Wertheim: 13 Coronavirus-Infektionen – Inzidenz 52,1 – Verschärfungen? – Zahlen 21.Mai.2021

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 21. Mai, 13.30 Uhr)

13 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 21. Mai) – Ab Sonntag voraussichtlich Verschärfungen – Härtefallhilfen des Landes

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 21. Mai, 13 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Bad Mergentheim, Grünsfeld, Königheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Weikersheim und Wertheim. Alle neu Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens sechs Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontaktpersonen der neu infizierten Personen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4950.

Acht weitere Personen genesen

Darüber hinaus sind acht weitere und damit insgesamt 4729 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 134 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 1, Bad Mergentheim: 12 (+3), Boxberg: 10, Creglingen: 2, Freudenberg: 1, Großrinderfeld: 2, Grünsfeld: 2 (+1), Igersheim: 1, Königheim: 4 (+1), Külsheim: 5, Lauda-Königshofen: 27 (+2), Niederstetten: 13, Tauberbischofsheim: 7 (+3), Weikersheim: 4 (+1), Werbach: 0, Wertheim: 37 (+2) und Wittighausen: 4.

Zwölf weitere Fälle von Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei zwölf weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe die britische Variante (B.1.1.7) des Coronavirus freigegeben. Nunmehr wurde bei insgesamt 999 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Positiver Schnelltest in Kindergarten bestätigt

In Großrinderfeld wurden, wie berichtet, zwei Gruppen des Katholischen Kindergartens St. Michael aufgrund eines positiven PCR-Tests bei einem Kind und eines positiven Schnelltests beim Personal unter Quarantäne gestellt. Dieser positive Schnelltest wurde nun durch PCR-Testung bestätigt.

Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Freitag bei 52,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Main-Tauber-Kreis am Freitag, 21. Mai, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 52,1. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (14. bis 20. Mai) je 100.000 Einwohner. Die Inzidenz liegt damit den zweiten Tag über dem Wert von 50. Aufgrund der hohen Fallzahlen vom Freitag wird der Inzidenzwert aller Voraussicht nach auch am Samstag und damit zum dritten Mal in Folge über dem Wert von 50 liegen.

Dies wird das Gesundheitsamt am Samstagvormittag ab etwa 11 Uhr in einer öffentlichen Bekanntmachung unter www.main-tauber-kreis.de/oeffentliche-bekanntmachungen notverkünden. Bereits ab Pfingstsonntag gilt dann, dass der Main-Tauber-Kreis sich nur noch in der Öffnungsstufe 1 für Stadt- und Landkreise mit einer Inzidenz unter 100 befindet. Die zusätzlichen Lockerungen für Stadt- und Landkreise mit einer Inzidenz unter 50 fallen jedoch weg. Dies wird beispielsweise bedeuten, dass sich ab Pfingstsonntag nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten anstatt bisher zehn Personen aus drei Haushalten treffen dürfen. Dies gilt auch für Treffen in der Gastronomie. Kinder bis zum 14. Geburtstag werden nicht mitgezählt. Über die neuen Regelungen im Detail wird das Landratsamt am Samstag in einer Pressemitteilung, auf seiner Website und auf Facebook informieren.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 21. Mai, 13.30 Uhr)

Alternative Unterstützung, wenn kein anderes Hilfsprogramm zugänglich ist

Mit der Überbrückungshilfe III des Bundes, der landesseitigen Ergänzung durch den fiktiven Unternehmerlohn sowie der flankierenden Neustarthilfe wurde für wirtschaftlich in Not geratene Unternehmen und Selbstständige ein umfassendes und wirksames Unterstützungsangebot während der Corona-Pandemie geschaffen. Für Unternehmen und Selbstständige, die trotz der zahlreichen Verbesserungen und Erweiterungen keinen Zugang zu diesen Hilfsprogrammen haben, stehen nun zusätzlich Härtefallhilfen zur Verfügung. Anlass ist laut dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, dass kein noch so breit angelegtes Programm alle individuellen Problemsituationen abdecken kann.Härtefallhilfen können gewährt werden, wenn ein Betrieb in Folge der Pandemie in seinem wirtschaftlichen Fortbestand bedroht ist, jedoch nachweislich kein anderes, bestehendes Hilfsangebot von Bund, Ländern und Kommunen greift. Mit den Härtefallhilfen hat das Land also die Möglichkeit, in diesen Einzelfällen individuell zu helfen.

Die Härtefallhilfen orientieren sich in ihrer Höhe grundsätzlich an den förderfähigen Fixkosten der Überbrückungshilfe III des Bundes und sollen im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen. Auch die Unterstützung im Rahmen der Härtefallhilfen ist dabei an beihilferechtliche Grundlagen gebunden.

Anträge auf Härtefallhilfe können über die gemeinsame Antragsplattform der Länder unter https://haertefallhilfen.de gestellt werden. Dabei muss dargestellt werden, inwieweit eine Existenzbedrohung des Unternehmens vorliegt, jedoch kein anderes, bestehendes Hilfsprogramm des Bundes, des Landes oder der Kommune in Anspruch genommen werden kann.

Eine vom Land Baden-Württemberg berufene, unabhängige Härtefallkommission begutachtet jeden Antrag individuell und entscheidet über die Gewährung der Unterstützung. Die Kommission besteht aus erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern der Branchen Handel, Gastgewerbe/Tourismus, Dienstleistungen, Handwerk und der Freien Berufe. Die Härtefallkommission wird dabei von der IHK Region Stuttgart mit einer landesweit zuständigen Geschäftsstelle unterstützt.

Anträge können für einen Zeitraum zwischen November 2020 und Juni 2021 gestellt werden. Die Antragsfrist der Härtefallhilfen endet am 31. Oktober 2021.

 

Quelle: Landkreis Main-Tauber

Quelle RKI/Arcgis:

 

Wertheim: 5 Coronavirus-Infektionen – Inzidenz 52,1 – Rücknahme Lockerungen? – Zahlen 21.Mai.2021