weniger als ihre Kollegen aus der Stammbelegschaft. Seit Tarifverträge für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter erkämpft wurden, weichen die Arbeitgeber auf noch schlechter entlohnte Werkverträge aus. Gleichzeitig machen Leiharbeitsfirmen riesige Umsätze.

Befristung und Leiharbeit müssen abgelöst werden und durch ein ökonomisch nachhaltiges Normalarbeitsverhältnis ersetzt werden. Wir fordern ein Verbot von Leiharbeit und als Sofortmaßnahme gleiche Bezahlung von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern ab dem ersten Tag des Einsatzes. Das Lohndumping über Werkverträge muss aufhören, hier hat die SPD als Regierungspartei bislang versagt.

Niedrige Löhne führen immer öfter in ein Leben in Armut. Gemeinsam mit den Gewerkschaften muss dem gegengesteuert werden. Wir wollen niedrige Löhne zurückdrängen. Dafür brauchen wir einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro und eine Stärkung von Tarifverträgen.