Weihnachtsgeschenk von PETA erinnert TUI-Chefs an das Leid gefangener Orcas


PETA appelliert an TUI: Verkauf von Eintrittskarten zu Wal-Zoos beenden

Stuttgart, 20. Dezember 2018 – Präsent soll Mitgefühl wecken: PETA verschickt eine schön verpackte „Blackfish“-DVD als Weihnachtsgeschenk an 18 hochrangige TUI-Mitarbeiter in Deutschland, Frankreich, Holland, Großbritannien und Belgien. So werden unter anderen CEO Friedrich Joussen und Pressesprecher Christian Rapp den preisgekrönten Dokumentarfilm in ihrer Weihnachtspost finden. Damit erinnert die Tierrechtsorganisation die Verantwortlichen daran, dass Orcas auch an Weihnachten in SeaWorld, Marineland und im Loro Parque eingesperrt sind – weit weg von ihrer Familie und ihrem Zuhause. PETA hofft, dass die Entscheidung, Wal-Parks ab 2019 aus dem TUI-Angebot zu streichen, mit dem Wissen aus der DVD „Blackfish“ leichter fällt.
 
„Wir appellieren mit der Aktion auf internationaler Ebene an TUI, ein Herz für Orcas zu zeigen und Wal-Gefängnisse nicht länger zu unterstützen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Nach Sichtung der DVD ‚Blackfish’ wird TUI diese Entscheidung sicher leichtfallen. Der Augen öffnende Dokumentarfilm zeigt die traurige Wahrheit über die Haltung von Orcas in Showaquarien.“
 
„Blackfish“ offenbart, wie sehr Orcas in Gefangenschaft leiden, wie sie aggressiv werden, Orca-Trainer angreifen und töten. Der Film macht eindrücklich klar, wie Orca-Mütter stundenlang nach ihren Babys weinen, die in andere Parks verfrachtet werden. Das Weihnachtsgeschenk ist Teil einer groß angelegten Kampagne, um TUI davon abzubringen, weiterhin Wal-Gefängnisse mit dem Verkauf von Reisen und Eintrittskarten zu unterstützen. Anfang Dezember organisierte PETA Demos vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Hannover und London. Zwischen dem 8. und 15. Dezember fanden zudem Aktionen vor Reisecentern in Deutschland und Großbritannien sowie eine Aktionswoche statt. Und am heutigen 20. Dezember übergibt PETA im Berliner Firmensitz symbolisch eine Petition mit rund 60.000 Unterschriften, die europaweit online gesammelt wurden. Zuvor protestieren zwei als Orcas verkleidete Unterstützer vor dem Gebäude.
 
In freier Wildbahn leben Orcas jahrzehntelang in großen Familienverbänden und legen jeden Tag eine Strecke von bis zu 220 Kilometern zurück. In Gefangenschaft hingegen werden miteinander unverträgliche Orcas zusammen in ein Becken gesperrt. Aus Frustration und Verzweiflung nagen die Tiere an den Betonwänden der Becken und ruinieren sich dabei die Zähne. 41 Orcas sind unter SeaWorlds Aufsicht bereits gestorben, unter anderem an den Folgen von Lungenentzündung, Darmerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Versagen.
 
Im September 2016 hat der kalifornische Gouverneur Jerry Brown die Nachzucht von Orcas und ihre Vorführung in Unterhaltungsshows in Kalifornien gesetzlich untersagt. Diese Entscheidung wird künftigen Orca-Generationen die Gefangenschaft ersparen, ändert jedoch nichts am Leid der Schwertwale, die noch immer von SeaWorld eingesperrt werden. Zudem hat das Unternehmen seine Zirkusshows mit „erzieherischem Wert“ begründet, sodass diese weiterhin stattfinden dürfen. PETA fordert, dass Orca-Zoos die Meeressäuger unverzüglich an betreute Meeresbuchten übergeben. Bis dahin sollten diese Meereszoos als Reiseziel für Tierfreunde tabu sein. Ein Schritt in die richtige Richtung: Im November stimmte der kanadische Senat für einen Gesetzesentwurf, der die Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft verbieten soll. Kurz darauf kappten zwei kanadische Airlines ihre Verbindungen zu SeaWorld.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht da, um uns zu unterhalten. Die internationale Kampagne wird so lange andauern, bis TUI Walgefängnisse aus dem Angebot streicht.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Aktionswoche-Tui
PETA.de/Tui-Petition
Seaworldofhurt.com
Youtube.com/watch?v=9oda5fI8wpg
 
Kontakt:
Thomas Lesniak, +49 711 860591-527, ThomasL@peta.de



Quelle : PETA.de

Bilder / Video Französischer Markt Wertheim 20.-22.05.2016 – Live Musik und Kulinarisches