Wertheim / Main-Tauber-Kreis: 24 Coronavirus-Infektionen – Bundesnotbremse außer Kraft – Inzidenz 81,6 – Zahlen 05.05.2021

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 5. Mai, 17.00 Uhr)

 

24 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 5. Mai) – Bundesnotbremse ab Freitag außer Kraft

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 5. Mai, 24 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden und befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens elf Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4797.

17 weitere Personen genesen

Darüber hinaus sind 17 weitere und damit insgesamt 4460 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 252 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 6 (+1), Bad Mergentheim: 45 (+6), Boxberg: 15 (+1), Creglingen: 12, Freudenberg: 16 (+1), Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 5, Igersheim: 1, Königheim: 1, Külsheim: 26 (+1), Lauda-Königshofen: 24 (+5), Niederstetten: 11 (+1), Tauberbischofsheim: 21 (+1), Weikersheim: 3, Werbach: 0, Wertheim: 62 (+7) und Wittighausen: 1.

Sieben weitere Fälle von Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei sieben weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Nunmehr wurde bei insgesamt 854 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Zwei Gruppen des Katholischen Kindergartens St. Lioba aus Quarantäne entlassen

Die Quarantänen für zwei Gruppen des Katholischen Kindergartens St. Lioba in Tauberbischofsheim wurden aufgehoben.

Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Mittwoch bei 81,6

Das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises hat am Mittwoch, 5. Mai, festgestellt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis an fünf Werktagen in Folge den Wert von 100 unterschritten hat. Damit werden die Beschränkungen der Bundes-Notbremse im Landkreis ab Freitag, 7. Mai, wieder aufgehoben. Dass die Bundesnotbremse erst zwei Tage nach der Feststellung des Gesundheitsamtes wegfällt, hat der Bundesgesetzgeber so festgelegt. Konkret lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis am Mittwoch laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 81,6. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (28. April bis 4. Mai) je 100.000 Einwohner.

Ab dem Wegfall der Bundesnotbremse gelten deutliche Lockerungen. Wie Erster Landesbeamter Christoph Schauder erklärt, hätten zu dieser sehr erfreulichen Entwicklung mehrere Faktoren beigetragen. „Zum einen spielt hier das umsichtige Verhalten vieler Bürgerinnen und Bürger eine Rolle, die mustergültig die Corona-Regeln einhalten und damit viele Infektionen verhindern, auch wenn Ansteckungen selbst bei größter Vorsicht leider nicht ausgeschlossen werden können.“ Der ständige Fortschritt bei den Impfungen mache sich durch erheblich weniger Infektionen und schwere Verläufe insbesondere beim älteren Teil der Bevölkerung deutlich bemerkbar. Hier besteht bereits eine sehr hohe Durchimpfungsrate. Insgesamt liegt die Durchimpfungsrate der Landkreisbevölkerung aktuell über dem Landesdurchschnitt. „Zum anderen hat aber auch unser Gesundheitsamt mit seiner äußerst engagierten Arbeit und einer gemeinsamen Kraftanstrengung an sieben Tagen in der Woche einen ganz wesentlichen Teil dazu beigetragen, viele Infektionsketten schnell und effizient zu unterbrechen. Die schnellstmögliche Ermittlung der Kontakte von Infizierten und die Anordnung entsprechender Quarantänen und Testungen sind und bleiben ein unverzichtbares Mittel der Pandemiebekämpfung“, bekräftigt Schauder.

Auch vor dem Hintergrund der 24 bestätigten Neuinfektionen alleine am Mittwoch warnt der Erste Landesbeamte zugleich vor leichtfertigem Verhalten. „Die Situation ist weiter sehr fragil, und es liegt nach diesem Zwischenerfolg noch eine weite Wegstrecke bei der Bewältigung der Corona-Pandemie vor uns. Sehr schnell kann es wieder zu größeren Ausbrüchen kommen.“

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 5. Mai, 17.00 Uhr)

Deshalb bittet Schauder alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises dringend darum, soziale Kontakte weiterhin so gering wie möglich zu halten. Auch nach den bevorstehenden Lockerungen sollte nicht alles ausgereizt werden, was gerade noch erlaubt ist. „Das Fehlverhalten einzelner kann sehr schnell zu neuen Einschränkungen für alle führen“, macht er deutlich. Insbesondere ist das Gesundheitsamt auf Grund der gesetzlichen Vorgaben gezwungen, erneut die Bundesnotbremse in Kraft zu setzen, sobald der Inzidenzwert laut RKI an drei Kalendertagen in Folge wieder über dem Wert von 100 liegen sollte. Für erneute Lockerungen gelten nach dem Bundesgesetz dagegen deutlich strengere Maßstäbe. Hierfür sind wiederum fünf Werktage in Folge mit einem RKI-Inzidenzwert unter 100 erforderlich.

Aufgrund der Aufhebung der Bundesnotbremse gilt im Main-Tauber-Kreis ab Freitag, 7. Mai, dass sich bei privaten Treffen wieder zwei Haushalte mit insgesamt maximal fünf Personen treffen dürfen. Kinder bis zum 14. Geburtstag zählen nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Hausstand. Sollte ein Haushalt bereits aus fünf oder mehr mindestens 14 Jahre alten Personen bestehen, so darf sich dieser Haushalt mit einer weiteren, nicht dem Haushalt angehörigen Person treffen.

Nächtliche Ausgangsbeschränkungen gibt es im Main-Tauber-Kreis ab Freitag, 7. Mai, nicht mehr.

Geschäfte mit Produkten für den täglichen Bedarf, beispielsweise Supermärkte und Drogerien, sind unter Hygieneauflagen – darunter eine Begrenzung der Kundenzahl – weiterhin regulär geöffnet. Alle anderen Geschäfte, beispielsweise Mode- und Schuhgeschäfte, dürfen Kunden nach vorheriger Terminvereinbarung und mit Dokumentation der Kontaktdaten („Click & Meet“) empfangen. Dafür ist nach Wegfall der Bundesnotbremse aber kein tagesaktueller negativer Corona-Test mehr nötig.

Körpernahe Dienstleistungen wie zum Beispiel Kosmetik- und Nagelstudios oder Massagesalons dürfen wieder öffnen. Während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung müssen alle Beteiligten eine medizinische Maske tragen. Ein negativer Corona-Test muss jedoch nicht mehr vorgelegt werden. Bei Dienstleistungen ohne Maske muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten dürfen Besucherinnen und Besucher mit Termin und Dokumentation der Kontaktdaten empfangen. Auch hier muss kein negativer Corona-Test mehr vorgelegt werden.

Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen Präsenzunterricht mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten anbieten.

Im ÖPNV muss im Main-Tauber-Kreis ab Freitag nur noch eine medizinische Maske getragen werden. Eine OP-Maske ist also ausreichend, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-, KN95- oder N95-Maske entfällt. Außerhalb des Landkreises können allerdings, auch im Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar, andere Regeln gelten.

Sport darf im Freien und auf Außen- und Innensportanlagen kontaktarm und mit maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten ausgeübt werden. Kinder bis zum 14. Geburtstag dürfen im Freien kontaktarm Sport in Gruppen mit bis zu 20 Kindern machen.

In den Schulen im Main-Tauber-Kreis gelten für alle Klassenstufen weiterhin Wechselunterrichtsmodelle plus Testpflicht. Beim Wechselunterricht muss gewährleistet sein, dass die Abstände eingehalten werden und sich die unterschiedlichen Lerngruppen nicht begegnen. Die Testpflicht gilt unabhängig von der Inzidenz für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Präsenzbetrieb. Auch für den Besuch der Notbetreuung gilt die Testpflicht.

Die Feststellung des Gesundheitsamtes zur Aufhebung der Bundesnotbremse kann unter www.main-tauber-kreis.de/oeffentliche-bekanntmachungen abgerufen werden.

 

 

Quelle: Landkreis Main-Tauber

Quelle RKI/ARCGIS:

 

Main-Tauber-Kreis / Wertheim: 12 Coronavirus-Infektionen fallen – Freiheiten? Öffnungen? – Inzidenz 81,6 – Zahlen 05.05.2021