Wertheim / Main-Tauber-Kreis: 23 Coronavirus-Infektionen – Inzidenz 65,6 – Neue Impfempfehlung – 22.09.2021

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 22. September, 15.00 Uhr)

23 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 22. September) – Auffrischungsimpfungen jetzt auch für Personen ab 60 Jahren möglich

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 22. September, insgesamt 23 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben in sieben Städten und Gemeinden des Landkreises. 21 Personen befinden sich in häuslicher Isolation und zwei Personen werden stationär behandelt. Es handelt sich in mindestens zehn Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen sowie um sechs Personen, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Für die Kontakte der neu Infizierten wurde Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 5832.

164 Personen aktiv von Infektion betroffen

Die Zahl der Genesenen steigt um 21 Personen auf 5577. Somit sind derzeit 164 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Sie verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 1, Assamstadt: 3, Bad Mergentheim: 42 (+6), Boxberg: 10 (+4), Creglingen: 4 (+1), Freudenberg: 8, Großrinderfeld: 0, Grünsfeld: 1, Igersheim: 8 (+2), Königheim: 5, Külsheim: 2, Lauda-Königshofen: 18 (+8), Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 11, Weikersheim: 4 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 44 (+1) und Wittighausen: 1.

Indikatoren für das Pandemie-Geschehen laut LGA am Dienstag

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Main-Tauber-Kreis am Dienstag, 21. September, nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg (LGA) bei 65,6. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (15. bis 21. September) je 100.000 Einwohner. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg lag bei 2,1. Sie beschreibt die Zahl der Menschen, die in den letzten sieben Tagen in Baden-Württemberg mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, je 100.000 Einwohner. Die Auslastung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten (AIB) in Baden-Württemberg lag bei 203.

Die aktuellen Werte für Mittwoch, 22. September, können ab etwa 18 Uhr im Lagebericht des LGA unter www.gesundheitsamt-bw.de abgerufen werden.

Sechs weitere Mutationen nachgewiesen

Bei sechs Infektionsfällen der vergangenen Tage wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Nunmehr wurde bei insgesamt 1655 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 22. September, 15.00 Uhr)

Sechs-Monats-Abstand zu letzter Corona-Schutzimpfung muss eingehalten werden

Ab sofort können sich in Baden-Württemberg bei individuellem Wunsch, nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und ärztlicher Aufklärung auch Menschen ab 60 Jahren ein drittes Mal gegen das Coronavirus impfen lassen. Der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz wurde zügig umgesetzt, damit besonders gefährdete Menschen weiterhin gut gegen einen schweren Krankheitsverlauf geschützt sind. Zwar sei die Zahl der belegten Intensivbetten derzeit relativ stabil, doch müsse die Situation sorgfältig im Auge behalten werden. Umso wichtiger sei es, die zahlreichen Impfangebote im Land wahrzunehmen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Bedingungen, um eine Auffrischimpfung zu erhalten, sind der Nachweis über die Erst- und Zweitimpfung in Form des gelben Impfausweises, des digitalen Impfnachweises oder eines Ersatzimpfnachweises, ein Lichtbildausweis sowie im Fall von Personen mit Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Therapie ein entsprechendes ärztliches Attest, ärztliche Vorbefunde oder ein Arztbrief.

Beschäftigte von medizinischen Einrichtungen müssen eine formlose Bescheinigung des Arbeitgebers mitbringen, aus der hervorgeht, dass sie bei ihrer Tätigkeit regelmäßig Kontakt zu Personen haben, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus besteht.

Auffrischimpfungen werden ausschließlich mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna vorgenommen. Erfolgten die ersten beiden Impfungen bereits mit einem mRNA-Impfstoff, so soll die Auffrischimpfung mit dem mRNA-Impfstoff desselben Herstellers verabreicht werden. Auch Personen, die eine Kreuzimpfung mit AstraZeneca und einem mRNA-Impfstoff erhalten haben, sollen den mRNA-Impfstoff desselben Herstellers als Auffrischimpfung erhalten.

Bereits seit Mittwoch, 1. September, können sich in Baden-Württemberg bestimmte Personen ein drittes Mal gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Auffrischimpfungen werden beispielsweise für Menschen in Pflegeeinrichtungen, mit einer Immunschwäche oder für alle angeboten, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. Voraussetzung ist immer, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Alle Gruppen, für die diese Impfung aktuell empfohlen wird, können zeitnah eine Auffrischimpfung bekommen. Bis Donnerstag, 30. September, kann diese noch im Impfzentrum erfolgen. Zusätzlich und in der Zeit nach Schließung der Impfzentren ist eine Auffrischimpfung bei der Hausärztin oder beim Hausarzt und bei der Betriebsärztin oder beim Betriebsarzt möglich. Zudem wird es noch 30 Mobile Impfteams im Land geben, die weiterhin Menschen direkt vor Ort in den Heimen und Einrichtungen impfen werden. Daneben sind Auffrischimpfungen auch bei den Vor-Ort-Impfaktionen in den Stadt- und Landkreisen möglich.

Quelle: Landkreis Main-Tauber

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