Weltgesundheitsorganisation stuft Fleischprodukte als krebserregend ein: PETA fordert Warnhinweise auf Wurstverpackungen

Dreblow / Pixabay

 

 

Stuttgart, 27. Oktober 2015 – Erhöhtes Krebsrisiko bestätigt: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in einer aktuellen Veröffentlichung verarbeitetes Fleisch wie etwa Wurst und Schinken als krebserregend eingestuft [1] – demnach stehen diese Produkte bezüglich ihres Krebsrisikos auf einer Stufe mit Zigaretten und Asbest. Zahlreiche Verbraucher sind sich dieser Tatsache jedoch nicht bewusst und konsumieren noch immer regelmäßig große Mengen an verarbeiteten Fleischprodukten und rotem Fleisch. PETA Deutschland e.V. fordert nun die Politik zum Handeln auf: Mit einem abschreckenden Hinweis auf der Verpackung des Produktes muss der Verbraucher, ebenso wie es bei Zigaretten bereits verpflichtend ist, vor dem Risiko des Konsums von Wurstprodukten gewarnt werden. Außerdem appelliert die Tierrechtsorganisation, die Werbung für diese Produktgruppe einzuschränken.

 

„Die aktuelle Veröffentlichung der Weltgesundheitsorganisation bestätigt, welche Gefahren vom Verzehr tierischer Produkte ausgehen – deshalb fordert PETA die Einführung eines Warnhinweises auf Verpackungen von Wurstprodukten“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin bei PETA Deutschland e.V. „Es ist klar Pflicht der Politik, die Bevölkerung über langfristige Folgen des Fleischkonsums aufzuklären. Die Kennzeichnung wäre hier ein erster Schritt.“

 

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IACR), eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation, teilte am Montag in Lyon mit, dass verarbeitete Fleischprodukte nach ihrer Einschätzung als krebserregend einzustufen sind. Bereits durch den Verzehr kleiner Mengen an verarbeiteten Fleischprodukten steigt das Krebsrisiko – pro 50 Gramm erhöht sich das Risiko bereits um 18 Prozent. Nach Auswertung von 800 Studien hatte die Arbeitsgruppe aus 22 Wissenschaftlern ihr Ergebnis zum Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Fleischkonsum und Krebserkrankungen, insbesondere Darmkrebs, in der Fachzeitschrift “The Lancet Oncology” veröffentlicht. Auch rotes Fleisch, also Rind, Schwein, Lamm und Schafsfleisch, sei als wahrscheinlich krebserregend einzustufen. Zu verarbeiteten Fleischprodukten zählen Wurst, Würstchen und Speck, also Fleischprodukte, die durch Pökeln, Räuchern oder andere Prozesse haltbar gemacht wurden. Bei dieser Verarbeitung, aber auch beim Braten zu Hause, können Produkte entstehen, die insbesondere Darm und Magenkrebs auslösen können.

 

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass jeder einzelne Verbraucher durch eine rein pflanzliche Ernährung selbst etwas tun kann, um sein Krebsrisiko zu senken. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA, mit einer Fülle an Informationen über Gesundheit und einfache fleischfreie Alternativen daheim und unterwegs, gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland und vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden.

 

[1] http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2015/pdfs/pr240_E.pdf

Der von PETA geforderte Warnhinweis: „Wurstessen verursacht Krebs“ / © PETA
Der von PETA geforderte Warnhinweis: „Wurstessen verursacht Krebs“ / © PETA

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Krebs

PETA Deutschland e.V. ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.