Weniger Bier und Wein: Landwirte leiden unter Absatzeinbruch in Corona-Zeiten

 

Liquor Junk Trash Drink Alcohol  - ktphotography / Pixabay
ktphotography / Pixabay

 

Bauernpräsident Rukwied: Das tut richtig weh / Zwei Millionen Tonnen Kartoffeln zu viel

Osnabrück. Die Absage von Großveranstaltungen infolge der Corona-Pandemie hat auch finanzielle Auswirkungen für Landwirte. Bauernverbands-Präsident Joachim Rukwied sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, zwar sei der Wein- und Bierabsatz in den Supermärkten gestiegen. „Aber es gab keine Weinfeste, keine Schützenfeste, keine Fußballspiele: Hier wird normalerweise überall auch Alkohol ausgeschenkt.“ Aufgrund der Kontaktbeschränkungen waren Großveranstaltungen zuletzt weitgehend verboten. Rukwied sagte: „Das bekommen die Rohstoffproduzenten – also die Landwirte – dann zu spüren. Das tut richtig weh.“ Die mangelnde Nachfrage sorge für regelrechte Absatzeinbrüche beispielsweise bei Braugerste. „Der aktuelle Preis liegt nur noch bei 165 Euro pro Tonne. Im Juli 2019 waren es 185 Euro.“ Ähnliche Entwicklungen gebe es bei Wein.

Zuvor hatten Landwirte schon Probleme, Abnehmer für Kartoffeln zu finden. Aufgrund geschlossener Gastronomie-Betriebe war der Pommesabsatz eingebrochen. Rukwied: „In Nordwesteuropa gibt es so schätzungsweise einen Überhang von rund zwei Millionen Tonnen Kartoffeln. Da mussten die Bauern dann überlegen wohin mit den Kartoffeln.“ Viele seien in Biogasanlagen verwertet worden. „Das sind erhebliche Verluste für die Betriebe. Corona hat zu herben Verlusten bei einigen Produkten geführt“, resümierte der Verbandspräsident. Insgesamt erwarteten die Landwirte dieses Jahr „eine unterdurchschnittliche Ernte“. Frost und Trockenheit im Frühjahr hätten Spuren hinterlassen.

 

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Original Quelle Presseportal.de

Bildergalerie Abrissparty Tauberbrücke Wertheim + Video , 12.03.2016

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*