Wertheim für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet

Verleihung des Qualitätsprädikats in Stuttgart, Bild von links: Hilde Huber und Patrick Hauns, Leitungsteam der AG Netzwerk Familie BW, Ministerin Altpeter, Referatsleiterin Angela Steffan, Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, stv. Vorstandsvorsitzende der L-Bank Dr. Ulrich Theileis. Foto: Andreas Reuter

Verleihung des Qualitätsprädikats in Stuttgart

„Sind wir wirklich familienfreundlich?“ Diese Frage hat sich die Große Kreisstadt Wertheim neben 15 anderen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg gestellt. Die Antwort ist ein eindeutiges „Ja“. Gemeinsam wurden sie am Freitag mit dem von der AG Netzwerk Familie verliehenen Prädikat Familienbewusste Kommune Plus ausgezeichnet. Sozialministerin Katrin Altpeter und der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, Dr. Ulrich Theileis, haben das Prädikat persönlich überreicht.

Die Ehrung für Wertheim nahmen Oberbürgermeister Stefan Mikulicz und die zuständige Referatsleiterin Angela Steffan in Stuttgart entgegen. Mit ihnen geehrt wurden die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Bruchsal, Ettlingen, Ludwigsburg, Pforzheim, Ravensburg, Rheinfelden, Schwäbisch Gmünd, Stutensee sowie der Gemeinden Bodelshausen, Ehningen, Stadt Engen, Stadt Güglingen, Riegel a.K., Sontheim a.d.Br., Untergruppenbach.

„Es gibt ein Mindestmaß an familienfreundlichen Aspekten, um das Prädikat zu bekommen“, erklärt Hilde Huber, Landessprecherin des Netzwerkknotens der Bündnisse für Familien in Baden-Württemberg. 100 Themen und 260 Fragen mussten die Preisträger über sich ergehen lassen: Von der eigenen Verwaltung bis zum Wohnumfeld, von der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bis zum Thema „Gesund älter werden“ wurden alle relevanten Lebensbereiche für Familien in den Blick genommen.

Das Qualitätsprädikat ist eine Bestätigung der vorhandenen Angebote. Es ist aber auch ein kommunaler Kompass für die weitere Entwicklung der Stadt oder Gemeinde. Das Prädikat wurde von einer Expertengruppe der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie über eineinhalb Jahre erarbeitet. Beteiligt sind in dieser, neben den Vertretern von Städten, Gemeinden und Landkreisen und der Hochschule, auch der KVJS mit seinen vertieften Kenntnissen in unterschiedlichsten Feldern der Unterstützung von Familien.

Ministerin Altpeter: „Familienfreundlichkeit ist heute vor dem Hintergrund des demografischen und gesellschaftlichen Wandels mit seinen vielfältigen Herausforderungen ein ganz wichtiger Standortfaktor, um die Kommunen für Familien attraktiv zu machen. Dafür braucht es in den Kommunen ein familienfreundliches Gesamtkonzept, eine feste Netzwerkstruktur, die alle Akteure vor Ort zusammenbringt und die familienfreundlichen Aktivitäten koordiniert und kontinuierlich weiterentwickelt. Das ist eine echte Herausforderung und ich beglückwünsche die ausgezeichneten Kommunen, dass sie diesen Weg so erfolgreich eingeschlagen haben.“

Dr. Ulrich Theileis betont, wie wichtig es ist, die notwendigen Rahmenbedingungen für die Förderung von Familie und Bildung zu schaffen. „Als zentrales Förderinstitut des Landes fungiert die L-Bank dabei als Bindeglied für die unterschiedlichen Akteure im Bereich der Familienpolitik. Wir sind Ansprechpartner und mit den Förderprogrammen von EU, Bund und Land zugleich aktiv in der Unterstützung von Familien, Bildung und sozialen Projekten.“ Als Beispiele nennt Theileis die jährlich rund 120.000 von der L-Bank bearbeiteten Elterngeldanträge sowie die mehr als 61.000 Kinder, die allein im letzten Kindergartenjahr über die mit Landesmitteln finanzierte frühkindliche Sprachbildung und Sprachförderung SPATZ unterstützt wurden.

Damit die Prädikatsvergabe im Jahr 2016 attraktiv bleibt, soll Anfang 2016 ein Anschreiben an alle interessierten Städte und Gemeinden gehen und an den Qualitätskriterien des Prädikats durch die Expertengruppe und den Expertenbeirat weitergearbeitet werden.

Stadtverwaltung Wertheim