Von Vietnam nach Lichtenberg: Zuwanderungsstudie veröffentlicht

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Berlin Spree Westphalian Quarter  - McRonny / Pixabay
McRonny / Pixabay

Über 12.452 Lichtenbergerinnen und Lichtenberger haben einen vietnamesischen Migrationsbezug. Die Anzahl der in Lichtenberg gemeldeten vietnamesischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger hat sich seit 2014 auf 9.109 ungefähr verdoppelt. Das Bezirksamt Lichtenberg hat daher eine Studie in Auftrag gegeben, die Prof. Dr. Birgit Röttger-Rössler, Seniorprofessorin am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Freien Universität Berlin, gemeinsam mit ihrem Team am Mittwoch, 22. Mai 2024 im Rahmen eines Fachtags im Rathaus Lichtenberg vorstellte. Die Studie „Die neue Zuwanderung aus Vietnam – Perspektiven aus Berlin Lichtenberg“ ist auf der Internetseite des Integrationsbeauftraten verfügbar: https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/beauftragte/integration/artikel.708495.php

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU): „Die vietnamesische Community ist die größte migrantische Community in Lichtenberg und sie wächst weiter. Natürlich verläuft dabei nicht alles ohne Schwierigkeiten. Als Bezirk stellen wir uns selbstverständlich auch den Herausforderungen, die mit dieser Zuwanderung einhergehen und wollen die darin liegenden Chancen für Lichtenberg nutzen. Die Studie liefert uns nun wertvolle Handlungsempfehlungen, wie wir uns als Bezirk in dieser Hinsicht noch besser aufstellen können. Jetzt geht es an die Umsetzung dieser Empfehlungen.“

Beauftragt wurde die Studie vom Bezirksamt Lichtenberg auch, um Hintergründe und Formen der Zuwanderung zu erforschen. Mit Frau Prof. Dr. Birgit Röttger-Rössler, Dr. Edda Willamowski, Huong Giang Thierbach und Hang Hoang konnte dafür ein erfahrenes Team von Wissenschaftlerinnen gewonnen werden, das bereits seit Jahren zu Vietnam und der vietnamesischen Diaspora forscht.

Die Studie ergab, dass Zuwanderung aus Vietnam häufig unter prekären Bedingungen und selten linear verläuft. Neben der Fachkräfteeinwanderung werden in Vietnam auch unseriöse Wege der Zuwanderung beworben. Die Ausnutzung gesetzlicher Grauzonen führt die Menschen in ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse und finanzielle Abhängigkeiten, mit problematischen Folgen für die betroffenen Familien. Die Studie gibt dem Bezirk Handlungsempfehlungen, wie die Menschen auf kommunaler Ebene bei der Bewältigung ihrer Probleme unterstützt werden können.

In einer gemeinsamen Runde diskutierten Teilnehmende des Fachtages, u. a. Bezirksbürgermeister Martin Schaefer und die Landesbeauftragte für Partizipation und Integration, Katarina Niewiedzial, die Besonderheiten dieser Migrationsbewegung und die damit zusammenhängenden Herausforderungen, sowohl aus Sicht der „neuen Migrant:innen“ als auch der Fachkräfte in den unterschiedlichsten Bereichen der Verwaltung und sozialen Arbeit.

Die Kosten der Studie belaufen sich auf 50.000 Euro. Sie werden aus dem Integrationsfonds des Bezirksamtes Lichtenberg aufgebracht.

Quelle : Berlin.de

Bilder: Titel Symbolbilder Berlin by Pixabay.com / Berlin.de

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